KPÖ Tirol
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Frauen im 19.Jahrhundert und heute

PressespiegelBeim Lesen von Guillaume Apollinaire, einem französischen Autor aus dem 19. Jahrhundert, komme ich nicht umhin, hierzu einige -altbekannte- Gedanken zu formulieren. Man sollte sich den Ärger - wenn möglich- von der Seele schreiben. Denn hinein gefressene Wut ist nicht gerade gesundheitsförderlich.

Frauen im 19. Jahrhundert konnte man in zwei Kategorien einteilen: die Einen waren die Wohlbehüteten, die meist sehr jung verkuppelt wurden, indem sie einem Mann in einer arrangierten Ehe "versprochen" wurden. Die Anderen waren die "Leichtfertigen", die Geliebten, die den Männern aus ihrem sexuellen (vor-) ehelichen Notstand aus der Patsche helfen mussten. Scheinbar bekam die Krone der Schöpfung nicht genug vom Sex und musste sich deshalb außerehelich befriedigen. Einige von ihnen (zB Apollinaire in seinen Schriften) verfielen auf abstruse Ideen wie Polygamie und fanden das Leben der Mormonen mit deren Vielweiberei erstrebenswert. Auch Victor Hugo, Tolstoi und viele andere aus sämtlichen Gesellschaftsschichten goutierten diese Strömung, durchaus mit wohligem Grusel.
Die Romantisierung des Frauenbilds des 19.Jhrds. ist das reinste verlogene Grauen und verkennt die pure Unterdrückung in sämtlichen Lebensbereichen. Ibsens Nora wird im Puppenheim gefangen gehalten, Fontanes Effi Briest , Flauberts Madame Bovary, Balsacs Eugenie Grandet, Dumas´ Kameliendame, usw., alles arme Vögelein, eingesperrt im patriarchalischen System, hoffnungslos herum flatternd auf der Suche nach einem Ausweg.
Egal, ob in der Aristokratie, im Bauern- und ausgebeuteten Arbeiterstand, Frauen hatten nahezu keine Rechte und wurden dazu verdammt, die Gosch zu halten, zu Diensten zu sein, den Haushalt zu führen und Kinder zu gebären. Punkt. Auch in der Künstlerschaft ging es nicht gerade zimperlich zu, hatten die Maler doch ihre Modelle und "Musen", wie sie verharmlosend genannt wurden. Das waren die Mätressen jener Künstler, die von ihnen auf Gedeih und Verderb als Objekte gehalten wurden.
Den einzigen roten Lichtstreif am Horizont vermittelte die sozialistische Bewegung. Und es gab Ausnahmen: einigen Frauen,-Literatinnen, Sozialistinnen wie Rosa Luxemburg oder George Sand und Marie von Ebner-Eschenbach-, gelang es, das Joch der Unterdrückung abzuschütteln. Aber die männliche Vorherrschaft ließ auch nicht die Finger von ihnen.
Obwohl sich heutzutage einiges im Frauendasein geändert hat, ist das alles durchdringende Patriarchat wohl unsterblich.(??) Es wird der Frau nichts geschenkt. Sie muss immer noch um jeden Millimeter kämpfen. Die Prostitution ist geblieben, die Ausbeutung der weiblichen Arbeitskraft, das zweierlei Maß messen in der Gesellschaft. Sexuell ausgenutzt allüberall, nicht nur in Künstlerkreisen. Sich Herausputzen- für wen oder was? (Lustigerweise verhält es sich in der Tierwelt genau anders herum: dort kräht der Gockel kraftvoll aufm Mist und der Pfau schlägt sein buntes Rad. Die Weibchen sind meist unscheinbar.) Den Menschenfrauen hat man jahrhundertelang eingetrichtert, sie sollten ein bisschen dumm und schön sein, solange sie jung und saftig sind wie frisches Obst. Pech, dass sie im Alter aussortiert werden. Plötzlich welkes Fallobst.
In Würde altern? Meist winkt zu (schlechter) Letzt die Altersarmut. Und die ist weiblich.
Nix Amen.

Sylvia Dürr

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FP- Wahlkampfauftakt und Kickl Sager

PressespiegelDer Fascho Wahlkampfauftakt fängt ja schon mal beeindruckend an. Dass es bei der FPÖ langweilig wird, kann man ja nun nicht sagen. Eher lächerlich. Und brandgefährlich. Schwarzgekleidete, sonnenbebrillte, respekteinflößende Bummbumm- Trommler eskortierten im Stechschritt die obersten FPÖ-Mannen in den dicht besetzten Congress- Saal. Ein Schelm, wer da Parallelen zur Vergangenheit sieht. Das wäre nach Drache Strache und dessen Adlatus Abzwerger eine "Verharmlosung des Nationalsozialismus". Ganz schön dreist. Wahlkampfleiter Patrick Haslwanter, Spitzenkandidat von Ibk Land, hatte die famose Idee dieser Inszenierung. Pikanterweise wurde er sogar unter Gerald Hauser aus der Partei ausgeschlossen, da er zu "verhaltensauffällig" war. (Renitente Schüler, die ihre Kollegen malträtieren, nennt man so. Oder Irre, die die braune Vergangenheit lobpreisen).
Der neue FP- Innenminister Kackl Kickl steht dem Scheiß in nichts nach. Auch er möchte verbal nur ein bisschen provozieren und zeigen, wos in den nächsten Jahren für Asylwerber lang geht. Nämlich in Grundversorgungszentren, in denen diese konzentriert werden. Das ließ er in einer Pressekonferenz der Jahresbilanz des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl verlauten. (Fremdenwesen= fremde Wesen= Aliens aus Dreckslochländern).
Konzentrationslager. Schubhaft. Fremdenhatz. Großhirnvergiftung. Bücherverbrennung.....?
Das ist erst der Anfang.

Sylvia Dürr

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Wogegen und wofür mensch schon jetzt auf die Straße gehen kann – zu den Protesten gegen Türkis-Blau

PressespiegelDie vergangene Kundgebung vom 18.12. gegen Türkis-Blau in Innsbruck kann sich sehen lassen. Die Proteste waren bunt und vielfältig und es war möglich, am Tag der Angelobung weit über 1000 Menschen in Innsbruck auf die Straße zu bringen. Einige sprechen gar von über 2000 Menschen, die sich am Landhausplatz versammelt haben sollen.

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...die wirklichen Probleme unserer Gesellschaft oder: quod erat demonstrandum;

PressespiegelWie viele & dennoch viel zu wenige folgte ich gestern der Einladung zur Demo in Innsbruck gegen die türkis-blaue Regierung. Viele Leute für innsbrucker Verhältnisse – allemal!

...der Rahmen für Meinungs- & Versammlungsfreiheit wird allerdings zusehends mehr und mehr eingeschränkt. Wenn wir als kritische Aktivist_Innen diese Einschnitte akzeptieren, werden sie heimlich, still & leise immer mehr; die Möglichkeiten legalen Protestes immer weniger!

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Presseinformation Tag-X-Demo

PressespiegelGegen die Normalisierung von Rechtsextremismus


Demonstration am Tag der Angelobung: Montag dem 18.12. um 18.30, Landhausplatz Innsbruck

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In Innsbruck die Verhältnisse zum Tanzen bringen

PressespiegelDie KPÖ-Innsbruck hat bei der vergangenen Landeskonferenz beschlossen, sich am Programmbildungsprozess von ALI (Alternative Liste Innsbruck) zu beteiligen.
Tatsächlich ist diese Entscheidung mit breiter Mehrheit, aber nicht einstimmig gefallen. Das hat in erster Linie mit einem Vorfall zu tun, der sich vor zwölf Jahren ereignet hat und der nach wie vor die linke Szene in Innsbruck entzweit. Das ist zur Kenntnis zu nehmen.

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Tag X Demo

PressespiegelWir – NGOs, Flüchtlingsinitiativen, politische und ­zivilgesellschaftliche Organisationen und Bündnisse, sowie engagierte Persönlichkeiten – ­finden uns mit dem Rechtsruck nicht ab! Am Tag, an dem die schwarz-blaue Regierung angelobt wird („Tag X“), werden wir bunt, lautstark und zahlreich am Landhausplatz in Innsbruck protestieren! Für den darauf folgenden Samstag rufen wir zur bundesweiten Großdemonstration um 14 Uhr am Wiener Westbahnhof auf!

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12 Stunden Maloche

PressespiegelDa davon auszugehen ist, dass sich in nächster Zeit in der Regel keine drastischen Änderungen in Bezug auf Arbeitszeitbedarf ergibt,
besitzt der Vorschlag einer täglichen Arbeitszeit von "12h ", trotz eines scheinbar großzügig veranschlagten "Zeitausgleichs", eine
offensichtlich ziemlich zynische Hintertür - um die es den Herren der heimischen Wirtschaft letztlich eigentlich geht:

Angenommen jemand arbeitet (bisher) 10 Stunden z.B. v. 8h - 18 h,
so erhält er von 8h bis 16h den festgelegten Stundenlohn = 8 Stunden
und ab 16 h pro Stunde einen steuerfreien Überstundenzuschlag von 50% pro geleisteter Arbeitsstunde.
Somit erhält der Arbeitnehmer also für diese 2 Stunden noch eine ganze bezahlte Stunde als Abgeltung.

Bei diesem neuen Regierungsvorschlag erhielte der Arbeitnehmer natürlich NICHTS, da eine Überstunde erst
ab 20h als Überstunde gezählt werden würde....

....und es lacht da wieder einmal der ohnehin volle Geldbeutel.

Bernhard Hotz


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Eine kritische Stellungnahme zu den neuen Tierschutzpositionen der KPÖ

PressespiegelNun ist es so, dass auf der Homepage der KPÖ-Tirol grundsätzlich der jeweilige Autor für den Inhalt und die im Artikel vertretenen Positionen selbst verantwortlich ist. Dies gilt hier umso mehr, wenn darauf verwiesen wird, dass in dem Artikel eine Position der Kritik an der Partei und ihrer aktuellen Beschlusslage geübt wird. Dabei berufe ich mich auf die Statuten der Partei, die es jedem Mitglied erlauben, Kritik an Mehrheitsbeschlüssen parteiöffentlich und in Publikationen der Partei zu vertreten.

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3,9 Mio für Wahlkampf

PressespiegelErst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht der Wahlkampf vor der Tür.
Denk ich an Wahlkrampf in der Nacht,
dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Nun so schlimm ist es nicht, aber genervt ist man schon, was wieder bald auf einen zurollt.
All die klugen Satzlügen, die hübsch zurecht getrimmten Konterfeis, die von zig Plakaten gütig zu uns herunter blicken. Die Blauen mit Texten zum Speiben. Andere wiederum daran erinnernd, wie saugut es uns allen geht im schönen Bergland inmitten versauter Luft, überbordendem Tourismus und deshalb weggesperrter Flüchtlinge. Ach, wie sie alle blöde lächeln. Da könnt es einem warm werden ums Tiroler Herzerl. Wie sie sich alle ums Stimmviecherl bemühen. Mit Zuckerln, Luftballons, Kugelschreiber. Sogar Würschtl kriegt man bei der SPÖ. Und alle, alle werden sich auch untereinander benehmen und freundlich sein. Nix dirty campaigning. Eher dirty dancing mit dirty laughing auf den Wahlpartys. Und auch nur 3,9 Milliönchen Euro werden ausgegeben. ÖVP lässt sich den Wahlk(r)ampf stolze 1,5 Mio. kosten. FPÖ ist mit 800 000 dabei. NEOS und SPÖ wollen "nur" 300 000 ausgeben (da gehen sich die Würschtl wohl nimmer aus?!). Liste Fritz ist bei 500 000 dabei, die Grünen ursprünglich bei 700 000, sind aber derzeit mit 5 Mio in der Kreide. Da kann man schon auf die kommende Felipe- Kreativität gespannt sein, die sie angedroht hat. Ob der scheinbar dumme und unwissende Bürgermensch das alles braucht? Gefragt wird eh niemand. Parteiprogramme sind billiger und reichen völlig, um sich zu informieren. Die dortige Einseifung kostet nix. Jeder Cent tut weh angesichts der Tatsache, wie komplett sinnlos dieses Geld im Wahlkampf verpulvert wird. Was könnte man alles mit dem schönen Geld finanzieren. Zwar paar Tropfen auf dem heißen Stein, aber besser als nix. Obdachlose warten immer noch auf geeignete Plätze, paar Schulen auf genügend Clopapier und ordentliche Heizung. Zig BürgerInnen auf geeigneten, leistbaren Wohnraum. Das und noch viel mehr liegt hier im Argen. Und das wird uns sicher auch bald alles versprochen. Auf Wahlplakaten und - Veranstaltungen. Womit wir wieder am Anfang wären.

Sylvia Dürr

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