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Drei Tage Innsbruck

PressespiegelLangsam kehrt Ruhe ein
nun ist es weg das Schwein und Schwein
und Schwein und Schwein
Es ist vollbracht
nicht mal gekracht
auf Innsbrucks Straßen
derweil die Schweinchen fraßen
im schönen Salzdorf Hall
mehr als 300 an der Zahl
Tatü Eskorte zum Empfang
zu Tirols Schützen, Wein und Gesang.

Zuviele sinds, die quieken,
swird Zeit, dass sie das kriegen,
den Tritt hinaus aufs Meer
da hört Euch niemand mehr.

Drei Tage Innsbruck im Ausnahmezustand. Die Ampeln zum Flughafen ausgeschaltet, damit die Hochwohlgeborenen nicht blöd an der Ampel warten müssen, eskortiert hinten und vorne von Polizisten. Sie, die neobraunen Innen- und Justiz- Ministergestalten mit ihrer Gefolgschaft, sitzen bräsig in riesigen, schwarzen Limousinen und lassen sich wie selbstverständlich von gleichgültigen Sonnenbrillengesichtern chauffieren, in die feinsten Hotels, die Innsbruck zu bieten hat. Da darf kein normaler Schnösel rein. Ins nahe Umfeld sowieso nicht. Die Straßen und Räume, die diese selbsternannte Elite (reimt sich auf Niete) begehen, sind großzügig für das tumbe Volk gesperrt. Man weiß ja nie. Könnte ja ein wildgewordener Mensch von ÄRZTE OHNE GRENZEN mit einem ertrunkenen Kind auf dem Arm auf sie losgehen oder black vermummte people mit Transparenten und faulen Eiern. Das war zu verhindern. Wie kurzweilig war doch das Lärmen drei Tage lang hoch oben am Himmel. Militärflugzeuge und Hubschrauber tummelten sich dort ohne Unterlass laut und nervig. Wo es doch heißt: LÄRM MACHT KRANK. Aber nein, drei Tage sollte mensch das doch wohl aushalten können! Ach ja, und schon wieder eine Polizeisirene. Und noch eine. Ich habe das Gefühl, sie fahren durch meine Wohnung. Und noch ein Flieger. (Wie im Krieg. Ohne Schmarrn! Es fehlen nur noch die Bomben und Sirenen.)
Boah, sind diese Regierungsmenschlein wichtig und groß. (Aber alle haben denselben A....!)
Es ist Freitag, der 13., 16:30, Höttinger Au. Die Hunde und Kaninchen sind so langsam am Durchdrehen. Nicht nur die...
Und immer noch keine Ruh!
Ich rufe jetzt gleich die MÜG an wegen unerlaubter, fortwährender Ruhestörung! Jawoll!

Sylvia Dürr

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Zum Treffen der Innen- und Justizminister der EU-Staaten

PressespiegelIn den kommenden Tagen treffen sich die Innen- und Justizminister der EU-Staaten in Innsbruck, um die nächsten Schritte einer menschenverachtenden Politik zu diskutieren. Es geht darum, die Festung Europa noch mehr abzuriegeln. Der Sicherheitsdiskurs, der vielmehr ein Unsicherheitsdiskurs ist, spielt den rechten Kräften in die Hände.

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Buchbesprechung: DIE TAGESORDNUNG

PressespiegelERIC VUILLARD: DIE TAGESORDNUNG
Ein schmales Bändchen über die Sauereien hinter verschlossenen Türen. Über den Pakt des Kapitals mit den zunächst finanzschwachen Nazis. Über das Treffen mit Schuschnigg, Papen und Hitler in Berchtesgaden...
Aber der Reihe nach: Am 20. Februar 1933 treffen sich 24 Industriegrößen mit Hitler und Göring zwecks Fundraising. Hitler teilt den mächtigen Charaktermasken aus Finanz und Industrie klipp und klar mit, dass seine Partei Geld braucht. "Es gelte, mit einem schwachen Regime Schluss zu machen, die kommunistische Bedrohung abzuwehren, die Gewerkschaften abzuschaffen und jedem Chef zu erlauben, in seinem Unternehmen ein Führer zu sein."
(!Kommt das uns heute nicht bekannt vor?)
Und alle lauschen andächtig und alle nicken zustimmend: Opel, Krupp, Quandt, Tengelmann, Direktoren von I.G. Farben, etc. 24 "Echsen". (Heute kommen sie smart und durchtrainiert daher.) Sie haben alle "überlebt und sind uns bestens bekannt als BASF, BAYER, AGFA, OPEL, I.G.FARBEN, SIEMENS, ALLIANZ, TELEFUNKEN.
Sie sind hier unter uns, zwischen uns. Sie sind unsre Autos, unsre Waschmaschinen, unsre Reinigungsmittel, unsre Hausversicherung und die Batterie in unsrer Uhr. Sie sind überall, in Gestalt von Dingen und lullen uns ein."
Am 12. Februar 1938 begibt sich Schuschnigg, als Skifahrer verkleidet, nach Berchtesgaden zu einem Treffen mit Hitler. Ein Papier wird unterzeichnet: Es fordert das Bekenntnis zur nationalsozialistichen Weltanschauung in Österreich und die Ernennung des Nazis Seyß-Inquart zum Sicherheitsminister mit unbeschränkter Polizeikompetenz. Außerdem fordert es die Amnestie aller inhaftierten Nazis in Österreich usw. Und Schuschnigg gibt nach. Man begnadigt die Dollfuß-Mörder.
Die österreichische Regierung glaubt, dass die Deutschen den Einfall in ihr Land vorbereiten. Man meint Hitler besänftigen zu können, indem man ihm seine Heimatstadt Braunau offeriert- mitsamt seinen Einwohnern. Die SA marschiert mit großen Fahnen durch Linz. Schuschnigg erschreckt sich ein bisschen spät. Er bittet die seit 4 Jahren verbotenen Gewerkschaften und die sozialdemokratiche Partei um Unterstützung. Er leitet eine Volksbefragung über die Unabhängigkeit des Landes vor. Pustekuchen! Er landet für 7 Jahre im Gefängnis, wird von den Amis befreit und übersiedelt in die USA, um als vorbildlicher Amerikaner Uniprofessor zu werden.
"Währnd die Nazis schon die wichtigsten Machtzentren besetzt haben, während in Wien Szenen des Wahnsinns toben- mörderische Aufständiche, Feuersbrände, Geschrei, Juden, die an den Haaren über trümmerübersäte Sraßen geschleift werden-, während die großen Demokratien nichts zu merken scheinen, England gemütlich schnurrend zu Bett gegangen ist, Frankreich in süßen Träumen schwebt und kein Hahn nach Österreich kräht, ernennt Miklas den Nazi Seyß-Inquart zum österreichischen Bundeskanzler. Die größten Katastrophen kommen oft auf leisen Sohlen".
Das Buch umfasst nur 118 Seiten, ist aber lehrreicher und informativer als manch historischer Schinken. Es kommt als Erzählung daher und charakterisiert schmonzettenhaft die Figuren, die aus Feigheit, Unvermögen, Egoismus und Machtstreben den Anfang vom Ende zugelassen haben.
Flacher Humor ist in dem Buch fehl am Platz. Hinter satirisch- ironisch- zynischem Biss scheint der Ekel auf, der sich über braunschwarzem Abgrund durchs Buch zieht.
Vuillard hat dafür sehr verdient den wichtigsten Literaturpreis Frankreichs bekommen, den Prix Goncourt.
Drück den SchülerInnen im Geschichtsunterricht dieses Buch in die Hand, und sie haben mehr gelernt als in vielen langweiligen und teils geschönten (verlogenen) Geschichtsstunden.

Sylvia Dürr

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Sozialkürzungen widerstehen!

PressespiegelDie blauschwarze Bundesregierung plant, die Mittel für Sozialvereine massiv zu kürzen. Davon betroffen sind zahlreiche soziale Vereine.

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Zum Ergebnis der Stichwahl

PressespiegelAus der Stichwahl ist Georg Willi mit 52,91% als Sieger hervorgangen. Er erzielte 23791 Stimmen exakt 2620 Stimmen mehr als die Amtsinhaberin. Nur 43,74% der wahlberechtigten Innsbrucker_innen nahmen an der Wahl teil.

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CHARLY FOREVER

PressespiegelIn memoriam 5. Mai 1818/ 5. Mai 2018

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx werden die Österreicher und Deutschen mal wieder allerhand Kitsch und Gedankenmüll über das Marxsche Werk kippen. Der "Prophet mit Bart" wird wahlweise als Vordenker des Stalinismus, als Ökonom, der "mit dem Kapital total daneben lag" (FAZ) oder als "anmaßender, selbstmitleidiger, rachsüchtiger Widerling" (Süddeutsche Zeitung) verhöhnt. "Wer traut sich, endlich auch Marx vom Sockel zu stoßen?" fragt frech die Presse. "Ein Opa als Schreckgespenst" meint der Standard über die ärgerliche Doku auf Arte.
(" IN SEINEM SESSEL BEHAGLICH DUMM/ SITZT SCHWEIGEND DAS DEUTSCHE PUBLIKUM!" Karl Marx)
Aber es gibt zum Glück auch Lesenswertes:
- Dietmar Dath, Karl Marx, 100 Seiten, Reclam Verlag
- Karl Korsch, Marxismus und Philosophie, Schriften zur Theorie der Arbeiterbewegung 1920- 1923, 503 Seiten, Offizin Verlag

Rest in Peace Charly!

Sylvia Dürr

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Zum 200. Geburtstag von Karl Marx - eine Hommage

PressespiegelBevor ich Marxens Schriften kennenlernte, entstand in mir der schwerwiegende Verdacht, dass das Unglück vieler Menschen mit der Ökonomie dieser Gesellschaft zusammenhängt – wenn nicht gar dadurch begründet ist. So blieb mir also nichts Anderes übrig, als mich mit eben dieser Ökonomie auseinanderzusetzen – und damit mit den Werken von Karl Marx.

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Innsbruck vor der Stichwahl

PressespiegelBei der kommenden Wahl steht Innsbruck vor der Entscheidung, wer letztlich das Rennen um den Innsbrucker Bürgermeister-Posten machen soll. Die bisherige Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Georg Willi stehen noch im Ring.

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ALI ist drinn!

PressespiegelMit dem Einzug der Alternativen Liste Innsbruck ist erstmals seit 1971 wieder eine Fraktion im Gemeinderat vertreten, die von der KPÖ unterstützt wird. Somit ist das Wahlergebnis sowohl für die KPÖ als auch für die gesamte Linke ein Erfolg.

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Am kommenden Sonntag gibt es in Innsbruck endlich eine Alternative!

Pressespiegel„In der Linken ist es üblich, sich in die unterschiedlichsten Gruppen und Grüppchen zu spalten. Unter der zweiten Auflage von Schwarz-Blau darf sich die Linke diesen Luxus nicht mehr gönnen, wenn sie verhindern will, dass dieses neoliberale und asoziale Regierungsprojekt die Gesellschaft zerstört.“ Diese Worte von Mesut Onay, dem Spitzenkandidaten der ALI (Alternative Liste Innsbruck), bringen es auf den Punkt: Ein breites gesellschaftliches Projekt ist nötig, um eine Alternative zur herrschenden Politik zu entwickeln und wirksam werden zu lassen.

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