Willkommen bei KPÖ Tirol 

Black friday for future 2019

Verkehr u. Umwelt Was nicht alles möglich ist. Eine Touristenflut darf  weiterhin bequem in der Innmetropole per Flieger landen und sich anschließend gratis per Bus und Bahn zum Hotel  befördern lassen und sich sonstwo wie Heuschrecken übers Land ergießen.  Die pro und contra Flughafendiskussion ist wie weggeblasen vom Tisch. Der Föhn hat weniger nachgeholfen, dafür umso mehr die darüber empörten Interessenvertretungen von Wirtschaft und Tourismus. Nun hat auch der Gemeinderat mehrheitlich für den Flughafen Umbau gestimmt. Kein Wort mehr über Gesundheitsbelastung, Fluglärm und die Bedenken der AIA, der Anrainerschutzgemeinschaft. Der neueste Coup der Touristiker: das Gratis- Öffis- Ticket. Gar nicht dumm, aber die Frage stellt sich natürlich: warum nicht für ALLE, die hier leben und wie blöd Steuern und Gebühren berappen? Diese zukunftsorientierte Idee wird bisher von Seiten der Grünen (Grünl- Schwarzl) abgeschmettert mit der schlauen Begründung,  der IVB biete genügend preiswerte Tickets an. Stimmt aber nur partiell. Konkreter Klimaschutz ist, wenn man alles Menschenmögliche jetzt in die Wege leitet, und nicht erst in grauer Zukunft, um das große Desaster noch abzuwenden. Nicht nur aufs Geldbörserl und auf Parteienspezis schauen ist wohl immens schwierig bzw hierzulande gar nicht möglich!  Was ist mit dem Pariser Abkommen? Woanders soll dies gültig sein, bloß vor unsrer Haustür nicht. So denken die meisten Landes- und Stadtfürsten im In- und Ausland.  Kürzlich im Diskussionsforum, das von der Uni Innsbruck initiiert worden war mit dem Titel "Zukunft denken", wurden Fakten diskutiert, die hinlänglich bekannt sein dürften. Einige schöne Ideen wurden formuliert, aber kein(e) Stadt/ LandpolitikerIn war zu sichten. Man hat das Gefühl, dass die Ideen und Bemühungen contra Klimaerwärmung  wie Seifenblasen verpuffen. Am Freitag trafen sich etliche Menschen, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Diese werden wohlwollend von beinahe allen Seiten akklamiert, solange diese nur brav ihre Plakate auf der Straße hochhalten. Und am selben Tag wurden die Geschäfte wegen black friday gestürmt. (In Erinnerung an den schwarzen Freitag 1929?) Wer hat sich bloß diesen hirnlosen Quatsch ausgedacht? Konsum Konsum! Black friday for future geht wohl nicht zusammen. Ein Klimapflästerchen hier, ein Wundverband dort, reicht eben nicht. Dringend müsste der Klimapatient aber  in den OP. Der OP Saal ist leider immer noch besetzt vom falschen System, dem destruktiven Kapitalismus und von vermeintlichen Sachzwängen irgendwelcher Interessenvertreter, die nur an ihren Vorteil und Profit denken. Wie eh und je. Das wird, wenn überhaupt, nur eine Notoperation. Operation gelungen, Patient tot...? 

Sylvia Dürr

Bedingungslos? - Von richtigen Fragen und falschen Antworten

Standpunkte Die Eintragungswoche für ein Volksbegehren zur Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens wirft eine ausgesprochen wichtige Debatte auf. Abgesehen von den konkreten Mängeln des im Volksbegehren propagierten BGE-Modells stellt sich aber die Frage, ob ein BGE die Erwartungen derer, die herbeiwünschen, erfüllt.

Abgesang aufs Raucherstüberl

Standpunkte Die letzte Raucherbastion ist gefallen. Ösis Asterix und Obelix haben trotz zack zack zack Zauberer kapitulieren müssen, umzingelt von lauter Gesundheitsapostel-Ländern. Felix Tschick Austria gibt es nicht mehr. Eigentlich war die Kompromisslösung, -Trennung von Nichtraucher- und Raucherstüberl-, gar nicht so übel. War das schön an der Bar, am Glaserl Weißen nippen mit der Zigarette in der Hand und einem interessanten Gespräch. Man blies dem Nachbarn ein bisserl Rauch ins Gesicht und lächelte dabei. Nun trifft man sich eben vor der Tür wie aussätzige Hunderl. "Du musst draußen bleiben", Regen und Schneegestöber trotzend und frische Co2- Autoabgas- Luft schnappend. Was einen nicht umbringt, macht einen noch härter! Von den grusligen Bildern auf den Verpackungen ganz zu schweigen.
Jeder Mensch weiß ja, dass man mit Rauchen nicht gerade im Gesundbrunnen landet. Aber deshalb zum Kindergartenkind mutieren und sich sagen lassen, was man tun und unterlassen solle? Was für eine Zeit der sich häufenden Verbote! Bitte angurten, sonst piepsts! Als wäre das Großhirn geschrumpft. Als könnte man nicht Rücksicht nehmen. Der Mensch braucht scheinbar sein Gängelband. Von wegen mündig. Man muss uns vor uns selber schützen. Noch älter werden und gesund sterben? Schön wärs! Da haben die Ärzte noch mehr zu tun. Die werden aber leider nicht mehr dank Studienbeschränkung. Die PolitikerInnen haben sicher schon einen tollen Plan im Schubladerl, wie künftige rüstige 123 Jahre -PensionistInnen- Pensionen zu berappen sind. Darauf eine letzte Tschick!
Hick hick.
Und wann kommt das alc- Verbot?

Sylvia Dürr

Schöner Leben in Innsbruck

Kommunal Flughafen, Autos und die Rückeroberung der Straßen in Innsbruck

1. Der Flughafen soll generalsaniert und die Asphaltdecke komplett ab- und neu aufgetragen werden. Nach Aussage vom Flughafen Prokuristen wird in Schichten gearbeitet und die Flughafenpiste nicht vergrößert. Die Anrainerschutzgemeinschaft Innsbruck Airport weist allerdings darauf hin, dass diese Aussage schon 2008/2009 getätigt wurde, und es doch zu einer Pistenvorfeldvergrößerung gekommen war. Abgesehen vom Fluglärm, der nicht nur die unmittelbaren Anrainer nervt, sondern in ganz Innsbruck und weiter hinaus zu hören ist, sollte man bedenken, dass Flugzeuge erhebliche Gesundheitsprobleme produzieren in Form von ultrafeinen Staubteilchen. Es wurden zB Stickoxide, CO2, Schwefeldioxid und Feinstaub gemessen in der Nähe des Frankfurter Flughafens. Nichts Neues. Dass die Messwerte nicht so sind wie an einem Kurort, war klar. Umweltmediziner geben aber nun zu bedenken, dass winzige Partikel, etwa hundertmal kleiner als der "normale" Feinstaub, die in Kraftwerken, Holzöfen, Fahrzeugmotoren und auch in Flugzeugturbinen entstehen, tief in Lunge und ins Gehirn eindringen. (Das merkt man an unsren PolitikerInnen. Mikrofeinstaub macht scheinbar auch deppert!) Über die Auswirkungen dieser Mikroteilchen ist noch wenig bekannt, im Gegensatz zum gröberen Feinstaub, der bekanntlich auch Krebsverursacher ist. Messstellen wegen Fluglärm und Luftqualität gibt es In Innsbruck. (Placebo fürs Volk?) Wie stehts mit der Messung von Mikroteilchen? Und überhaupt stellt sich die Frage, warum es einen Flughafen gibt im engen Inntal?! Im Grunde unnötig wie ein Kropf! Eigentlich nur für Business-und Touri- Menschen, die schnell von A nach B jetten wollen. Die Für und Wider- Airport- Diskussion wurde erfolgreich abgewürgt, was nicht anders zu erwarten war.
2. Tempo 30 in Wohngebieten wurde von einigen Parteien im Gemeinderat abgeschmettert. Sich vorzustellen, dass Kindergartenkinder nicht mehr in gelben Schutzmäntelchen entlang den Straßen gehen könnten, weil keine Autos an ihnen mit Affentempo vorbei brausen, ist hier undenkbar. Andererseits wird Pendeln mit dem Auto immer nerviger. Stundenlanges Sitzen im Stau, und das meist alleine, versteht sich, macht das Autofahren auch nicht gerade lustiger. Umsteigen auf Öffis wären eine gesunde Alternative. Leider ist das nicht gerade billig für Menschen, die nur ab und zu ein Ticket brauchen und nicht fürs ganze Jahr. Gratistickets? Nein danke, meint die neue Vize Bgm Grünl- Schwarzl. Wie eine lebendige Stadt verwirklichen gegen herrschende Betonkopfmentalität? Einige Beispiele aus Wien und anderen Städten zeigen, dass durchaus urbanes Wohnen Spaß machen kann, ohne Autoabgase, ohne Autolärm: Die Rückeroberung der Straße findet in Wien in Form von Parklets statt. BürgerInnen machen ein Konzept, wie ein Stellplatz in einer Straße umgestaltet werden könnte. Erlaubt sind Grünflächen, aber auch Begegnungszonen oder Kunstprojekte. Über 30 öffentlich zugängliche Projekte gibt es bisher. (Die Idee stammt übrigens aus San Francisco, wo Künstler Geld in eine Parkuhr warfen und statt eines Autos dort einen Tag ihre Kunst abstellten.) In der Hamburger Innenstadt wird seit Anfang August tagsüber das Rathausviertel für Autos abgesperrt. Was dort auf den Straßen dann geschah, war bemerkenswert: Die Straßen füllten sich mit Menschen, Ladenbesitzer räumten Tische und Stühle auf ehemalige Parkbuchten, stellten Blumenkübel raus. Tischtennisplatten, Klaviere... Neue Besucher schlenderten über Straßen und genossen offensichtlich die neue Ruhe.
Blech wird durch Leben ersetzt.
Auch Innsbruck könnte sich am EU Projekt CITIES4PEOPLE beteiligen. AnwohnerInnen, Gewerbetreibende und Kommunen sollen gemeinsam entscheiden, wie ihre Straßen aussehen. Aber es werden weiters fröhlich Straßen saniert und ausgebaut. Auf die Gesundheit ist gepfiffen. Auf Mitbestimmung auch. Leider leben wir noch in dem unseligen Jahrhundert der lauten und abgashaltigen Autos und Flugzeuge. Und die Zeitbombe tickt. Aber es geht auch anders!
Fragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern Ihren Genossen oder Ihre Genossin!

Sylvia Dürr

Wahlen in Brandenburg und Sachsen

Standpunkte FPÖ/ AFD: Das sind keine Protestwähler, sondern Überzeugungstäter.

Ach wie schön, dass niemand weiß,
dass ich Glatzkopfstrammstehn heiß.
Ach wie schön, dass alle wissen:
wir werden alle Strache küssen.
Sachsen, Brandenburg und Österreich
3 hoho auf einen Streich.
Shit nochmal. Was kann ich machen.
Über Rechts und alles lachen.
Bin so groß und geh zur Ruh.
Schließe meine Äuglein zu.

Sylvia Dürr, verzweifelt wütend....

Buchbesprechung DIE IBIZA AFFÄRE

Die Ibiza Affäre von Obermaier/Obermayer

Whoah! We are going to Ibiza
Whoah! Back to the island
Whoah! We are gonna have a party
Whoah! In the Mediterranean sea
(Vengaboys, 1990)

Whoah! War das eine Show am 24. Juli 217 in einer Top Villa auf Ibiza mit den Darstellern Strache, Gudenus, seiner Angetrauten, und der vermeintlichen Russenoligarchennichte mit ihrem Vertrauten. Und Wanzen und Kameras.
Eine Falle. Von wem auch immer gestellt, sei dahingestellt...
Die Autoren des Buches, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer (mit beinahe eineiigen Zwillingsnamen) von der Süddeutschen Zeitung, sind investigative Journalisten, die auch die Skandale der PANAMA PAPERS, PARADISE PAPERS und weitere kriminelle Machenschaften aufgedeckt haben.
Das Buch beginnt - nach einem Vorwort von Armin Wolf,- spannend wie ein Krimi. Wie Obermaier/mayer eine Nachricht erhalten, wie sie von einem Treffpunkt zum andren geleitet werden, wie sie ein 15 minütiges Video bekommen, auf dem aber zunächst nicht allzuviel zu erkennen ist. Soll das Strache sein mitsamt seinem Adlatus Gudenus? Die Journalisten sind anfangs misstrauisch. Und der Informant bzw die Informanten machen es seehr spannend.
Diese Spannung zieht sich durchs ganze Buch, aber für meine Begriffe, in denen die beiden Journalisten letztendlich das mehrstündige Video in den Händen halten, prüfen und die Bombe platzen lassen, zu ausschweifend. Von den 268 Seiten hätte man locker 100 zusammen streichen können. Nun denn, der Verlag und die Journalisten wollen auch schwafeln und leben, sonst könnte man kaum 16,50 Euro verlangen.
Zurück zum Inhalt: Ausführlich werden die Aussagen von Strache und Gudenus beschrieben.
Je fortgeschrittener der Abend, desto mehr eine "bsoffene Gschicht"?
Von wegen! Die Pseudo- Oligarchennichte hat viiel Geld zum Investieren und möchte von Strache Vorschläge hören, nachdem die Abhör-Kandidaten leckeres mondänes Zeug gefuttert und begonnen haben, Wodka/Red Bull zu saufen. Strache beginnt mit der Zeitung KRONE. Der Oligarchennichtenlockvogel könnte locker die Hälfte kaufen, noch vor der Wahl im Oktober 2017. Dafür werde er, Strache, sorgen. Und das Blatt auf FPÖ Linie bringen. Die unangenehmen Journalisten raushauen. ZACK ZACK ZACK! Da wäre sie rasch die Chefin, die Nr.1. "Journalisten sind eh die größten Huren auf dem Planeten!", meint Strache, und pafft um die Wette. Man fragt die falsche Oligarchennichte, was sie als Gegenleistung wolle? Man könne evtl. staatliche Aufträge zum "Überpreis" (zu künstlich überhöhten Preisen) an sie vergeben. ZB am Wasser, dem weißen Gold teil haben. Strache meint, eine Struktur sei vorstellbar, "das Wasser zu verkaufen, wo der Staat eine Einnahme hat, und derjenige, der das betreibt, genauso eine Einnahme hat. Des hat Sex!" Und so geht das Gespräch weiter.
Je später der Abend, desto schillernder die Ideen.
STRABAG kommt ins Spiel. Und diverse Partei- Spender ( die später auf Anfrage alles bestreiten). Der Waffenfabrikant Gaston Glock. Kaufhausschnepfenerbin Heidi Horten. René Benko. Novomatic spendet an alle großen Parteien. Auch nicht blöd. Der Trick, die Spenden an den Rechnungshof vorbei zu hieven, ist der, an FPÖ nahe Vereine zu spenden. Da kann man auch Milliönchen spenden und niemand murrt auf. Aha, so geht das. Der Lockvogel will klare Zusagen, aber Strache ziert sich. Plötzlich sieht er ihre dreckigen Fußnägel und Zweifel über die Echtheit der Oligarchennichte kommen auf. Aber Gudenus wiegelt ab. Er hat ja schon Wochen vorher Kontakt aufgenommen. Und alle sind wieder happy.
Je später der Abend, desto ausgelassener die Gäste.
Es geht um Verkauf von Immobilien "in bester Lage und wirklich geil". Und nochmals: Staatsaufträge mit Überpreis... Flughäfen, Autobahnen... Da ist Strache sofort dabei, den Strabag Miteigentümer Haselsteiner auszubooten.

Die Videos werden sorgfältig mithilfe von Sachverständigen überprüft und der Ibiza- Knaller soll noch vor den Europawahlen erscheinen. Auch der Falter und der Spiegel werden eingeweiht. Aber ansonsten besteht größte Geheimhaltung. Plötzlich plappert Satiriker Böhmermann angesichts der Romy Verleihung über Ibiza: Er sei zugekokst, Red Bull betankt und hängt mit paar FPÖ Freunden in einer Oligarchenvilla rum. "Kann sein, dass morgen Österreich brennt!" Sollte die Bombe nach hinten losgehen? Strache und Co müssen riechen, dass der Ibiza Braten stinkt und eine Falle gewesen ist.
Die recherchierenden Journalisten bitten kurz vor der Veröffentlichung Strache und Gudenus um Stellungnahme per Whatsdepp. Wie korrekte Journalisten eben sind. Allerdings haben sie das Gefühl, dass einige PCs gehäckt wurden.
Und Strache meldet sich tatsächlich: es wär nur eine bsoffene Gschicht gwesen im privaten Rahmen.

Der Rest ist Geschichte.

Natürlich können wir den Verwanzern dankbar sein!! Aber auf diese wird nun Jagd gemacht. Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt. Und der Ibiza Skandal ist jetzt schon am Absaufen. Unseriös bleibt unseriös. Wem gehört die Republik? Den fauligen Bananen? Eher Red Bull und blauen Konsorten....

Sylvia Dürr

PS.
Retourkutschen und Halali zum Gegenangriff im Chor der (braunblauen Hickhick) FPÖ: Wir sind die Opfer und nicht die Bösen!
Mit viel aggressiv- polemischem Schaum werden die Menschen hier derzeit Tag für Tag eingeseift. Wenns einen Preis geben würde für die Verdrehung von Tatsachen, dann könnten Strache u. Co locker den ersten Pinocchio- Preis gewinnen. Und die Medien bieten ihnen gehörig viel Raum. Das Volk und die Justiz wollen scheinbar ständig verarscht werden in dieser Bananenrepublik.
Wetten, dass nach der Wahl am 29. September die FPÖ wie Phönix aus der Ibiza Asche entsteigen wird mit zweistelligen Prozentwerten? WETTEN?

Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige in Tirol auf 8. Listenplatz

Wahlen
"Wir können eine andere Politik machen", so die beiden Tiroler Spitzenkandidat*innen Ivo Hajnal und Hany Plattner-Dvorak. "Wir können" ist das Motto des linken Wahlbündnisses Alternativer Listen, KPÖ Plus, Linker und Unabhängiger (Kurzbezeichnung KPÖ). Schwerpunktthemen des Tiroler linken Wahlbündnisses sind soziale Maßnahmen gegen die Klimakrise und das bezahlbare Wohnen.

Grünen fehlt Courage - ein radikales Umdenken ist dringend nötig!

Wahlen Der Wahlkampf für die kommenden Nationalratswahlen nimmt Fahrt auf. Gebi Mair radelt für die Grünen durch ganz Tirol, um die Partei, die bei der letzten Wahl an der Sperrklausel gescheitert ist, wieder ins Parlament zu bringen. Der Klima-Wahlkampf, den die Grünen führen, unterscheidet sich in seiner Oberflächlichkeit allerdings nicht wesentlich von dem von Kurz und Co.

Brennertransitwahnsinn

Verkehr u. Umwelt Die Überschrift des TT Artikels bringts auf den Punkt: Viele Worte, wenig Taten,
- nach dem Berlin-Gipfel. Grün/schwarz/schwarz traf sich zum lustigen Stelldichein mit Berliner Häppchen und viel Blabla.
Und ewig grüßt das Murmeltier: Seit Jahren schon erhöht sich der LKW- und sonstige Verkehr, besonders über die beliebte, billige Brennerroute. Bei den PolitikerInnen, Unternehmern, Frächtern und der Bevölkerung allseits bekannt. Gurgiser, der männliche Tiroler Greta- Verschnitt, und seine wackeren MitstreiterInnen sei Dank, dass diese Problematik auch in Form von (viel zu wenig) Demonstrationen auf der Autobahn medienwirksam aktuell bleibt.
Wenn man derzeit auf einen garantierten Stau Lust hat, der fahre kurz zur Europabrücke hinauf. Spätestens dort reihen sich LKW um LKW. (Und auf der Baustelle malochen geleaste Mannen- bei über 30°, versteht sich.) Der reine Diesel Wahnsinn. Alles noch hübsch subventioniert und super billig. Waren, die mensch eigentlich gar nicht braucht, werden hin und her gekarrt von unterbezahlten Fahrern. Als hätte man diesen Menschen solchen Unfug an Lebenszeit- Verplemperung an der Wiege gesungen. Sie hätten bestimmt Besseres zu tun, aber seit dem Wegfall der Ostblock- Regimes ist es keine Kunst für westliche Unternehmen, diese Menschen als Billigstarbeitskräfte zu ködern. Man fragt sich kopfschüttelnd, was in den Hirnen der für den Transit- Wahnsinn verantwortlichen PolitikerInnen vor sich geht. Hüben wie drüben. "Anreize schaffen" für die Verlagerung von der Straße auf die Schiene, wie der bescheuerte CSU Minister Scheuer (nomen est omen) meint, ist lachhaft. Rigorose Verbote müssen her und das Diesel- Privileg weg! Wenn man bis zum Sanktnimmerleinstag damit wartet und auf jeden Rücksicht nimmt, bloß nicht auf die Bevölkerung, dann gute Nacht Tirol, Bayern, Südtirol und Klima. Auf den Brennerbasistunnel, diesem Milliardengrab, wird im TT Artikel hingewiesen, obwohl Expertenmeinungen von diesem Mammutprojekt abraten, denn einige kleine Tunnels mit zusätzlichen Gleisen an wenigen Stellen wären sinnvoller als eine Riesenröhre. In Deutschland werden derzeit nur 1/5 des Frachtgutes auf Schienen befördert. Das ist -nicht nur beim großen Nachbarn,- ein anachronistischer Schwachsinn. Den gordischen Knoten zerhauen und nicht mehr nur ans Geld und an den Profit gewisser Lobbys denken! Klingt wie im Märchen. Leider leben wir NOCH in jenem System, in dem nicht der Mensch mit seinen Bedürfnissen an erster Stelle steht. Wie lange noch?
MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!

Sylvia Dürr

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Wahlen
Der Unterschriften-Marathon für die Kandidatur bei der Nationalratswahl wurde am 9. Juli gestartet. Der Zieleinlauf muss spätestens am 2. August stattfinden. Zum Erreichen des Ziesl fehlen noch zahlreiche Unterstützungen (in Tirol mindestens 200 und bundesweit 2.600) für die "Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige".