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Zum Weltgesundheitstag 2020

Standpunkte Diesmal fällt der alljährliche Weltgesundheitstag in eine Zeit, in der das Thema "Gesundheit" so breit diskutiert wie selten je zuvor. Während der Corona-Krise rückt die Ausrüstung von Krankenhäusern an Intensivbetten und Beatmungsgeräten, Schutzmasken und Schutzkleidung in den Vordergrund.

Dahoam bleiben

Sozial "Dahoam bleiben" ist in aller Munde. "Dahoam bleiben" heißt es in den sozialen Medien. "Dahoam bleiben" steht auf den Infoscreens der Innsbrucker Verkehrsbetriebe. Die Menschen werden dazu angehalten, zuhause zu bleiben, um die Verbreitung des Krankheitserregers von Covid-19 einzudämmen. Was aber bedeutet das aber für die Menschen, an die der Appell gerichtet ist? Ist es für alle gleich schwer oder gleich einfach diesem Appell Folge zu leisten?

Brave new world?

Standpunkte In unserer Gesellschaft stehen sich Personengruppen mit verschiedenen Interessen gegenüber:

Zur Meinung: Asylwerber würden wegen des Sozialsystems zu uns kommen - seien also Sozialschmarotzer - eine Kritik

Standpunkte Die Entdeckung Afrikas und Amerikas begann im 15. und 16 Jhdt. durch die aufgrund von Handelskapital bereicherten europäischen Länder: Niederlande, Frankreich, England und Spanien. Vor allem durch die Gier auf Edelmetall angetrieben, wurden die eroberten Länder rasch okkupiert, die Bevölkerung entweder ausgerottet oder versklavt.

Schlüsse aus der Corona-Krise

Sozial Die Corona-Pandemie hat tiefgreifende Auswirkungen auf unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. Die Bekämpfung dieser Gesundheitskrise stellt die bisher für unverrückbar gehaltenen Verhältnisse auf den Kopf. Maßnahmen, die noch vor wenigen Monaten als undenkbar galten, bestimmen nun unseren Alltag.

Coronisierte Welt

Standpunkte Der französische Regierungschef Macron redet zu Unrecht von einem Krieg gegen Corona. Kriege sind menschengemacht. Soldaten hauen sich aus verschiedensten Gründen und auf Befehl die Köpfe ein.  Alles vermeidbar, wenn der Mensch klug wäre und sich verweigern würde. Macron führt genug Kriege. Diesmal allerdings bezieht er sich auf die Pandemie, die schlicht und ergreifend  aufgrund unsres globalisierten Wirtschaftssystems entstanden ist. Die Corona- Eindämmung und Stabilisierung der Lage ist das Gebot der Stunde. Und siehe da, plötzlich ist der Flugverkehr fast gänzlich eingestellt worden und nur noch ein Minimum an Autos tummeln sich auf den Straßen. Welch ein Labsal an Ruhe und guter Luft, die wir nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch hat man das Gefühl, dass die Frühlingsluft klarer und sauberer ist. Dieser Ausnahmezustand der Idylle ohne Flugzeugmikrofeinstaub und sonstigem Lärm und Dreck sollte man nicht nur in diesen Tagen, sondern eigentlich immer genießen können, auch außerhalb des Wohnzimmers und jenseits kleiner böser Viecher. Der deutsche Virologe Kekulé von der Berliner Charité meint, dass Ausgangsverbote aus der Sicht von Epidemiologen kein Argument und zudem falsch und kontraproduktiv sind. Man soll unbedingt zwei Meter Abstand halten, und in der frischen Luft steckt man sich nicht so leicht an wie in geschlossenen Räumen, zB im Supermarkt, wenn Drängler hinter einem stehen. Das Spazieren gehen, joggen, Tischtennis spielen etc beugt auch dem Lagerkoller vor. Außerdem verblödet der Mensch durch stundenlanges Glotzen, Datteln und Chatten, und wird durch ständiges Aufeinandersitzen latent aggressiv oder lethargisch. Mehr Scheidungen sollen die Folge sein. Andererseits kann man sich nun ausgiebig mit seinen Kindern beschäftigen. Der meist abwesende Vater ist greifbar. Wie wärs mit dem Spiel: Sich gegenseitig mit Clopapier einwickeln. Wer stellt die schönste Mumie dar?  Oder man holt endlich den halb vergessenen Schmöker mit subtiler Staubschicht hervor, um entspannt zu lesen. (Die Pest von Camus!) Wir haben auch die Zeit und Chance, unser Dasein kritisch zu hinterfragen, und die Mechanismen, die uns im Hamsterlaufrad halten.(Haha, von daher stammt scheinbar das HAMSTERN?!) Wir kommen ohne Ablenkung, aber mit Muße dazu, zu kontemplieren und nachzudenken,- und sollten dies partout nicht nur denjenigen überlassen, die scheinbar über uns stehen und für uns entscheiden, ob das Nachher wie das Vorher aussieht und alles so weitergeht, wie bisher, diese windigen Machthaber an politischen und wirtschaftlichen Schaltstellen. Türkisgrün will ohne mit der Wimper zu zucken, die Wirtschaft mit zig Milliarden stützen, kleine, aber auch die ganz großen Unternehmen, die sich schon die Finger lecken und Schlange stehen, ohne 2 Meter Abstand. Kündigungen und Kurzarbeit sind die Folge. Die betroffenen Menschen könnten jetzt durch Bewusstwerdung das gesellschaftliche, vergesellschaftete Ruder endlich in die Hand nehmen. Nutzen wir diese große Chance zu einer positiven Veränderung. Für unseren Planeten ist unsre Krise eine Wohltat. Hoffen wir, dass wir ohne größere gesundheitliche Blessuren davon kommen. Vielleicht wirds ja an Weihnachten viele Christkindlein geben.
Sylvia Dürr

Wir trauern: Ludwig Mattlschwaiger "Wörgls letzter Kommunist" verstorben

Partei
In Wörgl gibt es wahrscheinlich nur ganz wenige, die "Wörgls letzten Kommunisten" Ludwig Mattlschwaiger (so bezeichnete ihn im Sommer 2015 Vizebürgermeister Taxacher "über die Gassn" nicht kannte. Und "Luggi", wie er meist gerufen wurde, war auch in Wörgl eine Institution, als Lokführer, als GLB-Personalvertreter, als Gewerkschafter, als KPÖ-Kandidat bei diversen Wahlen, als Kaninchenzüchter und Preisrichter, als Fußball-Schiedsrichter,...

Alle Räder stehen still, wenn Corona es so will

Standpunkte Aufgrund des sich rasant ausbreitenden Coronavirus werden etliche Flüge storniert. Das Wirtschaftswachstum stagniert in Europa. Chinas Wirtschaft leidet. Kleidung, technische Geräte, Spielzeug und sonstiger Firlefanz, die ausnahmslos von billigen Arbeitskräften hergestellt werden, überfluten weniger die Weltmärkte. Der Raffineriebetreiber ChemChina und andere Ölverarbeiter haben ihre Produktion gedrosselt. Zinkkonzerne sind betroffen, da sie nicht mehr die Schwefelsäure, die bei der Herstellung anfallen, loswerden. Auch die Stahlproduktion wird heruntergefahren und -o Schreck- die Smartphone- Auslieferung wird sehr wahrscheinlich um 40% einbrechen. Autoleere Straßen in China. Lauter Business-Horrormeldungen, die uns derzeit nicht nur aus China erreichen. Mit dem Turbowachstum ist es derzeit vorbei. Die größte Handymesse mobile world congress in Barcelona wird abgesagt. Der Präsident von Bitcom bedauert dies und bringts auf den Punkt: es geht um Milliardeninvestitionsverluste. Zulieferer in Europa sind betroffen.  Auch die Tourismusbranche klagt: chinesische Globetrotter  bleiben aus, besonders in Wien und Salzburg. Man hört die Börsenwölfe von nah und fern heulen. Das kapitalistische Globalisierungssystem schwächelt und fühlt sich auch schon krank. Einen Tritt in den Allerwertesten und ab ins Nirwana. Leider nur eine Vision...
Milliardenverluste für die hiesige Wirtschaft befürchtet die WKO, und flugs fordert sie Überbrückungskredite. Schnell die private Hand aufhalten, damit aus der öffentlichen der Zaster fließt. 
Die gesundheitliche Gefährdung soll hier mitnichten kleingeredet werden.
Aber das Unglaubliche am Virusdesaster ist das derzeit spürbare Luft holen unseres Planeten. Die Ironie der Corona- Epidemie: Schädlich für Mensch und Kapital, aber gut für die Umwelt. Da kommt klammheimliche Freude auf... 
Gegen Pandemie helfen:
Mundschutz gegen Virus. 
Ohrenschutz gegen Panikmache. 
Hirnschutz gegen Dummheit. 

Sylvia Dürr

Leserbrief an die TT zu Pensionen: Alles paletti?

Sozial Richtigerweise verweist Bernd Maren auf die bevorstehende Altersarmut aufgrund von Teilzeitbeschäftigung. Richtig auch, dass diese Armutswelle weiblich ist. Mit seinem Lösungsansatz, dem Pensionssplitting kann ich wenig anfangen. Werden die Versichertenbeiträge gesplittet, erhöht sich zwar die zu erwartende Pensionshöhe für den weiblichen Familienpartner, reduziert allerdings im gleichen Ausmaß die der männlichen Familienpartner. In Pension ist das für das Familieneinkommen (ausgenommen der etwas geringeren Lohnsteuer) ein Nullsummenspiel und verringert die Altersarmut nicht.

Solidarität mit den Beschäftigten der Sozialwirtschaft

Sozial Unsere Solidarität gehört den streikenden Kolleginnen und Kollegen im Gesundheits-, Sozial-, und Pflegebereich in ihrem Kampf für die Erleichterung ihrer psychisch und physisch belastenden Arbeitsbedingungen. Das Angebot der Arbeitgeber*innen in Höhe von 2,35 Prozent bei gleichzeitigem Verzicht auf die 35-Stunden-Woche ist inakzeptabel.