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Wirbel um kopierte Wählerdaten durch Private

Pressespiegel , Ausgabe Innsbruck, vom 25. August 2006:
Magistrat vergab Auftrag zur Vervielfältigung der Wählerevidenz – KPÖ und SPÖ sehen jetzt Datenschutz in Gefahr. Rund um die Wählerevidenz braut sich in Innsbruck ein handfester Streit zusammen. INNSBRUCK (mami). „Wir verfolgen das. Es wird interessant für die Zukunft sein, ob die Stadt hier den richtigen Weg gegangen ist“, gibt sich Helmut Schwammberger, Leiter der Landeswahlbehörde abwartend. Konkret geht es um die Wählerevidenz zur Nationalratswahl. Die KPÖ wollte in Innsbruck deren Ausfertigung. Ein Recht, das allen wahlwerbenden Gruppen zusteht. Da ihnen aber diese per CD (1000 Euro) zu teuer war, verlangte man die Papierform (36 Euro). Überrascht war man, als das 4000 Seiten starke Konvolut (Name, Adresse, Geburtsdatum) in einem Karton samt Werbebanderole einer privaten Firma kam. Josef Stingl (KPÖ) jedenfalls sieht den Datenschutz in Gefahr, ebenso SP-Gemeinderat Helmut Buchacher: „Die Vervielfältigung dieser sensiblen Daten darf nicht Privaten überlassen werden.“
Schwammberger bestätigt, eine diesbezügliche Beschwerde in der Sitzung der Landeswahlbehörde am Dienstag bekommen zu haben, hält aber fest, dass „das Wählerverzeichnis für jeden Bürger einsehbar ist“.
Magistratsdirektor Franz Hetzenauer beruhigt: „Natürlich wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen.“