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Das fünfte Gymnasium in Innsbruck - eine Illusion!?

Kommunal

Kommentar von Sylvia Dürr

Ein fünftes Gymnasium in Innsbruck ist in Planung, behaupten zuständige Stadt-PolitikerInnen schon seit geraumer Zeit, wie z. B. Christine Oppitz-Plörer von der Bürgermeisterliste „Für Innsbruck“. Allerdings mit dem kleinen Nachsatz, dass dessen Eröffnung nicht vor 2009 über die Bühne gehen wird.

Man rechnet damit, dass die Schülerzahl wegen des Geburtenrückgangs zurückgeht. Vorsorglich sind deswegen schon etliche Lehrer entlassen worden. Nun gibt es inoffizielle Informationen aus dem Landes­schulrat, die in die Richtung gehen, dass es doch KEIN fünftes Gymnasium geben wird!  Dafür soll es in Zukunft möglich sein, die Klassen erst ab 36 (!!!!) Schüler zu teilen. D. h. man mutet den Schülern eine zusätzliche Verschärfung der gymnasialen Situation zu, ausgerechnet im Land Tirol, in dem es sowieso schon die we­nigsten Gymnasien gibt!

Verkehrte (Bildungs-)Welt!

Wo ist die Elterninitiative, die sich massiv für ein weiteres Gymna­sium einsetzt? Warum spart man ausgerechnet IMMER an der Bildung und am schwächsten Glied der Gesell­schaft: dem Kind? Anscheinend sind die zuständigen PolitikerInnen immer noch so kurzsichtig zu glauben, sich immer irgendwie durchwurschteln zu können....

Wie heißt es so schön: "Ein Schritt vor und zwei zurück, das ist Bildungspolitik".

So dringend in der gegenwärtigen Situation ein fünftes Gymnasium in Ibk ist, die Hauptforderung bleibt die Einführung der Gesamtschule für  alle 10 bis 14jährigen, weil – das zeigen die Beispiele anderer EU-Länder – diese auch Kindern aus sozial schwachen Familien bessere Chancen bietet.