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Michael Linser im Interview

Wahlen Der Tiroler KPÖ-Spitzenkandidat des Regionalwahlkreises Oberland, Michael Linser im Interview gegenüber dem Imster Bezirksblatt.

Sind Sie für den Straßenausbau im Oberland/Außerfern (Fernpasstunnel ev. gar eine Autobahn)?

Nein! Ich bin für eine Verlängerung des Urlaubs und weniger stressige Arbeitsbedingungen der Touristen (auch von uns), dann haben sie und wir mehr Zeit und können manche Strecken zu Fuß und mit den auszubauenden öffentlichen Verkehrsmitteln zurück legen.

Die Anzahl der Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache an unseren Volks/Hauptschulen steigt – Wie würden Sie das Problem lösen?

Durch Integration der Eltern in die örtliche Gemeinschaft (z. B. kommunales aktives und passives Wahlrecht, sportliche und kulturelle Wettbewerbe mit vergleichbar subventionierten, aktiven Vereinen, gemeinsamen Kindergärten).

Die Nahversorgung in den kleinen Gemeinden ist zunehmend gefährdet, oder gar nicht mehr vorhanden. Wie kann man diese Entwicklung stoppen? Handels- und Gewerbebetriebe siedeln sich bevorzugt in den großen Zentren an, während die kleinen Orte ausgehungert werden. Auch die Kommunalsteuer fließt damit in die großen Orte, während die Umliegergemeinden zu reinen „Schlafstätten“ verkümmern. Ist das gerecht, oder braucht es eine Umverteilung?

Im heute hier herrschenden Kapitalismus steht nicht der Bedarf der Menschen im Vordergrund sondern Profit. Daher sinkt der Grad der Grundversorgung und Randgemeinden verkümmern zu Schlafstätten, womit auch das Verkehrsaufkommen steigt. Diese kulturell vorherrschenden Bedingungen werden nur dem Leben weniger Gruppen der Gesellschaft gerecht und große Teile der Bevölkerung  werden benachteiligt. Wir fordern Umverteilung als einen Ausdruck die bestehenden Verhältnisse zu hinterfagen und damit neue Sichtweisen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu eröffnen.

Wie stehen Sie zur Sicherheitsabfahrt am Pitztaler Gletscher?

Touristen, die auf den Berg gelockt werden, ohne dessen Gefahren zu kennen, müssen von den Lockern wieder sicher ins Tal gebracht werden. Ob dies bei Ausfall der Bahnen durch Unterbringung in Notunterkünften mit vorgelagerter Notversorgung oder durch laufenden Nachweis entsprechender Schiabfahrtskenntnissen mit entsprechend vorhandener Schiabfahrt geschieht, ist eine Frage der vorhandenen Möglichkeiten, die ich im Detail nicht kenne.

Wie finden Sie die Vorgehensweise der Politiker im Bezug auf die geplante Sicherheitsabfahrt am Pitztaler Gletscher? Wurden die Pitztaler für dumm verkauft?

Ich habe die Vorgehensweise der Politiker nur soweit verfolgt, dass mir keine besonderen Fähigkeiten aufgefallen sind. Jedenfalls dürfen sich die Pitztaler (und auch allen anderen Taler) nicht verkaufen lassen. Wenn, dann dürfen sie sich nur selbst verkaufen.

Sind weitere Kraftwerke für Tirol unbedingt notwendig? Wenn ja, wie wollen Sie die Regionen dazu bringen, einem Kraftwerk zuzustimmen?

Unbedingt (=ohne Bedingungen) ist kein Kraftwerk in Tirol baubar. Ich bin für den ökologisch und ökonomisch langfristig sinnvollen Ausbau der Wasserkraft, bei dem nicht nur die Betroffenen entschädigt werden, sondern auch die Früchte  dieser Maßnahmen allen zu Gute kommen.

Wie sieht ihrer Meinung nach die nächste Regierung aus?

Wenn es nach den herrschenden Medien geht, wird sie üblicherweise zumindest gut ausschauen. Wenn es nach der Zufriedenheit der Wähler geht, wird sie die Sachzwänge, die sie als sachlich richtig anerkennt und nur quantitativ verändern will, als mächtiger als sie darstellen und das schlechte Dastehen mit dem guten Ausschauen aus den herrschenden Medien kompensieren.

Was ist Ihre Meinung zum Ausbau Kaunertaler Gletscher?

Ich bin der Meinung, dass die Gletscher  genug verkehrsmäßig erschlossen sind. Ich bin eher für den Ausbau der Hütten und einer Verbreiterung der Bergführerausbildung.