Willkommen bei KPÖ Tirol 

Müllverbrennung: Nein danke!

Verkehr u. Umwelt Großer Widerspruch kommt aus den Reihen des Gewerkschaftlichen Linksblock Tirol (GLB) zu den Aussagen des SP-Umweltsprecher Helmut Bachmann, dass eine Tiroler Müllverbrennungsanlage eine eigenständige Tiroler Mülllösung verwirklichen würde. "Um danach die Effizienz einer solchen Anlage zu steigern werden größere Mengen an Müll einfach ohne überlegen verbrannt und zur Auslastung der Anlage der Mülltourismus forciert. Der Müllofen in Wels ist ein gutes Beispiel dafür, dass thermische Verbrennung weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll ist", erklärt der stv. GLB-Bundesvorsitzende Josef Stingl dazu. Stingls erste Forderung gilt der gesetzlichen Müllvermeidung seitens der Erzeuger bereits bei der Produktion und Produktionsplanung. "Das Müllproblem darf nicht länger auf den Rücken der VerbraucherInnen gelegt werden. Die momentane Situation, dass die VerbraucherInnen unter Strafandrohung zu einer oft zweifelhaften Mülltrennung veranlasst werden, muss zu Lasten der Produzenten geändert werden. Die Produktion von Gütern ist in erster Linie auf den Abbau von Rohstoffen aufgebaut. Es kommt zu einem enormen Verbrauch fossiler Energieträger und mineralischer Rohstoffe. Dieser durch das quantitativ ausgelegte Wirtschaftsdenken ausgelöste Stoffumsatz führt logischer Weise auch zu immer mehr Abfällen und Schadstoffen."
Sinnvoller erscheint da schon der gesetzlich geregelte Rohstoffeinsatz bei der Produktion, beziehungsweise eine verstärkte Umsetzung der Kreislaufwirtschaft, die bereits bei der Produktion die Variante der Wiederverwendung und Wiederverwertung einplant und somit die Entstehung von Müll und Schadstoffen erheblich reduziert. Solche Produktionsmaßnahmen könnten eine Einsparung bis 50 Prozent bringen. Der Tiroler GLB-Sprecher spricht sich daher strikt gegen die Müllverbrennung aus und fordert ein Abgehen von den belastenden Projekten der Müllverbrennung. "Wir, unsere Gesundheit und unsere Umwelt gehen in Tirol schon heute im Straßenverkehr unter, Mülllverbrennung und der damit verbundene Mülltourismus würde dieses Phänomen noch verstärken - daher vorsorglich schon heute Müllimport aus umliegenden Staaten und Bundesländern zu verbieten. Zur besseren Kontrolle dürfen Müllentsorgungs- und Verwertungsstätten lediglich durch die öffentliche Hand betrieben werden", so Stingl abschließend.