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Kampagne "Keine schmutzigen Geschäfte im Kongo"

Standpunkte Demokratie und Pressefreiheit sind in Gefahr: Der österreichische Großkonzern Treibacher Industrie AG hat den Journalisten und Friedensaktivisten Gerald Oberansmayr wegen eines Artikels im Online-Standard geklagt. Stein des Anstoßes ist ein Bericht über die Verwicklung westlicher Großkonzerne in die illegale Rohstoffausbeutung im Kongo. Dabei wird auch aus einem Gerichtsurteil zitiert, in dem auf die Geschäftskontakte der Treibacher AG mit einem deutschen Geschäftsmann Bezug genommen wird, dem von der UNO schwere Vorwürfe wegen illegaler Rohstoffausbeutung und der damit in Verbindung stehenden Bürgerkriegsfinanzierung gemacht werden. Oberansmayr droht jetzt eine Klagssumme von EUR 240.000,- Die Praxis unliebsame kritische Geister mittels Klagen mundtot zu machen ist heute leider keine Seltenheit und stellt eine Bedrohung für politisch engagierte Menschen dar (siehe bsw. auch http://news.glb.at/news/article.php?story=2006052521162295&query=hobek). Kritische Berichterstattung ist aber für das Funktionieren demokratischer Systeme unabdingbare Voraussetzung. Denn all zu oft erscheinen die großen Medien gleichgeschaltet zu sein und den Interessen und Machenschaften zahlungskräftiger und daher einflussreicher gesellschaftlicher Gruppen unkritisch gegenüber zu stehen.Nur wenn der Zugang zu relevanten Informationen gewährleistet ist, wird es Menschen möglich sich selbst eine kritische Meinung zu bilden. Dies ist eine demokratiepolitische Grundvoraussetzung!

Solidarität darf kein Schlagwort, sondern muss gelebte Realität sein. Unterstützt daher die die Forderung der "Werkstatt Frieden & Solidarität" nach einer parlamentarischen Untersuchung etwaiger Verwicklungen österreichischer Konzerne in eine illegale Rohstoffausbeutung im Kongo (siehe
http://www.werkstatt.or.at/Forum/KongoUntersuchung.php ).

Nähere Informationen auf: www.werkstatt.or.at