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Zeitungsente oder üble Nachrede und Verleumdung oder Progrompropaganda???

Antifa „Verlassen Sie das Bundesland!“ Gleich zweimal wurde Helene Gastl, die Direktorin der Hauptschule Wilten von der Tiroler Tageszeitung auf Seite 2 in der Wochendendausgabe der TT vom 16/17. 12. 2006 so zitiert: einmal in der Schlagzeile und nochmals am Ende des Artikels: „Tun Sie es nicht, die finden sie. Verlassen Sie das Bundesland.“ Die Informantin, deren Name freilich nicht in der Zeitung stand, war die Mutter des 13-jährigen Innsbrucker Prügel-Opfers, das im Zentrum einer aufregenden Tiroler Medienwoche stand. Sie, eine Anwältin, hat diese Worte Frau Gastls an die Tiroler Tageszeitung weitergegeben, die sie – offensichtlich ohne Recheck! - publizierte. Eine Woche später behauptete nun eben diese Direktorin gegenüber der TT in Anwesenheit des Bezirksschulinspektors Ferdinand Treml, „sie habe Annas Eltern nie geraten, das Bundesland zu verlassen.“ Dass Anna weiter in Wilten zur Schule geht, sei "überhaupt kein Problem". BSI Ferdinand Treml wiederum wird zitiert: „Wir haben von den Vorwürfen der Eltern aus den Medien erfahren.“ Da stellt sich die Frage: War die Schlagzeile nun eine klassische Zeitungsente oder eine üble Nachrede oder Verleumdung gegenüber einer verdienten Pädagogin? Wie auch immer: was diese Art der tagelangen unvollständig recherchierten Intensiv-Berichterstattung über die „Prügel-Affäre“ für all die vielen Tiroler türkischer Herkunft bedeutete, die voll integriert hier leben und arbeiten, das ist unschwer vorstellbar! Diese, wie die Interview-Aussagen Westenthalers belegen, offensichtlich politisch gelenkte Skandalisierung wirkt auf mich mit einem kurzen Blick auf das vorige Jahrhundert absolut beängstigend! Die Rufe nach Abschiebung, Aberkennung der Staatsbürgerschaft oder noch schlimmer nach „Deportationen in Viehwägen“ beschmutzten schon die vergangenen Wahlkämpfe, und werden langsam und allmählich zum Alltagssprachgebrauch. Das sollten sie aber nicht! Wehret den Wieder-Anfängen!