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Leserbrief zum Beitrag: Tirols Landesfürst van Staa: "Habe überzogen" und Stadlers allerletzter Kampf NEWS 11/2007

Pressespiegel Entschuldigung würde Größe zeigen
Keine Blauen mehr im Tiroler Landtag, dritte freiheitliche Partei in Tirol bereits Realität!

Dass Tirols amtierender Landeshauptmann sich "verfolgt" fühlt, bloß weil es seit 2000 praktisch ununterbrochen schmutzige Wahlkämpfe gibt, ist sehr interessant. Gerade die ÖVP ist keinesfalls zimperlich beim Austeilen, vor allem auch gegenüber den Grünen. Es sei an die absolut letztklassigste Anti-Rot-Grün-Kampagne im Innsbrucker Gemeinderats-Wahlkampf 2006 erinnert (initiative 06), die so deftig war, dass sich allen voran sogar die offizielle ÖVP davon distanziert hatte. Gerade Van Staa machte traditionell aus seiner intensiven Antipatie gegen alles Rote und Grüne oder gar Kommunistische keinerlei Hehl. Genauso wenig wie die ÖVP an sich - erinnert sei da auch an wenig liebevolle Bezeichnungen wie die "roten Gfrieser", die "Haschtrafiken" und die "grünen Gewaltbereiten". Dass die Opposition im Tiroler Lande nun ebenso begierig seine Sager ausschmückt und "internieren" dann zu "Internierungslagern“ scharfzeichnet, ist irgendwie verständlich. Freilich, daraufhin nun so tief zu gehen und sogar die Familie des Grünen Chefs auf ein bloßes Gerücht hin in aller Öffentlichkeit vor laufenden Fernsehkameras anzupatzen und dann nicht einmal die menschliche Größe zu haben, sich dafür zu entschuldigen, das dürfte ein grober Fehler gewesen sein.

Und zur Infografik: im Tiroler Landtag (Innsbruck hat nur einen Gemeinderat!) sitzen seit dem Vorjahr gar keine blauen Abgeordneten mehr: Erich Rappold und Wilfried Tilg sind zwar 2003 als Freiheitliche zur Wahl angetreten. Nach der Parteispaltung der FPÖ konnten sie sich aber anscheinend weder für die FPÖ-Neu noch für das BZÖ entscheiden und Wilfried Tilg gründeten 2006 eine eigene Partei: die Freie Partei Tirol (FPT), wie dieser Link zum Landtagsklub der Freien bestätigt: http://www.tirol.gv.at/landtag/fpoe/

In Tirol ist also die Dreiteilung der FPÖ bereits Realtität, die sich nun auf Bundesebene anscheinend laut dem Beitrag "Stadlers allerletzter Kampf" anzukündigen scheint. Es wäre für Österreich SEHR wünschenswert, wenn die Politiker einiger Parteien einfach sinnvolle Politik machen würden, wofür sie eigentlich mit unseren Steuergeldern bezahlt werden, anstatt ihre Energie mit Herumzustreiten zu vergeuden.

Monika Himsl, 6414 Mieming