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ÖVP/SPÖ-Scheingefechte um Politiker an Schulen

Kommunal Interessant welches Schein-"Hick-Hack um Politiker in Schulen" derzeit im Bezirk Imst rund um die bevorstehende Wahlaltersenkung ausgebrochen ist. Die JVP bietet einen Politikerpool für Schul-Besuche an, als ob sie das wirklich nötig hätte. Der stv. SP-Bezirksobmann Josef Berwög meint via Medien dazu: "In der Schule hat Politik nichts verloren." ÖVP-Bezirksobmann BM Jakob Wolf entgegnet "diplomatisch": "Es braucht hier eine neue Ehrlichkeit."
, neue Ehrlichkeit klingt gut! Dann sagen wir gleich einmal ehrlich wie es ist:
Allein in der Lehrerschaft der Tiroler Schulen findet man jede Menge aktiver Politiker: Lehrer sind Gemeinderäte, Gemeindevorstände und Bürgermeister. In der Gemeinde Mieming z.B. war der ehemalige Hauptschuldirektor Wendelin Krabacher, 12 Jahre lang Gemeinderat und der Listenführer der "Liste für ein lebenswertes Mieming", der auch heute noch die Volksschullehrerin Regina Westreicher angehört. Der Hauptschullehrer i.R. und FPÖ-Listenführer Martin Schmid war 12 Jahre Gemeinderat, sechs Jahre davon auch Kulturreferent. Auf der Wahlwerbeliste zur Gemeinderatwahl 2004 von Bürgermeister Gapp waren die zwei amtierenden Volkschuldirektoren Veronika Fritz und Hans-Christian Ringer sowie der der Ex-Volksschuldirektor Helmut Neuner zu finden. Dass Lehrer durchaus auch zugleich auch Bürgermeister sein können, beweist der Haiminger Bürgermeister Josef Leitner, der an der Silzer Hauptschule unterrichtet. Sie alle haben in der Schule nichts verloren???

Fast in jeder Schule hängen lebensgroße Porträts des amtierenden Bundespräsidenten, Landeshauptmanns und Bürgermeisters. Sie alle habe dort nichts verloren???

Und selbstverständlich sind Bürgermeister und Gemeinderäte, Landtags- und Nationalratsabgeordnete stets sehr gern gesehene Gäste bei (Benefiz)Veranstaltungen in Schulen. Sie alle haben dort nichts verloren???

Dass Jugendliche indessen sehr wohl politikinteressiert sind - und auch in der Lage sind, selbst Politiker ALLER Farben in ihre Schulen einzuladen und ihre Angebote zu vergleichen - bewies sehr anschaulich die Podiumsdiskussion anlässlich der Nationalraswahlen am 18. September 2006 in der HAK-Imst. Sie war hervorragend organisiert, Vertreter ALLER kandidierenden Parteien waren eingeladen, die Diskussion mit den SchülerInnen war sehr rege und die Medien berichteten ausgeglichen. Das rührige Projektteam hat auch eine Testwahl unter den anwesenden Schülern durchgeführt. Es bleibt nur zu wünschen, dass derartige Veranstaltungen in Tirols Schulen künftig öfter und nicht nur in Wahlkampfzeiten veranstaltet würden, besonders zu jugendrelevanten Themen wie etwa den Studiengebühren, den Kürzungen im Schulbereich oder dem Mangel an Ausbildungsplätzen.



Monika Himsl
Krebsbach 375
6414 Mieming


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