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Leserbrief - Betr. "Mit ein wenig Rum geht alles leichter", Reisebericht vom 29.02. von Irene

Pressespiegel Es gehört heutzutage anscheinend zum guten Ton, bzw. zur überheblichen und besserwisserischen Vorgehensweise der Europäer, ideologische Seitenhiebe zu verteilen und den Finger in vermeintliche kubanische Wunden zu legen, wie im vorliegenden Reisebericht. Kuba ist, zu allem Ärger seiner Widersacher, immer noch kommunistisch. Kaum einer leugnet, dass es Engpässe in der Versorgung der Konsumgüter seit 1990 gab und teilweise heute noch gibt, aber aufgrund ihrer politischen Vorurteile sehen immer noch zuwenig Menschen die unglaublichen Fortschritte und Leistungen in der kubanischen Gesellschaft wie kostenloses, hochentwickeltes Gesundheits-, und ein vorbildliches Schulsystem mit Klassenstärken unter 25 Schülern. (Statistisch nachgewiesen, dass es in Kuba weniger Analphabeten als in Österreich gibt.) Ihre Reisereporterin sollte, wenn sie schon die ideologische Keule schwingt, besser hinter die Kulissen schauen, oder am besten nächstes Mal auf einer anderen karibischen Insel urlauben, wie zB. Jamaika oder Haiti, wo es Todesschwadronen, Folterungen, Frauen- und Kinderprostitution, Analphabetentum, und Armut ohne Ende gibt, außer in den gut abgeschotteteten Touristenpalästen. Dort ist man allerdings auch nicht vor Diebstahl sicher. Aber Hauptsache, Uncle Sam und good old Europe befinden sich - in ihrer Unterstützung bzw ihrem Boykott-, auf der richtigen Seite. Mag. Sylvia Dürr