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Tirol braucht Druck von Links

Wahlen Jugendliste der KPÖ/KJÖ: Landesweite Kandidatur gesichert - SpitzenkandidatInnen fix - Umverteilung von REICH zu ARM dringend notwendig
„Hannes, Hannes ein Sprichwort lautet, den Bären nicht das Fell abzuziehen, bevor er noch erlegt ist“, kommentiert Josef Stingl (KPÖ) die vorm Sonderparteitag geäußerten Packlerei-Landeshauptmanns-Gelüste Hannes Gschwentners. Denn der Wahlausgang ist offen, am bürgerlichen, am rechten Rand, versuchen neben der ÖVP und Dinkhauser noch fünf Parteien die Unterschriften für die Kandidatur zu Stande bringen. Das erfordert bei der Landtagswahl „Druck von Links“. „Von Gschwentners SPÖ ist das nicht zu erwarten. Die Politik der SozialdemokratInnen – landes-, bundes-, und EU-weit – unterscheidet sich von den der Konservativen, also der ÖVP nur mehr in Nuancen. Bei der Asylpolitik versuchen manche SPler sogar noch die FPÖ rechts zu überholen“, geht Stingl mit der SPÖ scharf zu Gericht.

"Als erfreulich" bezeichnet Stingl, dass die KPÖ - gemeinsam mit der KJÖ - bei der Landtagswahl nach Jahrzehnten wieder in ganz Tirol auf dem Stimmzettel zu finden ist. „Diese Woche wurden die letzten Unterstützungsunterschriften in Landeck gesammelt. Wir haben in allen Bezirken genügend gesammelt.“

Spitzenkandidat auf der Landesliste ist der Schlosserlehrling Julian Nothdurfter. Auf dem zweiten Listenplatz befindet sich die 26-jährige Migrantin Hediye Dikme und auf Platz 3 ist der erst 18-jährige Schüler Lukas Haslwanter zu finden.

"Tirol ist nicht arm, der Tourismus hat Reichtum gebracht. Das Problem ist aber, nur wenige profitieren von diesem Reichtum. Eine Tatsache ist, dass die fünf reichsten Tiroler Familien (Swarovski, Reisch von der Spar, Michael und Fritz Egger, Michael Schwarzkopf - Plansee-Werke, Eduard Fröschl) soviel Geld zur Verfügung haben, wie die Hälfte aller Tiroler Berufstätigen zusammen. Eine andere Tatsache ist, dass die ökonomische Basis für ein Drittel aller TirolerInnen eng bemessen ist, und sich viele bereits bei Bekleidung, Heizen, Essen oder einen jährlichen Urlaub einschränken müssen oder gar nicht mehr leisten können. Und eine traurige Tatsache ist, dass 95 000 TirolerInnen (vor allem Frauen und Kinder), - immerhin 14 Prozent der Gesamtbevölkerung, - von Armut betroffen sind. Zusammengefasst heißt das: Wir leben in einer Zweidrittelgesellschaft. Die Löhne sinken real, die Lebenshaltungskosten steigen überdurchschnittlich. Die Zahl der Armutsbetroffenen wird auch in Zukunft weiter steigen. Wenn nicht gegengelenkt wird, steuern wir einem „sozialen Konkurs“ zu. „Sozialpläne“ sollten dazu dienen, den Beschäftigen insolventer Betriebe zu helfen. Unser „Sozialplan für Tirol“ ist eine politische Alternative zum Kurs der Tiroler Landesregierung. Es richtet sich nach den Interessen der arbeitenden Bevölkerung und soll mit solidarischer Umverteilung von REICH zu ARM einen Ausgleich zum derzeit ungerecht verteilten Reichtum bringen", zitieren sie aus ihrem Wahlprogramm. Zu finden unter: http://tirol.kpoe.at

Die SpitzenkandidatInnen der einzelnen Bezirkslisten:

1 Innsbruck-Stadt, Josef Stingl, Koch
2 Innsbruck Land, Hediye Dikme, Einzelhandelskauffrau
3 Imst, Rosmarie Thüminger, Kinderbuchautorin
4 Kitzbühel, G. K., Buchhalterin
5 Kufstein, Hildegard Waldhart, Pensionistin
6 Landeck, Julian Nothdurfter, Metallbautechniker-Lehrling
7 Lienz, Lukas Haslwanter, Schüler
8 Reutte, Stefan Demelius,
9 Schwaz, Roland Steixner, Student