Willkommen bei KPÖ Tirol 

Erhöhung des Heizkostenzuschuss positiv, aber nicht das Non plus ultra

Sozial Stingl: "In vielen Wohnungen wird die Heizung trotz Landeszuschuss kalt bleiben"
„Herr Landesrat sie verkennen die Realität“, meldet sich der Tiroler KPÖ-Spitzenkandidat Josef Stingl in Richtung Soziallandesrat Gerhard Reheis. „Es ist zwar positiv, dass der Heizkostenzuschuss auf 200 Euro erhöht wurde, aber nicht das Non plus ultra. Ich lade schon heute Herrn Reheis zu einer `Klingeltour` an einem Wintertag ein. Ich empfehle ihm sich warm anzuziehen, denn in vielen Wohnungen wird die Heizung trotz Landeszuschuss kalt sein.“ Die österreichische Armutskonferenz schlägt diesbezüglich ebenfalls Alarm. Sie verweist darauf, dass die Heiz- und Wohnkosten bei Haushalten mit weniger als 900 Euro Einkommen bereits 36 Prozent des Monatsbudgets ausmachen.“ „In Tirol liegt dieser Anteil meist noch höher, da in unserem Land die Mietpreise eine der höchsten Österreichs sind“, so Josef Stingl. „Tipps wie Energiesparen durch moderne Heizsysteme, Wärmedämmung, neue Fenster etc. gehen ins Leere – denn, wer sich nicht mal mehr die Heizkosten leisten kann, hat auch keinen Euro für Neuinvestition zur Verfügung.“

KPÖ: Abhilfe durch eine Energiegrundsicherung

Das zentrale Ziel dieser Energiegrundsicherung besteht darin, dass keinem Menschen im viertreichsten Land der EU der Strom oder die Heizung abgedreht wird, und er/sie damit Finsternis und Kälte ausgesetzt ist.

Das Konzept der KPÖ sieht vor, dass jedem Haushalt ein kostenloser Grundbezug an Energie (Strom und Heizung) zur Verfügung gestellt wird. Damit wäre sicher gestellt, dass auch der Energieverbrauch der für grundlegende Wohn- und Lebensbedürfnisse notwendigen Geräte wie etwa Kühlschrank, E- oder Gasherd, Waschmaschine, Fernseher, Beleuchtungskörper sowie für die Heizung als kostenloses Kontingent gewährt wird. Die Finanzierung der Energiegrundsicherung soll über die teilweise Abschöpfung der Profite der Energieunternehmen sowie über eine gerechte Steuerpolitik erfolgen. Ein solches Konzept orientiert aber auch gegen Verschwendung, indem die über den Grundbedarf hinausgehenden Kosten des Energieverbrauchs dafür progressiv gestaltet werden.

Großbritannien hat als einer der ersten Staaten weltweit eine nationale Strategie zur Linderung von „Fuel Poverty“, Energiearmut, konzeptionell entwickelt. Energiearmut wird grundsätzlich definiert als „Schwierigkeit eines Haushalts, aus finanziellen Gründen eine Raumtemperatur von 21 Grad“ zu erreichen. Die „Fuel Poverty“ – Strategie ist in Großbritannien stark mit Sozialpolitik verknüpft: Sie orientiert darauf, bis zum Jahr 2010 die Energiearmut vor allem in „verletzlichen Haushalten“, also solchen, in denen Kinder, ältere oder kranke Menschen wohnen, zu eliminieren.

Mehr dazu unter: www.energiegrundsicherung.at