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Leserbrief an die TT

Frieden 2008 mehr Kriege als im Jahr zuvor
Seit dem Auseinanderfallen der Sowjetunion und des Ostblocks könnte man meinen, die Welt sei friedlicher geworden. Weit gefehlt. Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Kriege auf der Welt werden angezettelt. Heuer sind es neun, drei mehr als im letzten Jahr. Seit Jahrtausenden schlagen sich die Menschen gegenseitig die Köpfe ein. Die Gründe und die Täter variieren zwar je nach Zeitalter, doch sind Machtkalküle, die Gier nach Ressourcen etc, das Aggressionspotential scheinbar dieselben geblieben. Dies gehört wohl zur Grundausstattung des Menschen. Relativ neu dagegen sind ultramoderne Labors, in denen Wissenschafter bestens ausgeklügelte zielgenaue Waffensysteme für einen Haufen Geld entwickeln, über die Otto Durchschnittsbürger nur erstaunt seine Äuglein reiben kann.

Bis vor 18 Jahren hatte man noch gute Gründe, die sogenannte Rüstungsspirale glaubhaft zu machen. Die rote Gefahr, bläute man uns propagandistisch ein, sei eine massive Bedrohung. Und wie will man uns heute die vielen Kriege begründen, an denen der reiche Westen mehr oder weniger beteiligt ist und oft gut verdient? Wenn man die wahnwitzige Zunahme von Konflikten in Betracht zieht, wirkt die Schuhattacke eines irakischen Journalisten auf G. Bush eher harmlos. Überhaupt nicht gerechtfertigt ist dagegen die anschließende Misshandlung eben dieses Menschen. Angesichts der 60 Jahre Menschenrechte einmal mehr blanker Hohn.
Mag. Sylvia Dürr