Willkommen bei KPÖ Tirol 

Von der EURO 08 zur STEURO 09

Standpunkte Ein Gewinn für die Alpenregion, eine Million Nächtigungen, neue Arbeitsplätze, eine erhöhte Wertschöpfung, ein höheres Steueraufkommen und ein unbezahlbarer Werbeeffekt waren einige Schlagworte mit denen uns im Vorfeld, die Fußball-EM schmackhaft gemacht wurde. Gemeinsam sehen wir auf ein "Fußball-Sommermärchen" im Zuge der Fußballeuropameisterschaft 2008 zurück. Innsbruck feierte ein spannendes aber friedliches Fußballfest. Die Stimmung war unbeschreiblich und die Euphorie ansteckend hoch!“ wirbt die Tirol Werbung GmbH nach der EURO 08 auf ihrer Homepage http://www.tirol08.at.

Für die Abwicklung der Fußball-EM in Innsbruck wurde ein eigener Verein gegründet: Vizebürgermeister Christoph Platzgummer, Olympiaworld-Chef Michael Bielowski und der ehemalige Wirtschaftslandesrat Hannes Bodner bildeten die Sturmspitze der Mannschaft. „Trainiert und gekickt“ wurde gemeinsam mit Bielovskis Olympiaworld-Team.

Harmonierten die Akteure, sah`s bei den Budgets etwas anders aus: Bereits bei den Sicherheitskosten haben sich die EURO-Manager verspekuliert. 350.000 Euro mussten nachgeschossen werden – mit einer zachischen Notrechtsverordnung der Stadt Innsbruck. Dieser Tage erfuhren wir dass dies noch immer nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Städtisches Kontrollamt und Landesrechnungshof entdeckten, dass die rund 7-Millionen-Budgets von Olympiaworld und EURO-Verein nicht ident waren. Es gibt eine Differenz von „bloß“ 301.000 Euro plus fehlenden 350.000 Euros zur „Leistungsabgeltung an die Olympiaworld“. Geld hat der Verein aber keines mehr, die letzten Euros waren zur Begleichung der Erfolgsprämien an die „Chefstürmer“ notwendig. Einige der Herren wurden noch mit der Leitung der Winterjugendspiele 2012 belohnt.

Konsequenzen für die Misswirtschaft gibt’s abgesehen vom Rücktritt Platzgnummers keine. Als gelernte ÖsterreichInnen wissen wir, dass auch nicht bei der Bezahlung der fehlenden dreiviertel Million herangezogen wird – nicht aus den Taschen der verantwortlichen „Supermacher“ - uns Innsbrucker SteuerzahlerInnen wird das Mehrkostenbummerl aufgebürdet werden.

Angesichts dieser budgetierten 7 Millionen Euro und der nichtbudgetierten Verlustsumme von insgesamt einer Million Euro hören sich die fehlenden 100.000 Euro für den Erhalt Wacker-Frauentruppe eigentlich nur wie eine Zahlung aus der Portokasse an.

Aber wie heißt`s auf der Homepage der Tirol Werbung GmbH:

Also dann:

Bis zum nächsten Mal!
Hasta la próxima vez!
Tyvärr ingen träff!
До новой встречи!

Josef Stingl