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Was will die p.m.k?

Antifa KPÖ-Stellungsnahme zum Grauzone-Ausschluss aus dem p.m.k.
Seit kurzem ist klar, dass die Grauzone aus der p.m.k ausgeschlossen werden soll. Wir können diesen Schritt der p.m.k-Führung nicht nachvollziehen. Es ist uns unverständlich, warum hier in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den regionalen Medien, die die p.m.k. als Feindbild und als Sündenbock für die Gewalt in den Bögen auserkoren haben, der Versuch gemacht wird, sich an eben diese Medien anzubiedern.

Die Argumentation der Führung für den Ausschluss der Grauzone ist grob gesagt folgende: Die Grauzone provoziere durch ihr politisches Handeln die Gewalt der rechten Szene, sodass die anderen Vereine des p.m.k dadurch gefährdet würden. Wird bei einer solchen Schuldumkehrung nicht komplett übersehen, dass sich die rechte Szene gar nicht erst provoziert werden muss, dass sie nur einen Vorwand für ihre Gewaltausübung sucht? Oder ist etwa eine Frau, die sich nicht von Kopf bis Fuß verschleiert, selbst schuld, wenn sie vergewaltigt wird? Waren Juden, Sinti, Roma, Schwule, Lesben (oft als „Asoziale“ inhaftiert) auch selbst schuld, weil sie die Nazis durch ihre bloße Existenz „provoziert“ haben?

Ist etwa die Existenz von Gedenkstätten auch schon „Provokation“ genug, um die wiederholt auftretenden Schändungen zu rechtfertigen.

Freilich – sich mit Rechtsextremen zu prügeln, darf kein Selbstzweck sein. Das sieht auch die Grauzone so. Man kann aber niemandem verbieten, sich gegen rechte Gewalt zu wehren. Notwehr und Nothilfe sind auch gesetzlich zu Recht legitim. Die p.m.k wird sich die Frage stellen müssen, ob sie eine Plattform sein will, die ihren Mitgliedern verbietet, sich politisch zu engagieren, oder ob sie sich mit denjenigen, die wertvolle Beiträge für diese Kulturplattform leisten, solidarisch erklärt, ohne dabei die Anschauungen der Grauzone übernehmen zu müssen.

Dass die bürgerlich-konservative veröffentlichte Meinung Vereine wie die Grauzone aus Innsbruck verbannen würde, sollte soweit schon klar sein, aber muss sich ausgerechnet die p.m.k-Führung als Erfüllungsgehilfin dieses Mainstreams fungieren muss?