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Burschenschafter schlagen - Schlagen wir zurück!

Antifa von Josef Stingl
"Vom 19. bis 21. Juni rauft sich ein elitärer Haufen schlagender Burschenschafter zu einem Kommers in Innsbruck zusammen, sie rechnen mit 1000 TeilnehmerInnen. Das Motto „200 Jahre Tiroler Freiheitskampf“ nutzen sie um den Kampf der Tiroler Bauern gegen französische Truppen und die Aufklärung, den Südtirolterrorismus der 1950er und 60er Jahre und die „deutsche Kulturnation“ zu heroisieren.

Als Veranstalter dieses illusteren Rechtsfestivals fungieren die Innsbrucker Burschenschaften Brixia und Suevia. Die Suevia beispielsweise ehrt auf ihrem Denkmal Hermann Lausegger, einen NS-Mörder und aktiv Beteiligten am Novemberpogrom 1938 in Innsbruck. Auf der Homepage der Suevia wird von der "Niederlage im Jahre 1945" und der "Siegerwillkür der Alliierten" gesprochen. Die 1900 wegen Antisemitismus verbotene Brixia wiederum wurde 1952  als "Lebensbund deutschstämmiger Akademiker" reaktiviert. Die Brixia stellte zu Beginn der 60-er Jahre gemeinsam mit der Wiener Olympia das organisatorische Zentrum der zweiten, nun mehrheitlich rechtsextremistisch motivierten Terrorwelle in Südtirol dar. Die Bozener Staatsanwaltschaft vermutete auch hinter der Südtirol-Terrorwelle der 80-er Jahre ("Ein Tirol") namhafte "Brixen". Gemeinsam sind beide Burschenschafter oft unterwegs: Im November 1961 schändete ein Brixe gemeinsam mit einem weiteren Burschenschafter (Suevia) den jüdischen Friedhof in Innsbruck.

Nicht zu vergessen, wenn die deutschnationale, rechtsextreme Schlagende feiern darf einer natürlich nicht fehlen – der dritte Nationalratspräsident Martin Graf. Der prominente FPÖler ist selbst Mitglied in der rechtsextremen Wiener Burschenschaft , Olympia zeichnet für den Ehrenschutz für die braune Kloake und wird auch die  Festansprache dazukotzen.

Widerstand regt sich - "die Buden der Burschis mal aus nächster Nähe anzusehen", wollten sich in Wien daher einige Links-AktivistInnen. Sie wurden "schlagend"  von vermummten Burschenschafter mit  Farbbeuteln und Eiern empfangen. Einer der Vermummten wurde als Sebastian Ploner erkannt. Jener Ploner der beim Dritten Nationalratspräsidenten Graf ein Beschäftigungsverhältnis hat, jener Ploner der wie Graf Mitglied der rechtsrechten Burschenschaft Olympia ist und jener Ploner der sich über den deutschen Neonazi-Versand "Aufruhr" einkleidet.

Burschenschafter schlagen eben, schlagen wir zurück! Zeigen wir breit und öffentlich was wir von rechtsextremen Sumpf halten: Nämlich gar nichts, außer, dass er ein Verbrechen ist. Möglichkeiten dazu gibt`s viele: Zum Beispiel die Teilnahme an der Anti-Kommersdemo gegen Rechtsextremismus oder am Antifa-Aktionswochenende gegen den Kommers der deutsch-nationalen Burschenschaften!