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KPÖ: "Wer die Kruzifixe in Klassenzimmern ablehnt, will noch lange nicht die Kirche niederbrennen!"

Pressespiegel Die Koalition zum Erhalt der Kruzifixe ist breit. Sie reicht von Strache bis Faymann und vom Dalai Lama bis zum Völkerrechtler Karl Zemanek. Dieser meinte am 22.11.2009 gegenüber „Die Presse“: „Die Vorstellung, man kann Religionsfreiheit auch verstehen als Abwesenheit von Religion, halte ich für absurd. Sie können ja nicht die Kirchen und Moscheen niederbrennen.“

"So absurd, wie Zemanek behauptet, ist die Ablehnung von Kruzifixen in Klassenzimmern nicht. Denn, wer das Kreuz in Klassenzimmern ablehnt, will nicht gleich die Kirche niederbrennen“, erklärte dazu das Tiroler KPÖ-Bundesvorstandsmitglied Roland Steixner. „Die Kreuze auf dem Kirchturm und auch die Halbmonde auf den Moscheen sind mir egal. Sie weisen diese Gebäude nur als christliche bzw. islamische aus. Ich muss ja nicht hineingehen, wenn ich mich nicht mit den religiösen Symbolen umgeben will. Anders verhält es sich mit christlichen Symbolen in Räumen wie Schulen und Ämtern.“

Interessanterweise seien laut Steixner genau diejenigen, die das Kruzifix in den Schulen so vehement verteidigen, die ersten, die ihre Freiheit bedroht sehen, wenn in Klassenzimmern beispielsweise kommunistische Symbole hängen würden: „Dabei hätten sie sogar recht, denn politische Symbole haben genauso wenig in Klassenzimmern verloren wie Kruzifixe!“

„Niemand darf dazu gezwungen werden, sich in Räumen mit religiösen Symbolen aufzuhalten zu müssen. Das heißt aber nicht, dass es keine religiösen Gebäude geben darf, und auch nicht, dass sie nicht als solche erkennbar sein dürfen. Es gibt also eine klare Trennlinie, die für den EGMR bei seiner Urteilsfindung wesentlich war, die allerdings politische GegnerInnen dieser Entscheidung nicht sehen wollen“, meint Roland Steixner abschließend.