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Prekäre Pflege(platz)situation!

Sozial “Sie sind auf der Suche nach einem freien Heimplatz in Tirol? Sie können herausfinden, in welchem der über 80 Wohn- und Pflegeheime in Tirol derzeit ein freier Platz (gestaffelt nach Kurzzeit- Übergangs- und Langzeitpflege) angeboten werden kann“, bewirbt die Plattform aller Tiroler Wohn- und Pflegeheime - ARGE Tiroler Altenheime ihre begrüßenswerte Homepage www.heimplaetze.at. Beim meinem heutigen Versuch auf besagter Homepage einen Pflegeplatz ausfindig zu machen, musste ich feststellen, dass weder für die Kurzzeit- noch für Langzeitpflege auch nur ein einziger Pflegeplatz in ganz Tirol zu finden ist.

„Gute Einrichtung, einziges Hindernis, Pflegeplätze sind in Tirol rar“, so der landespolitische Sprecher der KPÖ-Tirol, Josef Stingl. Beim seinem heutigen Versuch auf besagter Homepage einen Pflegeplatz ausfindig zu machen, musste er feststellen, dass weder für die Kurzzeit- noch für Langzeitpflege auch nur ein einziger Pflegplatz in ganz Tirol zu finden ist.

Eine Situation übrigens, die den Obmannstellvertreter der Arge Tiroler Altenheime Robert Kaufmann in TT aufschreien lässt. Nur neue Heime zu bauen, sei nicht genug, es brauche auch Strukturen mit Tagespflegeplätzen. Der Negativkreislauf des Pflegenotstandes schließe sich dann bei der Personalfrage, da in erster Linie Pflegepersonal für die Krankenhäuser ausgebildet würde.

Bereits Anfang Oktober meldeten sich zum Pflege(platz)notstand die „Landes(finanzierungs)kaiser“ zu Wort: „Bis Ende 2008 mussten Kinder bis zu elf Prozent ihres Einkommens für die Finanzierung der Heimkosten ihrer Eltern bezahlen.“ Seit dem Wegfall des Angehörigenregresses sei eben der Bedarf an Pflegeplätzen gestiegen und die Pflegekosten fürs Land um ein Drittel mehr, als deshalb ursprünglich berechnet, gestiegen. Gleichzeitig „belasten“ die Demenzkranken das Landesbudget, da sie beim Pflegegeld höher eingestuft wurden.

„`Der Kaisers neue Kleider´: Die Wiedereinführung des Angehörigenregresses, damit sich viele – wegen der Kostenbelastung ihrer Kinder und auch der Scham auf die Angehörigen finanziell angewiesen zu sein – wieder die notwendige Pflege `nicht leisten trauen´? Da kann ich nur mehr sagen: Vor den Vorhang Herr Landeshauptmann, vor den Vorhang Herr Soziallandesrat, Gratulation der ÖVP und SPÖ für ihr soziales Verständnis!“ meint der KPÖ-Sprecher Josef Stingl zynisch.