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Für SPÖ "Wehret den Anfängen" noch gültig?

Antifa KPÖ verweist auf NS-Vergangenheit Obenfeldners
„Die Not und das Elend und der Wille meiner Eltern daraus herauszukommen, haben mich schon in meiner Jugendzeit in die sozialistische Ideenwelt eingeführt“, beginnt die SPÖ-Presseaussendung zum kürzlich im Kyrene-Verlag erschienen Biographie Ferdinand Obenfeldners. Bei der Buchpräsentation, würdigte der Mitautor des Buches „Ferdinand Obenfeldner – Tiroler und Sozialist“ Obenfeldner als demokratischen Sozialisten, der in der Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse eine Verbesserung der Lebensqualitäten der Menschen sah.

„Verwundert“ zeigt sich der landespolitische Sprecher der KPÖ-Tirol, Josef Stingl, darüber, dass sich gerade der Vorsitzende des „Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer Tirol“, Helmut Muigg, maßgeblich (siehe Foto) bei der Ehrung des ehemaligen SP-Vizebürgermeister Obenfeldner beteiligte. „Ist doch Obenfeldners Vergangenheit zwischen 1938 und 1945 weder mit Widerstands- noch mit Freiheitskampf verbunden“, so der Tiroler KPÖ-Sprecher.

Zur Untermauerung der Behauptung legt Josef Stingl zwei Textpassagen vor:

„(...) Ferdinand Obenfeldner war seit Mai 1938 Gestapobeamter und als solcher an der Verhaftung des schwer verletzten Richard Schwarz und seines 16jährigen Sohnes Viktor in der Falkstrasse beteiligt. Aufgewachsen in Innsbruck, (..) wurde 1934 Mitglied der "Revolutionären Sozialisten". 1939 wird er Mitglied der NSDAP und später der SS, (...). Nach der Kriegsgefangenschaft kehrt er im August 1945 nach Innsbruck zurück, wird aufgrund seiner später widerlegten Angaben als "minderbelastet" eingestuft und am 13. August 1947 begnadigt. (…)“ Quelle: www.novemberpogrom1938.at

„(...) Gegen Obenfeldner, der Gestapo-Beamter bei der Gestapo-Leitstelle Innsbruck gewesen war, wurde 1955 am LG Innsbruck ein Verfahren wegen Beteiligung an der Hinrichtung von zwei polnischen Zwangsarbeitern eingeleitet. Während der Diplompsychologe Heinz Friese, dessen Anzeigen zu Ermittlungen gegen Obenfeldner geführt hatten, aus der SPÖ und dem BSA ausgeschlossen wurde, reüssierte Obenfeldner als langjähriger SPÖ-Vizebürgermeister von Innsbruck und als stellvertretender Landesparteivorsitzender der SPÖ-Tirol. (...)“ Quelle: www.doew.at

„Heuer im Mai wiederholt sich zum 65. Male der Tag der Befreiung Österreichs. Wenn sich in einen solchen Gedenkjahr selbst der Chef der Tiroler Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer so unreflektiert mit Mitverantwortlichen dieser unrühmlichen Geschichte auseinandersetzt, erscheint es mir nicht mehr verwunderlich, dass mit Stimmen der SPÖ ein sich selbst als deutschnationaler bezeichnender, brauner Nationalratspräsident ins Amt gehievt werden konnte. Wehret den Anfängen ist eine Uralt-Forderung der SP, sie wurde offensichtlich vor Jahren entsorgt“ meint abschließend Josef Stingl.