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KPÖ-Urgestein Hans Waldhart feierte seinen 80iger!

Partei „Resignieren ist eine Möglichkeit, aber nicht erlaubt.“
Mehr als zwei Jahrzehnte lang übte Hans Waldhart einen zentralen Einfluss in der KPÖ Tirol und in der GE bzw. dem GLB aus. Zur KPÖ Tirol fand er seinen Weg nicht durch konkrete Berufserfahrungen sondern aufgrund einer Zufallsbegegnung, die seinem theoretischen und philosophischen Interesse entgegenkam. „So in etwa mit 15 Jahren habe ich ein Erlebnis mit einem Mann, er war offensichtlich Kommunist, gehabt. (…) Von acht Uhr früh bis abends als es dunkel war, sind wir an der Ecke in Sillgasse gestanden und haben diskutiert. (...) Und er hat mich darauf hingewiesen, dass die Anschauungen, die ich von mir gebe, am besten bei Marx nachzulesen sind. (…) Er hat mir dann die Adresse der KPÖ gegeben. Ich habe keine Ahnung gehabt, was die KPÖ vertritt. (…) So um 1948/49 habe ich mich an diese KPÖ gewendet. Sie haben mir dort einiges zum Lesen gegeben, (...) das hat meiner unvollkommenen Weitsicht sehr entsprochen.“

In Folge besuchte Hans Waldhart mehrere Veranstaltungen, wurde Funktionär in der Kommunistischen Jugend und begann selber Vorträge zu halten. Durch die kommunistische Bildungsarbeit (…) konnte er sein Wissen beständig erweitern.(…) In jungen Jahren war er auch in der Sektionsleitung Hötting aktiv. Die Teilnahme an den Weltjugendfestspielen in Budapest waren „praktisch der erste Auslandsaufenthalt (…) überhaupt. Nach mehreren Jahren Aufenthalt in der Schweiz kehrte er 1958 nach Tirol zurück und engagierte sich wieder in der Partei und in der gewerkschaftlichen Arbeit. Er war Betriebsratsobmann in der Installationsfirma Stolz und gewerkschaftlich tätig bei den Metallarbeitern im Bezirksausschuss Innsbruck.

„Und da hat es – ich glaube es war 1062 – den österreichweiten Metallarbeiterstreik gegeben, bei der die Gewerkschaft in Tirol schon gar nichts zustandegebracht hat. (…) Und das hat mich furchtbar gestört. (…) In der Früh habe ich alles gestoppt – keiner geht jetzt auf seine Baustelle – und ich habe gewartet, bis der Chef kommt und (…) ihm mitgeteilt: (…) Wir streiken. (…) Mit Privatautos von Kollegen wurden andere Baustellen aufgesucht, um die Installateure zum Mitmachen beim Streik zu animieren. Das ist uns teilweise gelungen. (…) Das hat (…) in der Gewerkschaft (…) Aufsehen erregt. (…) Damals war der Gewerkschaftsboss der Eichler Louis, ein alter Haudegen, der immer behauptet hat: Ich bin ein ja auch ein linker, aber innerhalb der SP. Und er hat mir dann gesagt: Hans willst nicht zu uns kommen, als hauptberuflicher Gewerkschaftsmann. Das hat sich allerdings insofern zerschlagen, dass er mir gesagt hat: (…) Du Hans, ich bring dich bei uns nicht unter, hauptamtlich, wenn du als Kommunist auftretest. (…) Dann hab ich gesagt: Ja was muss ich denn jetzt tun? - Ja halt dich mit dem zurück, du kannst ja denken, was du magst. Ich hab mich nicht kaufen lassen.“

Später arbeitete Hans Waldhart bei der Post und kandidierte auch bei den Personalvertretungswahlen. In dieser Zeit erledigte er zunächst ein halbes Jahr ehrenamtlich zusätzlich zu seinem Beruf die Parteiarbeit und wurde 1967 hauptamtlich in der Partei als Landesparteisekretär tätig.

Vieles könnte man dem gekürzten Text aus der Publikation der Michael-Gaismair-Gesellschaft „60 Jahre ÖGB-Tirol“ (ÖGB-Verlag 2004) noch anfügen, seine Liebe zur Betriebsarbeit, seine Schulungstätigkeit in Moskau, seinen Vorsitz in der KPÖ Tirol oder sein noch immer aktives Engagement in der KPÖ, und, und, und... Doch gerade der ÖGB-Text gibt ein anschauliches Bild über Hans Waldharts kämpferischen Leben im Interesse der Werktätigen.

Wir wünschen ihm zu seinem 80er alles Gute, vor allem Gesundheit und noch viele schaffensreiche Jahre.

KPÖ-Landesleitung Tirol
Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB) Tirol