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Ministerin Karl und ihr Geschwafel

Sozial Der Strafvollzug sei "kein Paradies", meint A- Justizministerin Karl. Auch sei sie keine Sozialromantikerin. Recht hat sie, diese "unsre" oberste zynische Richterin über wohl und wehe! Jugendliche in U-Haft seien "schwere"(!!) Straftäter (Raub, Mord, Totschlag?), und es gäbe keine Garantie, dass Missstände wie dieser "bedauerliche" Einzelfall nicht mehr vorkäme. Sie spricht von der Vergewaltigung eines 14-Jährigen in U-Haft, dem die geistige Reife eines 10-jährigen attestiert und trotzdem für mehrere Wochen eingesperrt wurde.Jugendhaft ist im Grunde der Erwachsenenhaft gleichzusetzen. Die Straftäter werden weggesperrt, damit unser Geldtaschl vor den bösen Jungs geschützt ist. Was drinnen passiert, ist Glücksache oder eben Pech. Der Junge war nicht einmal verurteilt, sondern saß in U-Haft, dh, seine Missetaten müssen vor Gericht erst festgestellt werden. Seine Nachfolger sollen es nun räumlich besser haben, denn ab Herbst wird für sie eine neue Anstalt gebaut. Wahrscheinlich mit gelben Wänden, die Sonnenschein und Frohsinn simulieren sollen. Die Einsperrphilosophie geht munter weiter. Früher warens die Eltern mit der gsunden Watschen, später, wenn das bockige Kind schon in den strafrechtlichen Brunnen gefallen ist, übernimmt die scheinbar von Gott eingesetzte Justitia die Elternrolle und handelt nicht weniger brutal. Diese Jugendlichen sind für ihr Leben gezeichnet, aber Strafe muss eben sein, koste es, was es wolle. Leider gibts für Risiken und Nebenwirkungen nirgendwo Beipackzettel.

Provo Post Skriptum: Ob Abschiebe-/U-Haft/ lebenslänglich oder "nur n paar Jährchen", Knast ist und bleibt unwürdig/ unmenschlich, egal, in welchem Land!

Sylvia Dürr, Innsbruck