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Mauern + Moneten= Europa

Pressespiegel Seien wir ehrlich: Europa besteht derzeit im Grunde nur im freien, grenzenlosen Warenverkehr. (Freier Personenverkehr war einmal!) Die osteuropäischen Staaten wurden vom reichen Westeuropa "verschluckt". Neue billige Arbeitskräfte und Absatzmärkte boten sich an, sehr zur Freude von Unternehmern, Kapitalisten und Finanzhaien. Im Grunde ist das nur ein Europa des Geldes ("Europe du fric"), das wirklich funktioniert. Der größte gemeinsame Nenner ist das Kapital. Davon profitiert aber bekanntermaßen am allerwenigsten der kleine Mann/ die kleine Frau/ das kleine Kind, hüben wie drüben. Die EU- Staaten wurschteln vor sich hin: keine gemeinsamen Bildungsideen (außer dem unseligen Bologna- Uni- Anpassungsprozess), kein EU-Pass (der EU-Bürger darf zwar in einem andern europäischen Land schuften und Steuern bezahlen, ist aber mitnichten wahlberechtigt), keine Vielfalt in der Sprachenförderung (in Frankreich wurde z.B. deutsch in der Schule fast schon wieder abgeschafft), keine parallelen Schulsysteme ( Österreich und Deutschland stellen sich immer noch dooferweise quer, was die gemeinsame Schule betrifft), keine länderübergreifende Umweltpolitik (in Frankreich ist das Entsorgen von Nahrung lobenswerterweise strafbar, auch gibt es fast keine Plastiksackerl mehr. Immerhin!). Wenig länderübergreifende Kulturvielfalt (warum gibt es nie französische Chansons zu hören? Nur diesen Englisch-Einheitsbrei und Helene Fischer! Jaul!). Kein Voneinander-Lernen. (Was auch..??) Kein Über-den-Tellerrand-schauen. Da muss man sich nicht wundern, dass auch gar nichts voran geht in der Flüchtlingstragik. Jeder gegen jeden. Unsere Zaun-Micky, ihres Zeichens Gschaftlhuber-Innenministerin, geht weder vorwärts, noch seitwärts, sondern rückwärts. (Wer erwartet schon was Gscheites von ihr?) Um nicht restlos im rechten Sumpf zu versinken, muss man/frau erkennen, dass national-xenophob Schnee von gestern und international-sozial die Zukunft ist. (Der schöne Kommunismus!) Das wird sich bald und hoffentlich ohne großen Knall erweisen.

Sylvia Dürr