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Die heutige Jugend

Standpunkte
Die Jugend geht auf die Straße zu Unterrichtszeiten, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Die SchülerInnen werden zwar von PolitikerInnenseite vorerst gelobt, wie damals die Flüchtlinge mit der Willkommenskultur. Das ist aber schnell verpufft. Der Bildungsdirektor lässt keinen Zweifel daran, dass weitere Protestaktionen während der Unterrichtszeit nicht geduldet werden dürfe. Wo kämen wir dahin? Die jungen DemonstrantInnen werden zudem per saublöder TT Leserbriefe hämisch durch den Kakao gezogen.
Ein jugendlicher Häftling darf nicht zur Beerdigung seiner Mutter.
Jugendlichen Asylsuchenden werden Lehrstellen verboten. Aber anerkannte Asylsuchende sollen einer Arbeitspflicht unterstehen. Ein Zwangsarbeitsdienst für 1 Euro pro Stunde.
Der gemeinsame Nenner dieser Beispiele ist die Gewalt, Uneinsichtigkeit, Borniertheit, aber auch Angst vor dahinschwindenenden Pfründen der älteren, noch Macht ausübenden Generation. Ob nun die Stimmen aus dem Volk, die Politikerinnen oder der wiehernde Amtsschimmel, sie alle haben eins gemeinsam: Sie wollen Jugendlichen Einhalt gebieten, sehen in ihnen sogar eine Bedrohung. Und wenns zu bunt getrieben wird, kriegt der Nachwuchs eins auf den Deckel, damit er ja nicht vergisst, wer hier wirklich das Sagen hat! Das sind die, die es in kürzester Erdgeschichte geschafft haben, nicht nur Menschen, sondern auch deren Lebensräume zu exploitieren, auszubeuten, VertrererInnen unseres globalisierten, kapitalistischen Wirtschaftssystems. Yes, ein alter Hut. Zu hoffen, dass die young Generation die wahren Schuldigen der ganzen Misere ausmacht.
Ist doch erfrischend, wenn es noch (junge) mutige Menschen gibt, die dem ewigen Sermon "Man kann ja doch nichts ändern!" etwas entgegensetzen. Junge Asylsuchende habens da wesentlich schwerer.
Der TT- Karikaturist Jokesch schießt einmal mehr den Vogel ab, indem er den Alten den Jungen fragen lässt, was er einmal zu werden gedenke, wenn er mal groß ist. Die Antwort: "Egal! Hauptsache, ich werde".
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Sylvia Dürr