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Ärger und Stinkbomben

Verkehr u. Umwelt Wer kennt das nicht: desweilen überfällt den braven Menschen unbrave Gelüste, nach einer Kalaschnikoff zu greifen, gefüllt mit Stinkbomben, um sich zu wehren. Die Gründe von Ärger und Unbehagen sind mannigfaltig. Allerlei Schikanen und Ungerechtigkeiten, denen man hilflos ausgesetzt ist, wie zB dem Autolärm in Wohngebieten dank Straßenzügen breit wie Autobahnen, kafkaesken Amtsgängen, aber auch mangelnde monetäre Wertschätzung der hochgelobten Corona- KrisenhelferInnen, während das Vermögen der Hochverdienenden nicht angetastet wird. Reich bleibt reich. Arm bleibt arm. Fertig! Oder eben derzeit übers Inntal donnernde Sportflieger, denen es mächtig Spaß macht, stundenlang nonstop Regatten zu veranstalten. Spaß beiseite oder im Ernst: es ist schlichtweg eine Zumutung, was die Sportfliegervereine am Tiroler Himmel aufführen. Ihre Macho- Maschinchen sind höllisch laut, höllisch umweltverschmutzend, höllisch kerosinsteuerbegünstigt und höllisch sinnfrei. Anscheinend profitieren diese Fliegerkapitäne davon, dass der reguläre Flugverkehr "dank" Corona noch nicht vollständig eingesetzt hat. Wohl ein kleiner Vorgeschmack auf die großen Touristenbrummer, die bald abheben und landen werden an après Corona Wochenenden mit gesundheitsschädigendem Lärm und nieselndem Feinstaub. Ein Graus! Solange die Eigentümer, das sind IKB, Stadt Innsbruck und Land Tirol, auf die damit verbundenen Einnahmen nicht verzichten wollen, sollen die Eingeborenen diesen komplett anachronistischen Schwachsinn erdulden. Klar, mit alternativen klimafreundlichen Verkehrsmitteln wird nicht so hohe Rendite gemacht. Gratis Öffis? Vom Tisch! Fazit: das Geplapper über Umwelt- und Personenschutz sind bisher weitgehend leere Worthülsen, und noch gebremst durch manche blöde FPÖ- Rückschrittsfanatiker. Auch was den Umbau der Stadt Innsbruck anbetrifft, um sie auf den Weg in eine lebenswerte und klimataugliche Zukunft zu schicken. Ein Pflästerchen hier, eine Beschwichtigung dort. Und fertig ist die Einseifung. Das nennt man Sachzwang. Wo bleiben vernünftige Zukunftsvisionen zum Wohle der Bevölkerung? Vieles wäre kurzfristig umsetzbar und nicht erst in zehn Jahren. Das haben wir alle in den letzten Monaten bemerkt, wie schnell Veränderungen möglich sein können. Gute Luft war gestern. Ideen liegen nicht unterm Pflasterstrand, sondern sind zum Greifen nahe, wenn man nur will und das Geld richtig einsetzt. Während ich diese Zeilen schreibe, sind mindestens 10 von diesen überflüssigen Krachmachern über mich hinweggeflogen. Womit ich wieder beim Anfang wäre....

Sylvia Dürr