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47. Zwerg von rechts

Antifa von Josef Stingl
Die Hochwasserkatastrophe bringt eine ungeahnte Solidaritätswelle mit sich. Die Menschen spenden, die Menschen helfen und die Menschen arbeiten bis zum Umfallen. Sie kämpfen gemeinsam, unabhängig von ihrer politischen oder religiösen Einstellung Schulter an Schulter gegen die Auswirkungen dieser Naturkatastrophe an. Und in Momenten solcher, wohl lebensnotwendigen Solidarität wissen die Rechtsaußen dieser Nation wieder einmal nichts Besseres zu tun, als ihren menschenverachtenden Müll abzuliefern. Was war geschehen? Die Muslimischen Jugend Österreichs (MJÖ) hatte wegen dieses Hochwassers folgenden Aufruf herausgegeben: „An alle muslimischen Jugendlichen: Österreich braucht euch!“
Und prompt folgte auch auf Facebook eine wohl als mehr als dreiste Reaktion seitens der FPÖ. „FPÖ-Traismauer: ICH DENKE DIE ÖSTERREICHER KOMMEN SEHR GUT OHNE EUCH ZURECHT !!! Und dass IN JEDER HINSICHT !!!“

Ein Skandal der zahlreiche Organisationen und Medien aufschreien ließ! Nur bei der SPÖ ging dieser rassistische FP-Querschuss fast „unbemerkt“ vorüber. Irgendwie nicht verwunderlich: Ist in Traismauer doch die FPÖ der Koalitionspartner der Sozialdemokraten! Und, eingedenk der schlechten Medienwirkung ließ die FPÖ das Posting auf Facebook löschen. Und ihr „großer Führer HC Strache“ erklärte darauf lapidar, dass er nicht jede Meinung des „47. Zwerg von links“ kommentieren kann.(Anm.: „von links“? Er meinte wohl „von rechts“...).

Die FPÖ nutzt das Hochwasser aber generell für ihre Stimmungsmache. Die Facebook-Seite von HC Strache zeigt eine Karikatur, wie Kanzler Faymann das Wasser bis zum Hals steht und im Eintrag dazu heißt es: „Wenn es nach SPÖ, Grünen, BZÖ und Stronach ginge, hätten sie unser Wehrpflicht- und Zivildienst-System bereits abgeschafft und wir wären in solchen Krisenfällen - ohne ausreichender Hilfe im Stich gelassen - als Bevölkerung!“

Nicht genug: Während die einen nicht dürfen sollen, sollen laut FPÖ-Heidenreichstein die anderen müssen. Sie fordert: „Warum kann man für die Aufräumarbeiten nicht Langzeitarbeitslose und Mindestsicherungs-Empfänger für diese Aufräumarbeiten vom AMS dazu verpflichten? Wer nicht will bekommt sechs Wochen kein Geld.“

„Zurück bleibt die schmerzende Dummheit“, kommentierte Michael Sprenger in der TT den Vorfall. Hat er damit wirklich recht? Oder hat sich diese Dummheit nicht bereits auf Österreichs Stammtischen verfestigt?