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Antwortschreiben auf Sylvia Dürrs Brief an LR Dr. Christine Baur

Pressespiegel An dieser Stelle möchten wir das Antwortschreiben dokumentieren, das Sylvia Dürr auf ihren Brief an LR Baur erhalten hat. Sehr geehrte Frau Dürr



Im Namen von Landesrätin http://Dr.in Christine Baur darf ich mich herzlich für Ihr Mail und Ihr Engagement zugunsten von Kinder und Jugendlichen, die als Flüchtlinge nach Tirol gekommen sind, bedanken. Es freut uns sehr, dass sich Teile der Tiroler Bevölkerung Gedanken über die Hilfestellungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge machen und auch konkret Hilfen anbieten wollen.



Bei der Übernahme eines fremden Kindes in eine Pflegefamilie bedarf es einer Reihe von formalen Voraussetzungen, wie beispielsweise die Absolvierung eines Pflegeelternkurses, die persönliche Eignung und die wirtschaftliche Stabilität. Dazu gibt es auch eine Pflegeelternbroschüre: https://www.tirol.gv.at/fileadmin/the..._2010.pdf.



Der Kinder- und Jugendhilfeträger hat die Obsorge für jene Kinder und Jugendlichen, die ohne Eltern bzw. Obsorgeträger nach Österreich kommen, und muss sich daher um deren Schutz und Betreuung bemühen. Für Kinder aus Drittländern gelten die gleichen gesetzlichen Voraussetzungen wie für inländische Kinder, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe betreut werden oder in Pflegefamilien leben. Die an sich gute Idee, Kindern die Möglichkeit zum Aufwachsen in einer Familie in Tirol zu geben, ist daher gesetzlich nur möglich, wenn die kurz skizzierten Schritte eingehalten werden.



Aktiv wird jedoch in Österreich und auch in Tirol versucht, eine Art Patenmodell zu entwickeln. In diesem Rahmen wären verbindliche und verantwortungsvolle Hilfeleistungen (bspw. gemeinsamer Kinobesuch oder Freizeit) bei jugendlichen Flüchtlingen möglich.



Freundliche Grüße

Corinne Dobler

Werte Landesrätin Baur,





angesichts der Tatsache, dass es auch in Tirol massiv an Unterbringungsmöglichkeiten mangelt, möchte ich folgenden Vorschlag machen, Kinder und Jugendliche auch in geeignete Tiroler Familien unterzubringen zwecks Integration, Kontakt, Deutsch lernen und Nestwärme. Diese Form wird schon vielfach in verschiedenen deutschen Bundesländern mit Erfolg durchgeführt. Warum nicht einen Bevölkerungsaufruf starten mit der Hoffnung auf Empathie und Goodwill?! ("Wer nimmt vorübergehend ein Flüchtlingskind auf?"). Das wäre wahre Nächstenliebe im heiligen Land Tirol..





Mit freundlichen Grüßen


Mag. Sylvia Dürr, Innsbruck