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Baguette für Depardieu

Standpunkte von Sylvia Dürr
Etliche Franzosen können sich ihre Baguette nicht mehr leisten und bekommen sie deshalb vom Vortag um die Hälfte. Das sind 40 Cent, das manchmal schon zuviel ist. Immer mehr Franzosen liegen  unter der offiziellen Armutsgrenze von 960 Euro, trotz Mindestlohn SMIC. Stellt sich die Frage (nicht nur für den kleinen Franzosenmensch), in welche Kanäle das französische Geld versickert oder geflossen ist, noch vor der sog. „Krise“. Scheinbar vergessen, dass der französische Staat kürzlich - nicht nur - im Lybienkrieg tagtäglich 1 Million Euro VERPULVERT hat. La Grande Nation war (mit den ugly americans) schon immer vorneweg, wenns ums Angriffsverteidigen oder Einführen einer verordneten Demokratie mit kapitalistischem Antlitz ging, egal an welchem Zipfel der Erde. So langsam aber verwurmt auch der französische Salat: Die Folge sind natürlich Löcher in der Staatskasse, die nun u.a. gestopft werden sollen durch Erhebung einer Reichensteuer von 75%. Schon seit einiger Zeit schieben deshalb Schwerreiche ihr Geld ab, zB nach England zu günstigen Bedingungen. Das Kapital und deren Eigner freuen sich- wie eh und je. Schlupflöcher (auch für Dicke) gibts zuhauf. Oder man schafft den Reichtum mitsamt seinem Leib aus Frankreich nach Russland oder Belgien. (Wenn Obelix das wüsste...)

Hauptsache, dem Staat nix schenken. Der Streit um die Reichensteuer ging nun aus wie das Hornberger Schießen. Depardieu kann zurück in die douce France. (Ob Asterix den noch will?)

Sylvia Dürr, Institut gegen humankapitale Verblödung, Innsbruck