Willkommen bei KPÖ Tirol 

Burschenschafter schlagen - Schlagen wir zurück!

Antifa Am 29. und 30. November 2013 werden sich bereits zum vierten Mal seit 1994 in Innsbruck die „Deutschen Burschenschaften“ (DB) versammeln. Die DB ist der Kooperationsverband deutschnationaler, schlagender Studentenverbindungen, in welchem erst vor 2 Jahren ein „Ariernachweis“ als Aufnahmebedingung gefordert wurde. „Schlagend” bedeutet, dass bei diesen Verbindungen verpflichtende Mensuren ausgetragen werden, bei denen die Kontrahenten gegeneinander mit Säbeln fechten und sich „Schmisse“ (Narben im Gesicht) zufügen. Diese sollen Ausdruck von „Tapferkeit und Ehre“ sein. Als Veranstalter dieses illusteren Rechtsfestivals fungieren die Innsbrucker Burschenschaften Brixia und Suevia. Die Suevia beispielsweise ehrt auf ihrem Denkmal Hermann Lausegger, einen NS-Mörder und aktiv Beteiligten am Novemberpogrom 1938 in Innsbruck. Auf der Homepage der Suevia wird von der "Niederlage im Jahre 1945" und der "Siegerwillkür der Alliierten" gesprochen. Die 1900 wegen Antisemitismus verbotene Brixia wiederum wurde 1952  als "Lebensbund deutschstämmiger Akademiker" reaktiviert. Die Brixia stellte zu Beginn der 60-er Jahre gemeinsam mit der Wiener Olympia das organisatorische Zentrum der zweiten, nun mehrheitlich rechtsextremistisch motivierten Terrorwelle in Südtirol dar.

Skrupellos und ohne Rücksicht auf Historie preisen Verbindungen wie die Tiroler akad. B! Brixia in ihrer Selbstdarstellung „Vaterland“ und „Recht und Freiheit des deutschen Kulturvolkes“ wobei – um Missverständnisse auszuräumen – „Vaterland“ ausdrücklich nicht „Staatsgebiet“ sondern „Kulturgemeinschaft“ und „Kulturvolk“ ausdrücklich nicht „Staatsbürger_innen- Gesamtheit“ sondern „die Gemeinschaft der Deutschen“ meint.

Mitglieder eben jener akad. B! Brixia sind durch ihr fanatisches Engagement im Südtirol-Terrorismus zu trauriger Berühmtheit gelangt – insgesamt wurden in den „Bombenjahren“ über 30 Menschen von Deutschnationalen getötet.

Die Bozener Staatsanwaltschaft vermutete auch hinter der Südtirol-Terrorwelle der 80-er Jahre ("Ein Tirol") namhafte "Brixen". Gemeinsam sind beide Burschenschafter oft unterwegs: Im November 1961 schändete ein Brixe gemeinsam mit einem weiteren Burschenschafter (Suevia) den jüdischen Friedhof in Innsbruck.

Burschenschafter schlagen, schlagen wir zurück! Zeigen wir breit und öffentlich was wir von rechtsextremen Sumpf halten: Nämlich gar nichts, außer, dass er ein Verbrechen ist. Möglichkeiten dazu gibt`s viele: Das Aktionsbündnis „Innsbruck gegen Faschismus“ setzt mit den Aktionen am 29. und 30. November ein zivilgesellschaftliches Zeichen - für Freiheit, Vielfalt und Demokratie.

Sei laut! Sei stark! Sei dabei!

Bei den Kulturveranstaltungen „Vielfalt gemeinsam statt Ausgrenzung einsam.“ am Freitag, 29. November 2013

Bei der Großdemonstration gegen den Verbandstag der Deutschen Burschenschaft am Samstag, 30. November 2013, 13.00 Uhr, Treffpunkt: Landhausplatz, Innsbruck