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"Das ist ja Diebstahl!"- schreit der Dieb

Wohnen Wieder einmal bestätigen Zahlen, dass eine gesetzliche Begrenzung des Mietzinses dringend nötig wäre. Denn die Mieten für Wohnungen, deren Mietzins frei vereinbart werden kann, weil sie nur unter den Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes fallen, steigen seit Jahren eklatant an. Die Zahlen des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, die die Stadt Innsbruck auf ihrer Homepage veröffentlicht hat, sprechen eine eindeutige Sprache: Seit 2002 sind die Mieten bei Wohnungen mit mittlerem Wohnwert von durchschnittlich 6,8 € pro Quadratmeter auf 9 € im Jahr 2013 gestiegen. Bei Wohnungen von mehr als 60 Quadratmeter sind die Preise im gleichen Zeitraum von 6,3 € auf 8,3 € gestiegen. Generell sind die Mietkosten seit 2002 um mindestens zwei Euro pro Quadratmeter gestiegen. Das macht bei einer 60-Quadratmeter-Wohnung mindestens 120 Euro Mehrkosten, die die MieterInnen zu tragen haben. Nicht mit eingerechnet sind bei diesen Zahlen natürlich die Betriebskosten, die im gleichen Zeitraum ebenfalls deutlich gestiegen sind. Die Entwicklung der Löhne und Pensionen können hier nicht mithalten, sodass viele Menschen in Österreich sich immer weniger leisten können. Die schleichende Enteignung der MieterInnen wird von der herrschenden Politik hingenommen, aber wenn jemand verlangt, die Reichen zur Kasse zu bitten, dann melden sich die Vermögenden und ihre Helfershelfer rasch zu Wort und pochen auf ihr "Recht auf Eigentum". Und die Enteigner gehen gegen "Enteignung" auf die Barrikaden.