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Filmtipp DER JUNGE MARX

Pressespiegel"Der junge Karl Marx" fängt stark an: Polizisten durchkämmen ein Waldgebiet, in dem abgerissene Typen Bruchholz sammeln, (was Mitte des 19.Jahrhunderts Diebstahl war). Das könnten auch Menschen in heutiger Zeit sein, Prekarisierte, osteuropäische Arbeiter. Auch sonst gibts Parallelen en masse, nur eben anders: Die Pauperisierung der damaligen Massen und das Prekariat von heute. In der "3. Welt" hat sich zu den damaligen Verhältnissen kaum etwas verändert. Der Film ist stark und notwendig. Er zeigt die Ausbeutung in den Fabriken, zB in Manchester. Vater Engel ist der Big Boss. Sohn Friedrich erkennt schon früh die ungerechten Mechanismen des frühen Kapitalismus. Er lernt den jungen Marx kennen, der anfänglich für den Kapitalistensohn wenig übrig hat. Und doch finden sie bald,- aufgrund ihrer Schriften- zusammen und stellen nicht nur die Hegelsche Welt vom Kopf auf die Füße, sondern wollen die Geschichte verändern. Philosophen haben sie schon genug interpretiert.
Der Rest ist Geschichte.
Raoul Peck, ein haitianischer, engagierter Regisseur hat in seinem Film "Lumumba" schon gezeigt, was in ihm steckt. Der Film "der junge Marx" ist eine Sternstunde und deshalb so bitter nötig, da es hierzulande und woanders leider keine vergleichbaren gibt, die diese Zeit um 1848 näher beleuchtet. Ein unterhaltsames, ernstes Lehrstück, ein sympathisches Gedächtnisrecycle. Motiviert zum erneuten Marx blättern. Wo war denn nochmal das KOMMUNISTISCHE MANIFEST im Bücherregal? Etwas angestaubt, aber da bläst man kurz drüber...

Sylvia Dürr

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