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Gesellschaft muss für ein Leben in Würde sorgen

Bildung KPÖ-Spitzenkandidat Roland Steixner beantwortet die Fragen der Beratungsstelle für Menschen mit Lernschwierigkeiten (WIBS):
Was sagt Ihnen der Name Menschen mit Lernschwierigkeiten?
Meinen Zivildienst habe ich damals bei Lebenshilfe geleistet und dort Bekanntschaft mit der Situation von Menschen mit Lernschwierigkeiten gemacht. Es war für mich eine sehr lehrreiche Zeit.

Was möchten Sie für Menschen mit Lernschwierigkeiten verändern?
Ich will, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten gemeinsam mit anderen Menschen an allem teilhaben, was das Leben so zu bieten hat. Ich finde es nicht richtig, wenn z.B. Kinder mit Lernschwierigkeiten in Sonderschulen abgeschoben werden. Vielmehr sollen alle gemeinsam lernen können. Außerdem muss auf die Bedürfnisse aller Kinder eingegangen werden. Die KPÖ tritt dafür ein, dass alle Menschen ein Leben in Würde führen können. Dafür muss die Gesellschaft insgesamt sorgen. Was tun Sie für die Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten?
Meine Partei unterstützt die Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten und wir tun, was wir mit unseren begrenzten Ressourcen tun können, um das zu unterstützen. Uns geht es darum, dass in dieser Gesellschaft wieder der Mensch im Mittelpunkt steht. Geld und Besitz sollen so verteilt sein, dass alle Menschen gut leben können. Derzeit ist es ja so, dass diejenigen, die reich sind, immer noch reicher werden, während es auf der Welt Hunger und Armut gibt. Auch bei uns gibt es Armut und die trifft besonders Menschen, die es im Leben schwerer haben als andere. Eben gerade Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, weil in ihrem Herkunftsland Armut und Krieg herrschen. Außerdem kann ich mit Stolz sagen, dass meine Partei maßgeblich am Widerstand gegen das Naziregime beteiligt war, und als einzige Partei während dieser schrecklichen Zeit in der Illegalität weiter bestanden hat. Unzählige KommunistInnen haben ihr Leben dafür aufs Spiel gesetzt, um Menschen vor der Ermordung durch die Nazis zu retten.
Wir begrüßen es, dass Menschen für ihre Rechte eintreten. Die Menschen, die für ihre Anliegen eintreten, wissen selber am besten was für sie richtig ist. Daher finden wir es notwendig, dass diese sich selbst vertreten, da es kein andereR für sie besser machen kann. Wir sind eine sehr kleine Partei und in Tirol ist bei uns niemand mit Lernschwierigkeiten engagiert, was schade ist, weil uns in diesem Bereich ein wenig Nachhilfe gut täte.

Hat Ihre Partei Informationen in leichter Sprache?
Wir geben uns Mühe, dass wir das, was wir wollen, möglichst verständlich ausdrücken. Denn das, was wir wollen, ist ja ganz besonders im Sinne derjenigen, die es im Leben bislang nicht leicht haben. Leider gelingt es uns nicht immer.

Was wissen Sie über das Leben von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Tirol?
Ich weiß, dass sie vom derzeit bestehenden Bildungssystem benachteiligt werden. Mir ist bekannt, dass sie es nicht leicht haben, eine befriedigende Arbeit zu finden. Die vielfache Unterbringung von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Wohnheimen ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich habe auch den Eindruck, dass es da auch eher zu einer Ghettoisierung kommt. Ich finde es viel schöner, wenn Menschen mit Lernschwierigkeiten gemeinsam mit anderen Menschen leben würden. Außerdem glaube ich, dass es allen gut täte, wenn die Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten auch im Arbeitsleben besser funktionieren würde. Ich glaube, dass es auch für die anderen Menschen ein unglaublicher Gewinn sein könnte, weil wir dann die Arbeitsprozesse nicht mehr so unmenschlich gestalten können, wie sie derzeit sind. Wir wären dann auch vielleicht viel weniger perfektionistisch.

Woher bekomme ich Informationen über Ihre Partei?
Über das Internet und unsere Zeitung, die wir an alle InteressentInnen verschicken. Wer mit uns das persönliche Gespräch sucht, muss uns nur den Antwortcoupon der Zeitung zuschicken, oder uns via Mail oder Telefon kontaktieren. Wir kommen diesen Wünschen so bald wie möglich nach.