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Griechischer Wein

Pressespiegel Griechenland und Portugal, die zwei exponierten Länder Europas, habens derzeit schwer. Sie werden nicht nur als PIGS beschimpft (Portugal, Irland/Italien, Griechenland, Spanien), sondern müssen nun privatisieren auf Teufel komm raus. Das ist zumindest auch der Wille der neuen selbsternannten Scharfrichterin dieser "Schlendrian"- Staaten, unsere neu designierte Finanzministerin, Schreckschraube Fekter. Ihr reicht es offenbar nicht, jahrelang den Asylwerbern die Hölle heiß gemacht zu haben, jetzt tobt sie sich auf anderem Terrain aus. Den Gürtel enger schnallen, nix mehr griechischer Wein gemütlich in der Taverne unter schattigen Bäumen, sondern noch mehr malochen, heißt die Devise. Warum gehen die Griechen und Portugiesen auf die Straße? Weil sie ahnen, was noch alles auf sie zukommt.

Jetzt schon wurden Gehälter gekürzt und die Arbeitszeit verlängert. Arbeitslosigkeit schnellt nach oben, aber irgendwie sind die Oliven woanders faul, denn große Geschäfte werden nach wie vor getätigt mit China, Asien etc. und die Reichen bleiben reich. Das ist eben das Gesetz unseres Stuhlgangsystems. Der kleine Grieche muss die bittere Kröte schlucken, der große Grieche schiebt dafür die goldenen Kröten ein. Und uns will man weißmachen, dass DIE Griechen selber schuld an ihrer Misere sind. Ist damit das einfache Volk gemeint oder die Regierung oder das Kapital? Wo bleibt unsere Solidarität mit der Bevölkerung ? Oder sind wir einfach nur neidisch auf das Glück, dass diese Südländer dank ihrer geographischen Lage haben? Lassen wir uns nicht weiter von Fekter und Co. Sand in die Augen streuen. Der soll lieber in Griechenland bleiben und uns beim nächsten Urlaub erfreuen.

Sylvia Dürr, KPÖ Tirol