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KPÖ widerspricht Wirtschaftskammer-Wohnbauvorschlägen

Wohnen Stingl: Nicht die Baustandards, sondern die hohen Grundstückspreise sind die „Brunnenvergifter“!
Ziemlich erbost reagiert der KPÖ-Bürgermeisterkandidat Josef Stingl auf die Aussagen des Immobiliensprechers der Wirtschaftskammer, Arno Wimmer. Dass beim sozialen Wohnbau die vielen Auflagen speziell, „die der energetischen Maßnahmen wie Niedrigenergiestandards“ die Baukosten (also die Mieten) zu teurer machen würden. Also solle man von solchen Standards im sozialen Wohnbau „weggehen“...

Herrn Wimmer geht’s in diesem Vorstoß nicht um leistbares Wohnen, geschweige denn um weitsichtige Gemeinwohl-Ökonomie. Solche Einsparungen bei Energiestandards reduzieren zwar die aktuellen Baukosten, würden jedoch einen unabsehbar teureren Energieaufwand; und damit nachhaltig entsprechend höhere Energiekosten bedeuten! „Die dann von wem bezahlt werden müssten, Herr Wimmer???“ fragt Stingl. „Unbestritten wäre allerdings, dass für die MieterInnen die Heizkosten entsprechend steigen würden!“

Abgesehen davon, gehört Wimmers Argumentation ins Reich vorlauter Phantasien: Wären nämlich die genannten Baustandards die Ursache für solch hohe Mietpreise, dann müsste dies wohl oder übel ja auch in ganz Österreich zum Ausdruck kommen...

„Wir wissen aber, dass Wohnen bei uns in Tirol, insbesondere in Innsbruck, unverhältnismäßig teuer ist und auf Dauer für noch mehr InnsbruckerInnen nicht mehr leistbar sein wird!“ so Stingl. „Welche Rolle spielen in dieser Stadt denn eigentlich die berüchtigt hohen Grundstückspreise, Herr Wimmer?“ Doch dieses Tabuthema darf man wahrscheinlich nicht in Verbindung mit Anliegen von sozialem und öffentlichem Interesse bringen, denn man würde ja damit die Profite der GrundstücksspekulantInnen unangenehm hinterfragen müssen... „Welch Frevel in dieser Gesellschaft!“, meint der KPÖ-Spitzenkandidat.

Aber,was steckt denn dann hinter solchen Forderungen Wimmers? Der KPÖ-Bürgermeisterkandidat Stingl antwortet darauf, dass es dem Wirtschaftskämmerer mehr darum geht, beim Wohnen wieder eine „Luxus-Abgrenzung“ im Sinne eines Zwei-Klassensystems aufzubauen! „First-Class-Wohnen im Grünen mit großzügig angelegtem Wohnraum für einige zahlungskräftige Privilegierte im prestigeträchtigen Gegensatz zu minder ausgestattete Massenwohnsiedlungen für die 'Otto NormalverbraucherInnen'!“

Die KPÖ fordert eine politische Umkehr zu leistbaren Wohnungen für jedeN StadtbewohnerIn! Aber nicht mit den Auflagen unverantwortlicher Einschränkungen von Lebens-und Wohnstandards, sondern mit geschmälerten Profiten von egomanen Gewinnmaximierern. Sozialer Wohnbau gehört nur dort angesiedelt, wo auch das Gemeininteresse („ common interest“) vertreten wird, nämlich in der öffentlichen Hand. „Grundstücksspekulationen sind – wie ebenso alle anderen „Tätigkeiten“ dieser Gattung – steuerlich so zu behandeln, dass sie in Zukunft keinerlei V erarschung der arbeitenden Bevölkerung mehr bedeuten!“ fordert abschließend Josef Stingl.