Willkommen bei KPÖ Tirol 

KPÖ will die linke Wende schaffen

Pressespiegel Weil der Platz der Linken aus ihrer Sicht im Parlament leer ist, unternehmen die Kommunisten einen neuerlichen Anlauf.
Von Peter Nindler

Innsbruck – Die letzten Wahlergebnisse waren ernüchternd: In Tirol kam die Kommunistische Partei (KPÖ) bei der Landtagswahl auf 0,53 Prozent (-0,6 %), bei den letzten Nationalratswahlen erreichte sie bundesweit 0,8 Prozent. Von Frustration ist bei Bundesspitzenkandidat Mirko Messner aber keine Spur: „Der Platz der Linken im Parlament ist leer.“
Bundeschef Mirko Messner (65) und seine Tiroler Spitzenkandidatin Gerda Pastyrik (48) fordern Umverteilung von oben nach unten. Foto: Böhm
In den nächsten Wochen will die KPÖ im „Dialog mit der Bevölkerung“ für eine Umverteilung von oben nach unten, soziale Gerechtigkeit und günstigere Mieten kämpfen. „Unser erstes Ziel, die Kandidatur, haben wir erreicht. Jetzt wollen wir stärker werden und ins Parlament einziehen.“

Die 48-jährige Sozialarbeiterin Gerda Pastyrik (48) ist Tiroler Spitzenkandidatin der KPÖ. „Wir wollen etwas bewegen, die Menschen aufklären, dass es so nicht weitergeht.“ Sie prangert die soziale Kälte im Land an und fordert Rettungsschirme für die Menschen und nicht mehr für die Banken. Im Unterschied zu den anderen Parteien habe die KPÖ nicht die einfachen Anworten auf die politischen Herausforderungen. „Es muss zu einem Umdenkprozess kommen, die Menschen müssen die Verantwortung wahrnehmen.“

100.000 Euro hat die KPÖ für den Wahlkampf zur Verfügung, „aber wenn uns alle diejenigen wählen würden, die schon einmal gewählt haben, könnten wir locker in das Parlament einziehen“, glaubt Messner. Bereits zum dritten Mal führt der KPÖ-Chef seine Partei in eine Nationalratswahl. Eine linke Opposition im Parlament sei notwendig, der Vergleich mit der deutschen Linken hinke. „Die beiden Systeme sind nicht vergleichbar“, betont Messner. Die Menschen müssten das System endlich ändern und aktiv werden. „Die Produktivität ist in den vergangenen 30 Jahren um 30 Prozent gestiegen, aber die Menschen verdienen im Durchschnitt weniger.“ Das passe einfach nicht zusammen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 03.08.2013