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Leserinbrief an die Tiroler Tageszeitung

Pressespiegel Doch, Abtreibungen sind Aufgabe öffentlicher Krankenanstalten. Und geltendem Recht muss Rechnung getragen werden (TT.4.8.11).
Dass die ÖVP heute mehr denn je am Gängelband der Kirche hängt, ist bekannt. Der Gesundheitsminister und die SPÖ liegen richtig. Nur: Autonome Frauen, KommunistInnen, linke SozialdemokratInnen, die mit Unterschriftensammlungen und Aktionen viel dazu beitrugen, dass dieses Gesetz geschaffen werden konnte, kritisierten bereits 1975 die fehlenden Rahmenbedingungen.

Einige von uns versuchten, sie zu schaffen, gründeten ein überparteiliches Aktionskomitee, liefen von Pontius bis Pilatus (z.B. auch zu damaligen Direktor der Gebietskrankenkasse Oberfeldner und zum Vorstand der Frauenklinik Dr. Dabunt. Wir erfuhren nur Ablehnung. Oberfeldner allerdings meinte, wir sollten Frauen in Bedrängnis zu ihm schicken, er würde ihnen dann in aller Stille helfen. Die Scheinheiligkeit und die Angst vor der Kirche waren und sind auch in der SPÖ mit Händen zu greifen.

Es geht heute nicht mehr darum, die Notwendigkeit eine Straffreiheit wieder und wieder zu beweisen. Es geht darum, Möglichkeiten, eine unerwünschte Schwangerschaft abbrechen zu können, endlich zu realisieren. Es geht auch darum, dass Frauen, die sich Kinder wünschen, diese bekommen und erziehen können zu den bestmöglichen Bedingungen in einer gerechteren Gesellschaft als jene, in der wir zur Zeit leben.

Rosmarie Thüminger, KPÖ Tirol