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Presse widerlegt Pro-Olympia-Maschinerie

PressespiegelAuf die Plätze, fertig, los! Heute wurde die Pro-Olympia-Maschinerie gestartet. Erster Zwischenstopp, das O-Dorf in einem Seniorenheim: Dort sollte vormittags die Olympia-Bewerbung bei einem „Dialog“ schmackhaft gemacht werden. Die Zuschauer_innen-Kulisse präsentierte sich aber eher bescheiden: Keine fünfzehn Teilnehmer_innen fanden sich außer den „Offiziellen“ ein, darunter auch einige Olympia-Gegner_innen der KPÖ.

Widersprüchlich auch das Programm: Für den Bau des Olympia-Dorfs entstehen keine zusätzlichen Kosten. Es werde dabei auf ein ohnehin geplantes Projekt am Frachtenbahnhof zurückgegriffen. Einige Folien später heißt es dann aber gegenteilig, dass Olympia 2026 400 neue, zusätzliche Wohnungen bringen werde.

Auch andere Goodies wurden hervorzaubert. Beispielsweise eine zusätzliche Wertschöpfung durch den gesteigerten Tourismus. Auf die Preise hätte das aber keinen Einfluss, denn die Tiroler Sozialpartner_innen würden darüber wachen. Erst nach hartnäckigen Nachfragen wird zugegeben, dass es dafür natürlich keine Garantie gebe. Die Sozialpartner seien ja keine staatliche Preisregulierungskommission und verbindliche Preisobergrenzen, beispielsweise fürs Wohnen oder die Lebenskosten, sind natürlich auch nicht vorgesehen.

Interessanterweise gibt es am selben Tag einen Bericht über die Innsbrucker Wohnungspreise in (http://diepresse.com/home/wirtschaft/...-teuersten) der Presse. Die sicherlich nicht linksverdächtige Postille titelt: „Tourismus treibt die Mieten: Innsbruck ist am teuersten“ und berichtet, dass in unserer Landeshauptstadt erstmals die Marke von 16 Euro pro Quadratmeter im Mittelwert (Median) geknackt wurde.

„Die Stadt am Inn ist damit die teuerste Landeshauptstadt Österreichs, gefolgt von Wien (14,90 Euro) und Salzburg (14,40 Euro). Alle drei Großstädte seien Touristenmagnete, was sich bei den Immobilienpreisen bemerkbar mache. Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren 50.200 auf http://immowelt.at inserierte Mietangebote für Wohnungen und Häuser innerhalb des ersten Halbjahres 2017“, bewertet Die Presse den Umstand des teuren Wohnens.

Liebe Olympianer_innen, lieber Landeshauptmann, liebe Innsbrucker Bürgermeisterin, wer soll da noch glauben, dass uns durch Olympia 2026 die goldenen Tauben zufliegen? Vielmehr ist zu befürchten, dass dafür kräftig in unser Portemonnaie gegriffen wird: Einerseits über die Steuern, andererseits über die zusätzliche Teuerungsrate.

Ich bleibe dabei: Ja zu Innsbrucks Zukunft bedarf ein NEIN zur Olympia-Bewerbung.

Josef Stingl
(Tiroler KPÖ PLUS-Spitzenkandidat bei der Nationalratswahl 2017)

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