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Schöne neue Welt

PressespiegelNix Neues, aber immer wieder ärgerlich:
Lohndumping, einsparen von Personal und damit den Profit erhöhen, heißt die Devise.
Zwei Beispiele: Bei semiprivaten Unternehmen wie die Post ist man es schon gewohnt: erst Schließen von zig Postämtern, dann Self- Service beim Paketpostdienst. Aus drei mach zwei, ist der Slogan. In den Postämtern Innsbrucks arbeiten nun je zwei Angestellte. Der dritte Platz ist leer. Dafür wird die Kundschaft eingespannt, damit ihr nicht zu langweilig wird. Sie darf ihre Päckchen selber scannen und ins Postloch schieben. Das haben sich die Postbonzen schlau ausgedacht. Die Kunden werden zu Hilfskräften funktionalisiert, die professionellen Postler dagegen werden wegrationalisiert. Fazit: Wertzeichen sind teurer, Wartezeiten länger, Postfilialen seltener, Postangestellte weniger, und der damit verbundene Ärger größer. Aber was machen Herr und Frau Österreicher? Anstatt den Chefs und Politiker auf den Tisch zu spucken, schauen sie kleinlaut weg oder gehen gleich zu den Blauen. Dumm gelaufen.
Auch Merkur ist auf den Zug der Angestelltenwegrationalisierungsverarschung aufgesprungen. Auch dort sind die Kassen mit lebenden Wesen reduziert, und der Kunde darf auch dort fleißig scannen und merkt nicht, dass er die Arbeit einer entlassenen Angestellten tätigt. Tja, so gehts! In der kapitalistischen Wirtschaft darf man eben alles.

Sylvia Dürr

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