Willkommen bei KPÖ Tirol 

Soviel Kohle für soviel Scheiß

Pressespiegel Stolz prangt auf dem Sonntags-Titelblatt der TT vor einigen Wochen ein herbstlich gefärbtes Bild mit schwarzen Gesichts -eingefärbten jungen Männern, die mit Pferden im Gebirge wandern. Weiter geht der Müll auf Seite drei: Dort liegen diese (oder andere) Bubis mit angelegtem Gewehr auf Gebirgsboden. Leider sind das keine gewöhnlichen Bergwanderer, sondern unser Heer, das derzeit im Hochgebirge ausgebildet wird im Hinblick auf die "Aufrechterhaltung der militärischen Kompetenz". Und Tirol ganz vorn. Genannt "Kommando Gebirgskampf". Das Bundesheer soll in den Regionen gestärkt werden für den Katastrophenschutz und die Grenzsicherungen. Es wurde eine Übung abgehalten mit 1200 Gebirgssoldaten aus Österreich und Deutschland mit der schön klingenden Bezeichnung "Edelweiß 2016". Mittlerweile verrichten 65 Soldaten ihren Dienst, indem sie die Außengrenzen sichern an der serbisch-ungarischen Grenze. Auch will das Heer schwedische Geländefahrzeuge ankaufen.Das klingt alles andere als harmlos. Wo man hinblickt: Nicht nur Merkel rüstet auf. Es fühlen sich alle mächtigen Staaten dazu berufen. Vormachtstellung, Säbelrasseln, Zähne zeigen. Krieg führen? Auch im heiligen Land Tirol.
Nicht nur zuviel Kohle für soviel Scheiß, sondern auch brandgefährlich!
Alles schon dagewesen. Und nichts dazugelernt.
Den Herrn, der Hirn regnen lassen soll, gibts nicht. So wenig wie Nikolaus oder Osterhasi. "Frieden schaffen ohne Waffen" war ein Slogan von gestern. Und heute gut eingepackt in der Vernunftmottenkiste. Bald dürfen drei wackere Soldaten am Hindukusch unser schönes Österreich verteidigen. Drei zuviel. Nur zu hoffen, dass sie anschließend einigermaßen heil und untraumatisiert wieder ins jetzt noch friedliche Ösi- Leben zurück kehren können.

Sylvia Dürr