Willkommen bei KPÖ Tirol 

Venezuela - und die Welt schaut weg?!

Pressespiegel Während die Augen der Welt derzeit auf die Ukraine gerichtet sind, wo es zu es zu einem Machtwechsel kam, der von der Straße erzwungen wurde, gibt es auch in Venezuela Proteste gegen die dort gewählte Regierung. Während in den Konflikt um die Ukraine und Krim die EU, die USA und Russland ihre imperialen Machtinteressen abstecken, versucht in Venezuela die Reaktion das Ruder an sich zu reißen und mit der Regierung Maduro auch gleichzeitig die sozialen Errungenschaften, die den Menschen unter Chavez und Maduro zuteil werden, zu entsorgen. Die Regierung Venezuelas steht vor großen wirtschaftlichen Problemen, die sie dringend lösen muss. Sie muss zusehen, wie sie mit der Inflation zurecht kommt und wie sie verhindert, dass die Preise durch Spekulation in die Höhe getrieben werden. Auch muss sie die Korruption auch in den eigenen Reihen bekämpfen.
Mittlerweile sind in Venezuela bei den Protesten seit Anfang Februar 36 Menschen beider Lager und aufgrund unterschiedlichster Ursachen gestorben. Jeder und jede Tote ist einer und eine zuviel. Jeder einzelne Fall muss dringend untersucht werden. Und das tut die Regierung. Maduro hat auch deutlich gemacht, dass die Todesfälle, die durch die Polizei verursacht wurden, umgehend untersucht werden müssen und Menschenrechtsgruppen dazu aufgefordert, solche Fälle zur Anzeige zu bringen. Unverhältnismäßige Polizeigewalt gibt es übrigens auch in den westlichen Ländern. Da wird aber oft nicht so genau hingeschaut, wie in den Ländern, wo uns die Regierungen nicht genehm sind.

Indes sind aber die Proteste gegen die gewählte Regierung in Venezuela zum Teil alles andere als friedlich. Eine gewisse Anzahl der Toten geht eindeutig auf das Konto diverser Demonstranten, die versuchen, das Ende der Regierung Maduro gewaltsam herbeizuführen. Es wäre spannend, ob US-Außenminister Kerry für gewaltsame Umsturzbestrebungen in seinem eigenen Land ebenso viel Sympathie hat, wie für die der venezolanischen Opposition. Wie würde da die Polizei in den USA bzw. in einem EU-Staat darauf reagieren?

Diverse Meldungen aus den Kreisen der Opposition erklären sich von selbst. Wenn als "Beleg" für die Polizeigewalt in Venezuela Bilder aus Griechenland und anderen Ländern herhalten müssen, dann ist jeglicher Kommentar dazu überflüssig. Auch dürften die Polizisten in Caracas wohl keine Pelzmützen tragen.

Es wundert also wenig, dass den Klagen von rechten Kreisen in Venezuela international nur sehr wenig Beachtung geschenkt wird. Botschaften á la "Maduro lässt auf das Volk schießen" sind schlichtweg falsch und leicht zu widerlegen.

Nun bin ich mit Sicherheit kein Experte der Situation in Venezuela. Doch ist relativ leicht ersichtlich, dass die linke Regierung in Venezuela den imperialistischen Machtinteressen des Westens ebenso im Wege steht wie die Tatsache, dass die Krim nun einer anderen imperialistischen Macht zugeschlagen wurde.
Daher ist auch relativ klar, wem meine Sympathie in diesem Fall gilt: den Menschen dort, die sich ihre sozialen Errungenschaften nicht nehmen lassen wollen, die es gemeinsam geschaft haben, die neoliberale Hegemonie zu brechen. Sie haben seit 1998 ein anderes Venezuela errungen. Sie haben sich eine humanistische Verfassung gegeben. In Europa wird ähnliches überfällig.

Mehr Infos dazu:

http://amerika21.de/analyse/97919/ven...-die-toten

http://amerika21.de/dokument/98157/br...rd-aktuell

zu den eindeutig gefälschten Bildern:

http://amerika21.de/fotos/97643/venez...nipulation

wer wissen will, wie die venezolanische Opposition ticks, der sei auf diverse Blogs verwiesen die mit ihren Absichten und Ansichten nicht hinterm Berg halten...

http://daniel-venezuela.blogspot.co.a...-blog.html

http://caracaschronicles.com/