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Zu ebener Erde und erster Stock

Pressespiegel „Hatte Johann Nestroy denn tatsächlich hellseherische Fähigkeiten?“, fragt sich der KPÖ-Spitzenkandidat Josef Stingl. Immerhin schwang Nestroy bereits im Jahr 1835 die Feder für die Posse „Zu ebener Erde und im ersten Stock“. Und die Parallelen zur Gegenwart sind mehr als nur frappierend!

Der Schauplatz des Stückes ist ein Mietshaus, in dem sich im Parterre die ärmliche Wohnung des Tandlers Schlucker befindet, und sich darüber das prächtige Palais des Millionärs Goldfuchs erstreckt. In diesem Erdgeschoss schlagen sich die armen Schlucker mit ihren Gläubigern herum, während im anderen Stockwerk die "Goldfüchse" alles für den Abendball vorbereiten...

Aber jetzt zurück zu uns – „Das größte Belastungspaket seit dem Bestehen der 2. Republik“ ist jetzt gerade einige Tage alt bzw. jung. Unter anderem mit Nulllohnrunden im öffentlichen Dienst und das Einfrieren der bestehenden Pensionen. So wird sich die Zahlungsfähigkeit der Mehrheit der Bevölkerung sicherlich nicht erhöhen, denn genau das Gegenteil wird der Fall sein! (Anm.: Kaufkraftverlust und damit einhergehende Verminderung der Staatseinnahmen...)

Schon jetzt sind eine Million (!) in Österreich lebender Mensch von Armut betroffen und viele von ihnen können mittlerweile sogar nicht einmal mehr die Heizkosten begleichen, den notwendigen Zahnarztbesuch finanzieren oder die kaputte Waschmaschine ersetzen!“*) erklärt heute der KPÖ-Listenerste Josef Stingl.

Einen perversen Kontrast bietet unter diesen Vorzeichen das heutige Treiben im „Ersten Stock“! Da feiern die, von Selbstbeweihräucherung triefenden Akteure dieses Belastungspakets (sprich „Abzocke“) gemeinsam mit jenen die die „Kohle“ repräsentieren ihr Freudenfest am Wiener Opernball. „In präpotent arroganter Art und Weise stellen sie via TV der Öffentlichkeit ihren, mit Sorglosigkeit geschwängerten Reichtum vor Augen!“, kritisiert ein wütender Josef Stingl. Fernab von jeglicher Betroffenheit, finanziell unbeschadet und mit (scheinbar) gesicherten Zukunftsaussichten lässt sich so unbekümmert eine weltoffene, über allen Dingen stehende Kulturfassade zur Schau stellen.Denn bei vielen von denen wurde nicht einmal die Portokasse angekratzt...

Das Ganze sei reine Bundessache, also daher keine Gemeindeangelegenheit? „Stimmt, und stimmt aber auch nicht“, so der KPÖ-Spitzenkandidat: „Auch die Stadtregierung kann sich nicht aus ihrer Verantwortung für die EinwohnerInnen stehlen und muss dafür Sorge tragen, dass ALLEN EinwohnerInnen ausreichend 'Human-Biotope', also soziale und menschliche Lebensräume zur Verfügung stehen. Das fängt bei den Wohnungen an, reicht über eine Vielfalt von zeitgemäßen Bildungsangeboten (u. a. kostenlosen Kinderbetreuungsplätze und ganztägigen Schulangeboten, Räumlichkeiten für alternative Kulturprojekte) bis hin zu Lebensfreiräumen, die für alle auch ohne Konsumzwang zugänglich sind.“

*) http://www.statistik.at/web_de/statistiken/soziales/armut_und_soziale_eingliederung/index.html