Willkommen bei KPÖ Tirol 

Zur Meinung: Asylwerber würden wegen des Sozialsystems zu uns kommen - seien also Sozialschmarotzer - eine Kritik

Standpunkte Die Entdeckung Afrikas und Amerikas begann im 15. und 16 Jhdt. durch die aufgrund von Handelskapital bereicherten europäischen Länder: Niederlande, Frankreich, England und Spanien. Vor allem durch die Gier auf Edelmetall angetrieben, wurden die eroberten Länder rasch okkupiert, die Bevölkerung entweder ausgerottet oder versklavt.

Schlüsse aus der Corona-Krise

Sozial Die Corona-Pandemie hat tiefgreifende Auswirkungen auf unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. Die Bekämpfung dieser Gesundheitskrise stellt die bisher für unverrückbar gehaltenen Verhältnisse auf den Kopf. Maßnahmen, die noch vor wenigen Monaten als undenkbar galten, bestimmen nun unseren Alltag.

Coronisierte Welt

Standpunkte Der französische Regierungschef Macron redet zu Unrecht von einem Krieg gegen Corona. Kriege sind menschengemacht. Soldaten hauen sich aus verschiedensten Gründen und auf Befehl die Köpfe ein.  Alles vermeidbar, wenn der Mensch klug wäre und sich verweigern würde. Macron führt genug Kriege. Diesmal allerdings bezieht er sich auf die Pandemie, die schlicht und ergreifend  aufgrund unsres globalisierten Wirtschaftssystems entstanden ist. Die Corona- Eindämmung und Stabilisierung der Lage ist das Gebot der Stunde. Und siehe da, plötzlich ist der Flugverkehr fast gänzlich eingestellt worden und nur noch ein Minimum an Autos tummeln sich auf den Straßen. Welch ein Labsal an Ruhe und guter Luft, die wir nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch hat man das Gefühl, dass die Frühlingsluft klarer und sauberer ist. Dieser Ausnahmezustand der Idylle ohne Flugzeugmikrofeinstaub und sonstigem Lärm und Dreck sollte man nicht nur in diesen Tagen, sondern eigentlich immer genießen können, auch außerhalb des Wohnzimmers und jenseits kleiner böser Viecher. Der deutsche Virologe Kekulé von der Berliner Charité meint, dass Ausgangsverbote aus der Sicht von Epidemiologen kein Argument und zudem falsch und kontraproduktiv sind. Man soll unbedingt zwei Meter Abstand halten, und in der frischen Luft steckt man sich nicht so leicht an wie in geschlossenen Räumen, zB im Supermarkt, wenn Drängler hinter einem stehen. Das Spazieren gehen, joggen, Tischtennis spielen etc beugt auch dem Lagerkoller vor. Außerdem verblödet der Mensch durch stundenlanges Glotzen, Datteln und Chatten, und wird durch ständiges Aufeinandersitzen latent aggressiv oder lethargisch. Mehr Scheidungen sollen die Folge sein. Andererseits kann man sich nun ausgiebig mit seinen Kindern beschäftigen. Der meist abwesende Vater ist greifbar. Wie wärs mit dem Spiel: Sich gegenseitig mit Clopapier einwickeln. Wer stellt die schönste Mumie dar?  Oder man holt endlich den halb vergessenen Schmöker mit subtiler Staubschicht hervor, um entspannt zu lesen. (Die Pest von Camus!) Wir haben auch die Zeit und Chance, unser Dasein kritisch zu hinterfragen, und die Mechanismen, die uns im Hamsterlaufrad halten.(Haha, von daher stammt scheinbar das HAMSTERN?!) Wir kommen ohne Ablenkung, aber mit Muße dazu, zu kontemplieren und nachzudenken,- und sollten dies partout nicht nur denjenigen überlassen, die scheinbar über uns stehen und für uns entscheiden, ob das Nachher wie das Vorher aussieht und alles so weitergeht, wie bisher, diese windigen Machthaber an politischen und wirtschaftlichen Schaltstellen. Türkisgrün will ohne mit der Wimper zu zucken, die Wirtschaft mit zig Milliarden stützen, kleine, aber auch die ganz großen Unternehmen, die sich schon die Finger lecken und Schlange stehen, ohne 2 Meter Abstand. Kündigungen und Kurzarbeit sind die Folge. Die betroffenen Menschen könnten jetzt durch Bewusstwerdung das gesellschaftliche, vergesellschaftete Ruder endlich in die Hand nehmen. Nutzen wir diese große Chance zu einer positiven Veränderung. Für unseren Planeten ist unsre Krise eine Wohltat. Hoffen wir, dass wir ohne größere gesundheitliche Blessuren davon kommen. Vielleicht wirds ja an Weihnachten viele Christkindlein geben.
Sylvia Dürr

Wir trauern: Ludwig Mattlschwaiger "Wörgls letzter Kommunist" verstorben

Partei
In Wörgl gibt es wahrscheinlich nur ganz wenige, die "Wörgls letzten Kommunisten" Ludwig Mattlschwaiger (so bezeichnete ihn im Sommer 2015 Vizebürgermeister Taxacher "über die Gassn" nicht kannte. Und "Luggi", wie er meist gerufen wurde, war auch in Wörgl eine Institution, als Lokführer, als GLB-Personalvertreter, als Gewerkschafter, als KPÖ-Kandidat bei diversen Wahlen, als Kaninchenzüchter und Preisrichter, als Fußball-Schiedsrichter,...

Alle Räder stehen still, wenn Corona es so will

Standpunkte Aufgrund des sich rasant ausbreitenden Coronavirus werden etliche Flüge storniert. Das Wirtschaftswachstum stagniert in Europa. Chinas Wirtschaft leidet. Kleidung, technische Geräte, Spielzeug und sonstiger Firlefanz, die ausnahmslos von billigen Arbeitskräften hergestellt werden, überfluten weniger die Weltmärkte. Der Raffineriebetreiber ChemChina und andere Ölverarbeiter haben ihre Produktion gedrosselt. Zinkkonzerne sind betroffen, da sie nicht mehr die Schwefelsäure, die bei der Herstellung anfallen, loswerden. Auch die Stahlproduktion wird heruntergefahren und -o Schreck- die Smartphone- Auslieferung wird sehr wahrscheinlich um 40% einbrechen. Autoleere Straßen in China. Lauter Business-Horrormeldungen, die uns derzeit nicht nur aus China erreichen. Mit dem Turbowachstum ist es derzeit vorbei. Die größte Handymesse mobile world congress in Barcelona wird abgesagt. Der Präsident von Bitcom bedauert dies und bringts auf den Punkt: es geht um Milliardeninvestitionsverluste. Zulieferer in Europa sind betroffen.  Auch die Tourismusbranche klagt: chinesische Globetrotter  bleiben aus, besonders in Wien und Salzburg. Man hört die Börsenwölfe von nah und fern heulen. Das kapitalistische Globalisierungssystem schwächelt und fühlt sich auch schon krank. Einen Tritt in den Allerwertesten und ab ins Nirwana. Leider nur eine Vision...
Milliardenverluste für die hiesige Wirtschaft befürchtet die WKO, und flugs fordert sie Überbrückungskredite. Schnell die private Hand aufhalten, damit aus der öffentlichen der Zaster fließt. 
Die gesundheitliche Gefährdung soll hier mitnichten kleingeredet werden.
Aber das Unglaubliche am Virusdesaster ist das derzeit spürbare Luft holen unseres Planeten. Die Ironie der Corona- Epidemie: Schädlich für Mensch und Kapital, aber gut für die Umwelt. Da kommt klammheimliche Freude auf... 
Gegen Pandemie helfen:
Mundschutz gegen Virus. 
Ohrenschutz gegen Panikmache. 
Hirnschutz gegen Dummheit. 

Sylvia Dürr

Leserbrief an die TT zu Pensionen: Alles paletti?

Sozial Richtigerweise verweist Bernd Maren auf die bevorstehende Altersarmut aufgrund von Teilzeitbeschäftigung. Richtig auch, dass diese Armutswelle weiblich ist. Mit seinem Lösungsansatz, dem Pensionssplitting kann ich wenig anfangen. Werden die Versichertenbeiträge gesplittet, erhöht sich zwar die zu erwartende Pensionshöhe für den weiblichen Familienpartner, reduziert allerdings im gleichen Ausmaß die der männlichen Familienpartner. In Pension ist das für das Familieneinkommen (ausgenommen der etwas geringeren Lohnsteuer) ein Nullsummenspiel und verringert die Altersarmut nicht.

Solidarität mit den Beschäftigten der Sozialwirtschaft

Sozial Unsere Solidarität gehört den streikenden Kolleginnen und Kollegen im Gesundheits-, Sozial-, und Pflegebereich in ihrem Kampf für die Erleichterung ihrer psychisch und physisch belastenden Arbeitsbedingungen. Das Angebot der Arbeitgeber*innen in Höhe von 2,35 Prozent bei gleichzeitigem Verzicht auf die 35-Stunden-Woche ist inakzeptabel.

Dicke Luft

Verkehr u. Umwelt In Innsbruck herrscht wieder mal seit Tagen dicke Luft, aber am Feinstaub und CO2 ersticken soll die Innsbrucker Bevölkerung nicht gerade. Deshalb der gutgemeinte Rat aus dem Rathaus, man solle das Auto stehen lassen und auf Öffis umsteigen. Auch wird im Büro des Bgm Willi angedacht, ob Öffis in Zeiten des Smogs gratis sein sollten. Andenken geht in Richtung denken, aber eben nicht richtig. So wie andocken. Ein schwebender Gedanke umkreist das Gehirn, um mit viel Glück dann dort anzudocken oder auch nicht. Drinnen ist er noch lange nicht.... Gedanken sind so ne Sache und ein Kapitel für sich. Kluge sowieso und gar nicht so einfach.
Nun denn, ich lasse meine Karre stehen und  möchte mit dem F Bus vom Flughafen Richtung Innenstadt fahren. Keine Flugzeuge donnern über meinem Kopf. Was isn da los? Kann es sein, dass die schwarzgrünschimmeligen Land- und Stadt- Granden zur Einsicht gekommen sind,  die Kerosin- und Feinstaub- Bomber zu verbieten, da diese erheblich zum Smog beitragen? Ich fahre gratis im Bus, oder anders ausgedrückt: schwarz. Juchhee. Ich löse kein  Ticket für 2,40. (Eh sauteuer!) Denn heute ist alles anders. Ausnahmesituation. Prompt werde ich kontrolliert. Ich kläre die beiden Kontrollettis auf, berufe mich auf das Büro vom großen grünen Willi und ernte tatsächlich Verständnis bei ihnen. Das wäre mal eine gute Idee. Da könnten sie schon Feierabend machen und endlich paar Bierchen kippen bei der Kälte und der schlechten Luft, meint das sympathische Duo erfreut. 
Tja, schön wärs!!!  Leider alles nur Gedankenspiele. Flugzeuge dürfen weiter die Umwelt versauen. Abwehrjäger düsen laut krachend umeinander (Davos lässt unerbittlich grüßen). Autos stehen weiterhin im Stau, produzieren Abgase und vernebeln die Sicht. Und Öffis sind mitnichten gratis. Da geht eher das Schwarzl- Kamel durchs Nadelöhr...
Somit bleibe ich lieber Zuhause-  ohne Atemmaske.

Sylvia Dürr

Black friday for future 2019

Verkehr u. Umwelt Was nicht alles möglich ist. Eine Touristenflut darf  weiterhin bequem in der Innmetropole per Flieger landen und sich anschließend gratis per Bus und Bahn zum Hotel  befördern lassen und sich sonstwo wie Heuschrecken übers Land ergießen.  Die pro und contra Flughafendiskussion ist wie weggeblasen vom Tisch. Der Föhn hat weniger nachgeholfen, dafür umso mehr die darüber empörten Interessenvertretungen von Wirtschaft und Tourismus. Nun hat auch der Gemeinderat mehrheitlich für den Flughafen Umbau gestimmt. Kein Wort mehr über Gesundheitsbelastung, Fluglärm und die Bedenken der AIA, der Anrainerschutzgemeinschaft. Der neueste Coup der Touristiker: das Gratis- Öffis- Ticket. Gar nicht dumm, aber die Frage stellt sich natürlich: warum nicht für ALLE, die hier leben und wie blöd Steuern und Gebühren berappen? Diese zukunftsorientierte Idee wird bisher von Seiten der Grünen (Grünl- Schwarzl) abgeschmettert mit der schlauen Begründung,  der IVB biete genügend preiswerte Tickets an. Stimmt aber nur partiell. Konkreter Klimaschutz ist, wenn man alles Menschenmögliche jetzt in die Wege leitet, und nicht erst in grauer Zukunft, um das große Desaster noch abzuwenden. Nicht nur aufs Geldbörserl und auf Parteienspezis schauen ist wohl immens schwierig bzw hierzulande gar nicht möglich!  Was ist mit dem Pariser Abkommen? Woanders soll dies gültig sein, bloß vor unsrer Haustür nicht. So denken die meisten Landes- und Stadtfürsten im In- und Ausland.  Kürzlich im Diskussionsforum, das von der Uni Innsbruck initiiert worden war mit dem Titel "Zukunft denken", wurden Fakten diskutiert, die hinlänglich bekannt sein dürften. Einige schöne Ideen wurden formuliert, aber kein(e) Stadt/ LandpolitikerIn war zu sichten. Man hat das Gefühl, dass die Ideen und Bemühungen contra Klimaerwärmung  wie Seifenblasen verpuffen. Am Freitag trafen sich etliche Menschen, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Diese werden wohlwollend von beinahe allen Seiten akklamiert, solange diese nur brav ihre Plakate auf der Straße hochhalten. Und am selben Tag wurden die Geschäfte wegen black friday gestürmt. (In Erinnerung an den schwarzen Freitag 1929?) Wer hat sich bloß diesen hirnlosen Quatsch ausgedacht? Konsum Konsum! Black friday for future geht wohl nicht zusammen. Ein Klimapflästerchen hier, ein Wundverband dort, reicht eben nicht. Dringend müsste der Klimapatient aber  in den OP. Der OP Saal ist leider immer noch besetzt vom falschen System, dem destruktiven Kapitalismus und von vermeintlichen Sachzwängen irgendwelcher Interessenvertreter, die nur an ihren Vorteil und Profit denken. Wie eh und je. Das wird, wenn überhaupt, nur eine Notoperation. Operation gelungen, Patient tot...? 

Sylvia Dürr

Bedingungslos? - Von richtigen Fragen und falschen Antworten

Standpunkte Die Eintragungswoche für ein Volksbegehren zur Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens wirft eine ausgesprochen wichtige Debatte auf. Abgesehen von den konkreten Mängeln des im Volksbegehren propagierten BGE-Modells stellt sich aber die Frage, ob ein BGE die Erwartungen derer, die herbeiwünschen, erfüllt.