Willkommen bei KPÖ Tirol 

America yeah!

Standpunkte
Kurze Schilderung eines USA Trips (aufgrund einer Biologen Tagung), der in einem Ski-Resort in Colorado stattgefunden hat. Die Schneelage war für Mitte Januar (und 2500 m Höhe) eher mickrig. Nehme mal an, wegen der Erderwärmung. Das kennt man ja neuerdings. Dort kommt man mit dem Pkw ja überall hin und bis auf 3600 m, besonders mit dem SUV. Der Highway geht mitten durch die Rocky Mountains, mit Blechlawinen, wohin man schaut. Die freie Natur ist eigentlich nur in (kostenpflichtigen) Alpine Centers zu genießen. Allgemein zugängliche Winterwanderwege und dergleichen sind weitgehend unbekannt. Dafür gibts oben am Berg jede Menge Alpenglow huts mit echtem Tiroler/Schweizer/Bayern Kitsch-Ambiente inklusive Live Bands in Lederhosen, deren Musik aus der Konserve kommt, obwohl die Musiker so tun, als ob sie spielen würden. Arme Kerle. Ein Scheißjob.
(Aber alles irgendwie ähnlich zum Skizirkus vor der Tiroler Haustür.)

Ein amerikanischer Kollege meinte, das mit dem wenigen Schnee sei ja nicht weiter schlimm. Wenn sie richtig Tiefschnee fahren wollen, fliegen sie mal schnell nach Chile oder Argentinien. Da gehts dann schon. Und Klimawandel ist eh eine Erfindung.

Habe dann im Resort ein Frühstück bestellt, das in einer Pappschachtel serviert wurde, mit Plastikbesteck, alles gleich wegzuwerfen. Eher grausig, und wo der Abfall hingeht, interessiert hier niemanden.

Fazit: Nach mir die Sintflut, aber Hauptsache das Business floriert.

Schließlich Fernsehen: Über 100 Sender, davon > 90% Werbung, Dauerverkaufssendungen, etc. Kennen wir auch schon ansatzweise von hier. Dann ein paar normale Sender, bei denen die Werbeeinblendungen nur bei ca 50% liegen. Es zeigt sich die Spaltung der Gesellschaft, die aber nicht fundamental ist, sondern sich lediglich am politischen Personal differenziert.
Beispiel CNN: gilt als liberal und pro-demokratisch. Der ganze Abend wurde
über die Frage gestritten, ob Trumps Wahl vielleicht von Russland unterstützt wurde. Bis zu 5 Sprecher simultan zerbrechen sich den Kopf, ob man da irgendwas dingfest machen könnte. Derselbe Schmarrn wird jeden Abend frisch aufbereitet mit tollsten Wortmeldungen von Trumps und Anti-Trumps. Absurdes Theater. Als wäre das das wichtigste Thema zur Gebarung der Trump-Administration. Ein reines Scheingefecht.
Beispiel FOX News: das absolute Kontrastprogramm mit irrationaler Hetze, dass man Angst kriegen kann. Politiker der Demokratischen Partei (eigentlich absolut harmlos, s.o.) werden öffentlich an den Pranger gestellt und verteufelt; man fragt sich ernsthaft, wann es die ersten Toten geben wird. Ironischerweise werden sie pauschal als Sozialisten dargestellt und aufgefordert, doch nach Kuba oder Venezuela auszureisen, um die Segnungen des Sozialismus zu genießen. Kennen wir noch von früher: Geht doch nach drüben!

Fazit: Der Kapitalismus wird in der Glotze (und sonst auch) von niemandem in Frage gestellt, und es scheint so, dass Hopfen und Malz verloren ist. (So wie bei uns?)
Eigentlich nix Neues....

Pidder Jansen-Dürr

Ans Christkind

Standpunkte Liebes Tiroler Christkind!
Ich wünsche mir von Herzen, dass die Menschlein draußen in der Kälte ihre innere Wärme entdecken, und den Herrn Waldhäusl in sein niederösterreichisches Waldhäusl stecken mit Stacheldraht und sich viele (Hexen) bei ihm melden, die "zwei, drei Asylkids mit nach Hause nehmen wollen". Auch wünsche ich mir, dass in ganz Tirol und weit darüber hinaus die Öffis gratis werden. Wie im Steuerparadies Luxemburg ab 2019, wo es Premier Bettel (welch passender Name!) versprochen hat. Ach, wär das schön! Und was wäre ohne Musikvolksschulen? Wer könnte dich preisen? Bist doch der Engel aller Kinder. Hab doch Einfluss auf die Vernunft der unmusikalischen und geizigen PolitikerInnen, die meinen, Musik in Volksschulen wäre überflüssig. Sie haben scheinbar keine Ahnung, was Musik, nicht nur in Kinderhirnen, bewirken kann. Stell diesen IgnorantInnen doch eine Kuh in ihre Amtszimmer und beschalle sie mit Mozart,- und siehe da, die Kuh gibt neben Kuhfladen auch mehr Milch! Aber das weißt du ja alles! Auch Frau Palfrader soll gesegnet sein mit ihrer Idee, kostenlosen Eintritt in Museen zu gewähren. Und flüstere ihr ins Ohr, dass es noch viele weitere öffentliche Einrichtungen gibt, wie das Haus der Musik, Theater, aber auch Schwimmbäder etc. Das wäre die Schau und Tirol wäre mit einem Schlag berühmt für dessen Großzügigkeit, würde aber noch mehr Touristen anlocken. (Ob das wünschenswert wäre?) Und wenn ein Kind seinen Fahrausweis mal vergisst, dann segne den Fahrer mit Toleranz und die Fahrgäste mit Großzügigkeit dem Kind gegenüber. Das und noch viel mehr wünsche ich mir von dir, liebes Christkind. Und noch ein Letztes: Wache über die Menschlein, die derzeit durch Straßen und Kaufhäuser hetzen mit verschwitztem Leiberl und rotgeränderten Augen, scheinbar wegen dir? Nimm sie bei der Hand und zeige ihnen den Himmel und die Sternschnuppen, auf dass sie die Schönheit erkennen und den Wert ihres blauen Planeten, den sie gerade ruinieren mit ihrer Kapitalismushörigkeit und dem Konsumkoller. Aber leider gibts dich nicht, sowenig wie den Osterhasen. Deshalb singen wir kein HOSIANNAH, sondern DER KAMPF GEHT WEITER!

Sylvia Dürr

KPÖ-Tirol unterstützt die Gewerkschaftliche Linke bei den AK-Wahlen

Wahlen Ende Jänner ist eine breit aufgestellte linke Kraft nicht nur in Innsbruck, sondern in ganz Tirol wählbar. Aktivist*innen der Alternativen Liste Innsbruck haben sich mit dem Gewerkschaftlichen Linksblock zu einer gemeinsamen Kandidatur zusammengefunden, um die Tiroler Arbeiterkammer aufzumischen. Denn diese benötigt dringend Druck von links.

Ohne Massenbewegung keine Revolution!

Standpunkte Martin Balluch, Tierrechtsaktivist aus Österreich, hat ein neues Buch geschrieben. Nach seinen bisher vier Veröffentlichungen, davon zwei philosophische Ansichten zu Tierrechten und Autonomie und zwei Tatsachenberichten, ist dies sein erster Roman.

Kurzsichtigkeit?

Verkehr u. Umwelt Am Donnerstag vor dem Nationalfeiertag staute es sich wieder mal in der Kranebitter Allee, im Mitterweg stadteinwärts, am Südring und sonstwo. Ein schönes Bild im feinstaubigen Dunst. Auch auf der Brennerautobahn staute sich - wie beinahe immer - der LKW Lindwurm, angereichert mit zig Kurzurlaubern, die ins lange Wochenend starteten. Ein kleines Mosaik im fortlaufenden Wahnsinn. Klimawandel?

Innsbrucker Wohnungspolitik braucht Paradigmenwechsel

Wohnen Bei der letzten Sitzung brachte die ALI einen Antrag ein mit der Forderung, Maßnahmen gegen spekulativen Leerstand und Kurzzeitvermietung zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen. Dieser wurde nach der Zuweisung an den Stadtsenat ebendort beerdigt. Die Begründung war lapidar: „Wesentliche Inhalte des Antrages“ würden „gegen die bestehende Rechtslage verstoßen“. Das war alles, was der Stadtsenat zur Kurzzeitvermietung zu sagen hat.

Die KPÖ wird 100

Standpunkte Am 3. November 1918 wurde die KPÖ in den Eichensälen in Wien Favoriten aus der Taufe gehoben. Ihre Gründung fand vor dem Hintergrund der russischen Oktoberrevolution und noch vor der Gründung der Ersten Republik statt. Der Revisionismus der österreichischen Sozialdemokratie veranlasste linksradikale und linkssozialdemokratische Aktivist*innen dazu, eine revolutionäre Partei zu gründen.

Österreich von der Besatzungsmacht befreien: Heer abschaffen!

Frieden Schon im alten Rom war bekannt, dass dem Volk neben Brot auch Spiele gegeben werden müssen, wenn es bei Laune gehalten werden soll. Auch heuer lasst es sich der Staat Österreich nicht nehmen, das Volk mit den Kunststücken der hauseigenen Gladiatoren zu unterhalten.

Der Abriss des Gesundheitssystems muss gestoppt werden

Standpunkte Die Pläne der türkisblauen Regierung werden in die Tat umgesetzt. Die neoliberale Abrissbirne trifft das österreichische Gesundheitssystem mit voller Wucht. Während die Privatkrankenanstalten zusätzliche Mittel aus den Krankenkassen erhalten sollen und die Mittel des PRIKRAF aufgestockt werden, werden die Mittel aus den Ausgleichsfonds für die Kassen gestrichen. Das Ergebnis ist ein schwarzes Loch in der Gebarung der Krankenkassen.

Eintragungswoche Frauenvolksbegehren

Feminismus In dieser Woche kann für das Frauenvolksbegehren unterschrieben werden. Vom 1. bis zum 8. Oktober liegt es zur Unterstützung in sämtlichen Gemeindeämtern auf. Alle Menschen, denen Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit ein Anliegen ist, sollten sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um auf dem Gemeindeamt zu unterscheiben.