Willkommen bei KPÖ Tirol 

Standpunkte

Bedingungslos? - Von richtigen Fragen und falschen Antworten

Standpunkte Die Eintragungswoche für ein Volksbegehren zur Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens wirft eine ausgesprochen wichtige Debatte auf. Abgesehen von den konkreten Mängeln des im Volksbegehren propagierten BGE-Modells stellt sich aber die Frage, ob ein BGE die Erwartungen derer, die herbeiwünschen, erfüllt.

Abgesang aufs Raucherstüberl

Standpunkte Die letzte Raucherbastion ist gefallen. Ösis Asterix und Obelix haben trotz zack zack zack Zauberer kapitulieren müssen, umzingelt von lauter Gesundheitsapostel-Ländern. Felix Tschick Austria gibt es nicht mehr. Eigentlich war die Kompromisslösung, -Trennung von Nichtraucher- und Raucherstüberl-, gar nicht so übel. War das schön an der Bar, am Glaserl Weißen nippen mit der Zigarette in der Hand und einem interessanten Gespräch. Man blies dem Nachbarn ein bisserl Rauch ins Gesicht und lächelte dabei. Nun trifft man sich eben vor der Tür wie aussätzige Hunderl. "Du musst draußen bleiben", Regen und Schneegestöber trotzend und frische Co2- Autoabgas- Luft schnappend. Was einen nicht umbringt, macht einen noch härter! Von den grusligen Bildern auf den Verpackungen ganz zu schweigen.
Jeder Mensch weiß ja, dass man mit Rauchen nicht gerade im Gesundbrunnen landet. Aber deshalb zum Kindergartenkind mutieren und sich sagen lassen, was man tun und unterlassen solle? Was für eine Zeit der sich häufenden Verbote! Bitte angurten, sonst piepsts! Als wäre das Großhirn geschrumpft. Als könnte man nicht Rücksicht nehmen. Der Mensch braucht scheinbar sein Gängelband. Von wegen mündig. Man muss uns vor uns selber schützen. Noch älter werden und gesund sterben? Schön wärs! Da haben die Ärzte noch mehr zu tun. Die werden aber leider nicht mehr dank Studienbeschränkung. Die PolitikerInnen haben sicher schon einen tollen Plan im Schubladerl, wie künftige rüstige 123 Jahre -PensionistInnen- Pensionen zu berappen sind. Darauf eine letzte Tschick!
Hick hick.
Und wann kommt das alc- Verbot?

Sylvia Dürr

Wahlen in Brandenburg und Sachsen

Standpunkte FPÖ/ AFD: Das sind keine Protestwähler, sondern Überzeugungstäter.

Ach wie schön, dass niemand weiß,
dass ich Glatzkopfstrammstehn heiß.
Ach wie schön, dass alle wissen:
wir werden alle Strache küssen.
Sachsen, Brandenburg und Österreich
3 hoho auf einen Streich.
Shit nochmal. Was kann ich machen.
Über Rechts und alles lachen.
Bin so groß und geh zur Ruh.
Schließe meine Äuglein zu.

Sylvia Dürr, verzweifelt wütend....

Parteispenden

Standpunkte Obwohl man es schon ahnt bzw. weiß, dass die Parteien großteils von Spenden finanziert werden (und natürlich von den Steuerzahlern), bleibt einem doch für einen Moment die Spucke weg, wenn man die Liste der ÖVP- Sponsoren und deren Spendenhöhe liest. Das ist wie ein Lobbyisten-/ Firmen- "Who is who". Die IGO- Bau-und Immobilien- Gruppe macht es ganz schlau und stückelt ihre Spenden, damit sie unter der Rechnungshof- Grenze bleibt. Gewusst wie. Der IGO Chef meint treuherzig, er wäre so großzügig, weil er die Hoffnung hegt, bei der jungen ÖVP " Verkrustungen aufzubrechen", was immer das auch heißen mag. Was und wer sich da alles auf dieser ominösen Liste tummelt, ist aufschlussreich. Klar, auch die Bergbahnen sind allesamt spendabel. (Gondel her, Gletscher weg. Eh egal!) Und die Rathaus Passage ist adabei, zwar mit vergleichbar mickrigen 8400 Euro, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.. Die Rathausgalerien gehören pikanterweise u.a. den Pitztaler Liften, der Hypo und der Stadt Innsbruck. Ein Schelm, der angesichts des bunten Spender-Gemischtwarenladens an Einflussnahme auf die Parteien denkt. Um dem entgegenzutreten, sollte man dieses ganze undurchsichtige Geld- Gespende-und Geschiebe schlichtweg verbieten. Wär doch toll!? Oder jedem gutgläubigem ÖVP-Wähler wenigstens 10 Euro an der Wahlurne in die Hand drücken, damit er auch ein wenig von dem schönen Geld profitiert! Und alle Parteien sind sich einig: ein bisschen Transparenz, aber bloß kein Verbot. Das nennt man hier und in anderen Ländern auch nicht "Schmieren" oder "Bestechen", sondern legales Spenden zum Wohle der jeweiligen Partei und deren PolitikerInnen. Jeder Depp weiß, wie das wirklich läuft mit Lobbyismus etc.
Der Wähler gibt seine Stimme ab. Der Sponsor seine Spende. Und die Partei reibt sich die Hände und drückt zwei Augen zu. So einfach ist das. Fragt sich nur, wozu wir heutzutage diese unnützen, unfähigen, kapitalhörigen, bestochenen und großkopferten Parteien noch brauchen...

Sylvia Dürr

Immoteuerung

Standpunkte Werte UnternehmerInnen, KapitalistInnen und sonstige Arbeitgebergestalten!

Das läuft ja derzeit alles sehr fein für Euch und Euren ImmoheuschreckenkollegInnen: In Tirol wurden Wohnungen innerhalb eines Jahres um 10% teurer. Seit 2015 stiegen die Preise für Wohnungen, Grundstücke und Häuser zwischen 23 und 28 Prozent. Tja, Staat/Land/Stadt sorgen leider nicht für ihre Untergebenen in Form von Immo- Enteignungen. Das Grund- und Boden-Heiligtum ist scheinbar gottgegeben und darf nicht angetastet werden. (Juristen sei Dank!) Da kann mensch lange auf seine Gemeindewohnung warten.
Eine tolle Lösung aber wäre, wenn Ihr, werte Besitzer unsrer Arbeitskraft, schlicht und einfach Löhne so erhöhen, dass wir uns ein hübsches Häuschen leisten könnten oder eine schöne Wohnung in einem schicken Viertel oder so. Das Doppelte an Gehalt wäre das Mindeste. Da müsstet ihr ein bisschen von Eurem Profit abknapsen. Oder noch besser: wie wärs mit der Einführung von Genossenschaften, sodass wir, die kleinen Arbeitnehmerlein selbst bestimmen könnten, wann wo was wieviel produziert wird?! Zu unsrem Wohl. Jawoll! Den Mehrwert teilen wir dann unter uns auf. Auch würden wir den ganzen Autoschrott versilbern in schöne, leise, solar angetriebene Öffi- Busse. Für alle gratis, versteht sich. Auch für Euch! Und für sinnvolle Tätigkeiten würden wir auch endlich sorgen. Weg mit blöd machender Arbeit. Wer hat sich das denn in der Wiege erträumt, dass er/sie später mal Closetttieftaucher wird? Niemand! Na also! Hey, das wär ein Leben!
Also, auf! An die Arbeit. Die Luft wird für Euch da oben allmählich dünner. Aber es ist genug für alle da!

Hochachtungsvoll
Sylvia Dürr, Institut gegen humankapitale Verblödung

Nachsatz: Hab mich jetzt so auf regierungsfreie Zeit gefreut. Endlich mal ein bisschen Anarchie in der Red Bull Republik. Das gibts leider sowenig wie ein bisschen Freiheit, ein bisschen Frieden tralala. (Siehe Deppensongcontest Nicole Deutschland im letzten Jahrtausend)


Missgunst und Neid

Standpunkte Beides dient schwarzblau zu Aufbereitung ihrer perfiden Sozialstaat-Vernichtungsgelüste. Bei der Mindestsicherung ist es ihnen gelungen: „Jenen – und da wiederum die faulen Asylant_innen –, die es sich in der sozialen Hängematte bequem machen, dürfen nicht gleich oder gar noch mehr bekommen, als jene die jeden Morgen brav und fleißig zur Arbeit gehen“, war die Argumentation der Regierung um die ohnehin bescheidene Mindestsicherung drastisch zu kürzen. An der miserablen Lohnsituation in den Billiglohnbranchen haben sie selbstverständlich nichts verbessert. Auch bei der Bezahlung von freiwilliger gemeinnütziger Arbeit soll jetzt das Erfolgskonzept „Missgunst und Neid“ herhalten.

Die heutige Jugend

Standpunkte
Die Jugend geht auf die Straße zu Unterrichtszeiten, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Die SchülerInnen werden zwar von PolitikerInnenseite vorerst gelobt, wie damals die Flüchtlinge mit der Willkommenskultur. Das ist aber schnell verpufft. Der Bildungsdirektor lässt keinen Zweifel daran, dass weitere Protestaktionen während der Unterrichtszeit nicht geduldet werden dürfe. Wo kämen wir dahin? Die jungen DemonstrantInnen werden zudem per saublöder TT Leserbriefe hämisch durch den Kakao gezogen.
Ein jugendlicher Häftling darf nicht zur Beerdigung seiner Mutter.
Jugendlichen Asylsuchenden werden Lehrstellen verboten. Aber anerkannte Asylsuchende sollen einer Arbeitspflicht unterstehen. Ein Zwangsarbeitsdienst für 1 Euro pro Stunde.
Der gemeinsame Nenner dieser Beispiele ist die Gewalt, Uneinsichtigkeit, Borniertheit, aber auch Angst vor dahinschwindenenden Pfründen der älteren, noch Macht ausübenden Generation. Ob nun die Stimmen aus dem Volk, die Politikerinnen oder der wiehernde Amtsschimmel, sie alle haben eins gemeinsam: Sie wollen Jugendlichen Einhalt gebieten, sehen in ihnen sogar eine Bedrohung. Und wenns zu bunt getrieben wird, kriegt der Nachwuchs eins auf den Deckel, damit er ja nicht vergisst, wer hier wirklich das Sagen hat! Das sind die, die es in kürzester Erdgeschichte geschafft haben, nicht nur Menschen, sondern auch deren Lebensräume zu exploitieren, auszubeuten, VertrererInnen unseres globalisierten, kapitalistischen Wirtschaftssystems. Yes, ein alter Hut. Zu hoffen, dass die young Generation die wahren Schuldigen der ganzen Misere ausmacht.
Ist doch erfrischend, wenn es noch (junge) mutige Menschen gibt, die dem ewigen Sermon "Man kann ja doch nichts ändern!" etwas entgegensetzen. Junge Asylsuchende habens da wesentlich schwerer.
Der TT- Karikaturist Jokesch schießt einmal mehr den Vogel ab, indem er den Alten den Jungen fragen lässt, was er einmal zu werden gedenke, wenn er mal groß ist. Die Antwort: "Egal! Hauptsache, ich werde".
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Sylvia Dürr

FRIDAYS FOR FUTURE

Standpunkte Fein, dass die 15 jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg in aller Munde ist und bei den jungen Menschen zu Denkanstößen anregt. Erfreulich, dass ein -oft belächelndes -Pippi Langstrumpf- Mädchen den Mut und den Idealismus hat, den Großkopferten dieser Welt die rote Karte zu zeigen. Die hiesigen SchülerInnen gehen nun auch gegen den Klimawandel auf die Straße.
"Fridays for Future". Hört sich toll an.
Leider scheitern die gut gemeinten Aktionen schon im ganz Kleinen (siehe Artikel in der TT): Die Familienvorteilskarte der ÖBB endet schon mit 15 Jahren. Dann ist Schluss mit lustig, und die Begründung des ÖBB - Pressesprechers sehr einleuchtend: Als Unternehmen muss man Angebote nach Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit erstellen. Das ist eben der Knackpunkt: private und teilprivate Unternehmen müssen profitorientiert handeln. Das nennt man altmodisch: Mehrwert schaffen. Kennen wir schon. Ein alter Hut seit paar 100 Jahren. Mittlerweile bleibt auch das Klima auf der Strecke, nicht nur der Mensch. Im wahrsten Sinne der Wortes. Solange man die MacherInnen dieses konsumorientierten und menschenunwürdigen Wirtschaftssystems weiterwurschteln lässt und dieser globalisierte Kapitalismusunfug quasi als gottgegeben hingenommen wird, sind die Erdlinge mitsamt ihrem Trabanten die ausgebeuteten Dummen.

Teurer Schienenverkehr, kostenpflichtige Öffis, LKWs die Waren hin-und her karren, anachronistische Abgas-Vehikel, dröhnende Flugzeuge, Waren aus Übersee, Waffen nach Übersee, irrsinnige Plastikverpackungen, Klamotten aus Billiglohnländern, ...
und und und....

Trotz alledem- oder gerade deshalb- sollten die Gretas dieser Welt nicht resignieren, sondern weiter kämpfen!

Sylvia Dürr

Soll Österreich zu Venezuela "Farbe bekennen"?

Standpunkte Christian Ultsch hat in einem Artikel in der Presse vom 2.2.2019 die österreichische Bundesregierung dazu aufgefordert, zur Machtfrage in Venezuela "Farbe zu bekennen". Zahlreiche Regierungen haben das bereits getan, indem sie sich eindeutig hinter Juan Guaidó gestellt haben, nachdem sich dieser zum Übergangspräsidenten von Venezuala erklärt hatte und von der Nationalversammlung vereidigt wurde. Die Liste der Staaten, die nun hinter Guaidó stehen, ist lang: USA, Kanada, Brasilien, Argentinien, Australien, Israel, Deutschland, Frankreich und einige mehr. Auch das EU-Parlament hat sich hinter den selbsternannten Übergangspräsidenten gestellt. Nun fordert Ultsch folgerichtig, dass sich Österreich in die Reihen derer einfügt, die die sozialistische Regierung unter Maduro so schnell wie möglich beseitigen wollen. Obgleich sich auch die österreichische Bundesregierung tendenziell hinter Guaidó stellt, ist das Ultsch zu wenig. Er fordert, dass die österreichische Regierung noch mehr als bisher auf die Neutralität pfeift, sich mit mehr Einsatz am Völkerrechtsbruch beteiligt und sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einmischt.

Wifi Parkhaus

Standpunkte
Nun bekommt Innsbruck auf dem Areal des Wifi ein neues Parkhaus über 7 Etagen, damit die TeilnehmerInnen, die aus dem ganzen Land anreisen, bequem an ihr Tagungsort können. Nach oben wird gebaut. Ein hässlicher und anachronistischer Irrsinn! Ganz im Stil der 70er Jahre. Da war das Benzin- und Diesel- Auto noch uneingeschränkt König und kein Auslaufmodell. Moderne Metropolen sollten heutzutage drauf schauen, Autos aus den Städten so weit und gut wie möglich zu verbannen und dafür ihre Öffis auszubauen. Das klappt bisher so gut wie nicht. Die Autolobby ist eben doch am Stärksten. (Irgendwelche beknackten Lungenärzte in Deutschland bezweifeln nun auch die Schädlichkeit der Autoabgase. Da müsste man doch glatt mal ihr Bankkonto inspizieren!) Luxemburg ist Vorreiter in Sachen gratis Öffis. Die stecken ihre fette Kohle wenigstens in ein sinnvolles Projekt. Auch das ist möglich. Züge sind viel zu teuer und sollten wesentlich verbilligt oder gratis!!!! werden, sodass auch die Wifi- KursteilnehmerInnen in den Genuss kommen und ihr luft- und raumschädliches PKW- Gefährt daheim lassen können. Die hiesigen StadtplanerInnen sind scheinbar irgendwann mit ihren Ideen im vorigen Jahrhundert stehen geblieben und brauchen sogar ein "Europan 15", den urbanen Ideenwettbewerb, um das armselige, triste Areal zwischen Innbrücke und Marktplatz aufzuhübschen. Das ist mal eine gute Idee. Die jungen ArchitektInnen aus ganz Europa sollten dann auch den Gang zum Wifi- Areal (und anderswo in Innsbruck) wagen. Da werden sicherlich die Augen gerieben ob soviel scheußlicher Bauten inmitten immerwährendem Straßenverkehrsgedröhne.

Sylvia Dürr