Willkommen bei KPÖ Tirol 

Standpunkte

Von der EURO 08 zur STEURO 09

Standpunkte Ein Gewinn für die Alpenregion, eine Million Nächtigungen, neue Arbeitsplätze, eine erhöhte Wertschöpfung, ein höheres Steueraufkommen und ein unbezahlbarer Werbeeffekt waren einige Schlagworte mit denen uns im Vorfeld, die Fußball-EM schmackhaft gemacht wurde. Gemeinsam sehen wir auf ein "Fußball-Sommermärchen" im Zuge der Fußballeuropameisterschaft 2008 zurück. Innsbruck feierte ein spannendes aber friedliches Fußballfest. Die Stimmung war unbeschreiblich und die Euphorie ansteckend hoch!“ wirbt die Tirol Werbung GmbH nach der EURO 08 auf ihrer Homepage http://www.tirol08.at.

Für Juden kein Zimmer, für Ausländer keine Bleibe?

Standpunkte "Leserbrief an die TT"
"Touristikerin verwehrt Juden Zimmer","Lega Nord fordert eigene U-Bahn-Waggons nur für Inländer","Wohnung nur an Inländer zu vermieten","Abendland in Christenhand". Neonazis allüberall, nicht nur in Deutschland. Angesichts dieser Meldungen und Slogans fühlt man sich so langsam aber sicher in die düsteren 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzt.

Gedenkjahr 2009

Standpunkte Von Rosmarie Thüminger
Was hat das weiträumige Deutschland mit dem engen Land Tirol gemeinsam? Das Gedenkjahr 2009 und mit diesem brechen Serien von Feiern, Festen, Umzügen, Symposien, Ausstellungen, Wettbewerben, Volksläufe, Buchprojekten, Filmen, … voll von historischer Folklore, über die gestressten BürgerInnen hie wie dort herein. Deutschland feiert 20 Jahre Mauerfall und Wende, Tirol feiert den verlorenen Freiheitskampf, der sich heuer zum 200. Mal jährt.

Kruzifix, Halbmond und Davidstern

Standpunkte Ein blasphemisches Gespenst geht um in Tirol. Das ist die Forderung der Wegnahme des Kruzifixes in den Schulklassen. Ein Aufschrei war die Folge und hat kirchliche und schulweltliche Instanzen dazu bewogen, Stellung zu nehmen.

Von der AKS (Aktion kritischer Schüler) als kleiner Schneeball losgetreten, ist diese Diskussion nun allmählich zur aufgeblasenen Luftlawine mutiert. Alle fühlen sich berufen, diesem heiligen Kruzifix die Stange zu halten. Mehr noch, über die famose Idee, auch neben dem christlichen Glaubenssymbol andere aufzuhängen, wie zum Beispiel den türkischen Halbmond oder den Judenstern, wird öffentlich nachgedacht, auf dass auch ja kein Gott beleidigt sei.

Säbelrasseln - Der falsche Weg?

Standpunkte Von Josef Stingl
Gestern kam es in ganz Österreich zu punktuellen Warnstreiks bei der Post. Zur Erinnerung: Post-Generaldirektor Wais hat für die Post ein "EU-Briefpost-Liberalisierungs-Fitnessprogramm" mit einem Minus von 9.000 PostbeamtInnen und fast 1.000 Postämtern im Auge. Alt-Infrastrukturminister und Neokanzler Faymann hat daraufhin die Schließung der Postämter zeitlich bis zum 30. Juni 2009 – also einem Zeitpunkt nach den Arbeiterkammerwahlen – ausgesetzt.

Arbeitszeit als Umverteilungsmechanismus

Standpunkte Es besteht Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung und sie ist auch angesichts der steigenden Arbeitsbelastung und wachsender Arbeitslosenzahlen ein dringendes Gebot der Stunde. Die letzte umfassende Arbeitszeitverkürzung gab es vor nunmehr 33 Jahren: 1975 wurde die 40-Stunden-Woche gesetzlich verankert. Vielmehr noch Arbeitszeitverkürzung schon heute Realität, aber ohne Lohnausgleich. Wir erinnern beispielsweise an den Handel, wo Vollzeitarbeitsplätze in der Zwischenzeit die Ausnahme sind, oder an das Bau- und Gastgewerbe, wo Ganzjahres-Arbeitsmodelle eine Seltenheit sind. So ist in Tirol nur mehr jeder zweite Arbeitsverhältnis ein Ganzjahres-Vollzeitarbeitsverhältnis.

Halbe Steuern für Frauen hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun!

Standpunkte Wie es aussieht haben sich die Grünen von der Forderung nach einer Gleichstellung von Mann und Frau am Lohnzettel verabschiedet. Der Vorstoß von Eva Glawischnig, dass Frauen nur die halben Steuern zahlen sollten, kann nur als eine Kapitulationserklärung verstanden werden. Der Staat soll also das Fehlen dieser Gleichstellung von Mann und Frau aus den Mitteln der Steuerzahler (hier bewusst ohne -Innen) bezuschussen. Hier geht es jedoch um Geld das den Frauen von ihren ArbeitgeberInnen vorenthalten wird. Es wäre falsch, diese Kosten der Allgemeinheit aufzuerlegen und damit den Kampf um echte Gleichberechtigung aufzugeben. Anstelle von Almosen für Frauen kämpft die KPÖ für eine echte Gleichstellung von Mann und Frau in allen Lebensbereichen.

Roland Steixner

Zuwanderung, aber nur assimiliert?

Standpunkte Zuwanderung? „Ja, aber nur wenn sie integrationswillig sind“, ist das Standardargument unserer Regierung. „Integration bedeutet Herstellung eines Ganzen, Erneuerung. Integration beschreibt einen dynamischen, lange andauernden und sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens. Dieser Prozess besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und anwesender Mehrheitsbevölkerung“, heißt es bei Wikipedia.

Wollen das ÖVP und SPÖ? Nein, sie wollen Assimilation, also die völlige Anpassung der ZuwanderInnen an unsere Sprache, unsere Strukturen, unsere Kultur, unsere Religion, unsere ... In Prinzip nichts anderes als die FPÖ-Slogans „Patriotismus (Nationalismus) statt Islamismus“ oder „Glockenklang statt Muezzingesang“.

Ablehnung des EU-Vertrags aus linker und aus rechter Sicht

Standpunkte von Roland Steixner
Aus linker Sicht ist den EU-Vertrag entschieden abzulehnen, da dieser Vertrag u.a. eine faktische Aufrüstungsverpflichtung enthält – ein Umstand, der nicht tragbar ist. Als ob es nicht schon genug wäre, dass die USA und ihre Vasallenstaaten auf der ganzen Welt ihre Kolonialherrschaften errichten wollen, will nun auch die EU im Kampf um die Vorherrschaft auf der Welt auch mit militärischen Mitteln kräftig mitmischen.