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Wohnen

Brennertransitwahnsinn

Wohnen Die Überschrift des TT Artikels bringts auf den Punkt: Viele Worte, wenig Taten,
- nach dem Berlin-Gipfel. Grün/schwarz/schwarz traf sich zum lustigen Stelldichein mit Berliner Häppchen und viel Blabla.
Und ewig grüßt das Murmeltier: Seit Jahren schon erhöht sich der LKW- und sonstige Verkehr, besonders über die beliebte, billige Brennerroute. Bei den PolitikerInnen, Unternehmern, Frächtern und der Bevölkerung allseits bekannt. Gurgiser, der männliche Tiroler Greta- Verschnitt, und seine wackeren MitstreiterInnen sei Dank, dass diese Problematik auch in Form von (viel zu wenig) Demonstrationen auf der Autobahn medienwirksam aktuell bleibt.
Wenn man derzeit auf einen garantierten Stau Lust hat, der fahre kurz zur Europabrücke hinauf. Spätestens dort reihen sich LKW um LKW. (Und auf der Baustelle malochen geleaste Mannen- bei über 30°, versteht sich.) Der reine Diesel Wahnsinn. Alles noch hübsch subventioniert und super billig. Waren, die mensch eigentlich gar nicht braucht, werden hin und her gekarrt von unterbezahlten Fahrern. Als hätte man diesen Menschen solchen Unfug an Lebenszeit- Verplemperung an der Wiege gesungen. Sie hätten bestimmt Besseres zu tun, aber seit dem Wegfall der Ostblock- Regimes ist es keine Kunst für westliche Unternehmen, diese Menschen als Billigstarbeitskräfte zu ködern. Man fragt sich kopfschüttelnd, was in den Hirnen der für den Transit- Wahnsinn verantwortlichen PolitikerInnen vor sich geht. Hüben wie drüben. "Anreize schaffen" für die Verlagerung von der Straße auf die Schiene, wie der bescheuerte CSU Minister Scheuer (nomen est omen) meint, ist lachhaft. Rigorose Verbote müssen her und das Diesel- Privileg weg! Wenn man bis zum Sanktnimmerleinstag damit wartet und auf jeden Rücksicht nimmt, bloß nicht auf die Bevölkerung, dann gute Nacht Tirol, Bayern, Südtirol und Klima. Auf den Brennerbasistunnel, diesem Milliardengrab, wird im TT Artikel hingewiesen, obwohl Expertenmeinungen von diesem Mammutprojekt abraten, denn einige kleine Tunnels mit zusätzlichen Gleisen an wenigen Stellen wären sinnvoller als eine Riesenröhre. In Deutschland werden derzeit nur 1/5 des Frachtgutes auf Schienen befördert. Das ist -nicht nur beim großen Nachbarn,- ein anachronistischer Schwachsinn. Den gordischen Knoten zerhauen und nicht mehr nur ans Geld und an den Profit gewisser Lobbys denken! Klingt wie im Märchen. Leider leben wir NOCH in jenem System, in dem nicht der Mensch mit seinen Bedürfnissen an erster Stelle steht. Wie lange noch?
MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!

Sylvia Dürr

Wohnraum zu Hotels - oder: Wie sich die Grünen ins politische Aus befördern und die SPÖ sich selbst abschafft

Wohnen 265 Betten in 75 Zimmern. Mit diesem Satz ließe sich Wohnungspolitik mit grüner Handschrift in Innsbruck knapp und sehr treffend beschreiben. Denn eine knappe Mehrheit in Bauausschuss und Gemeinderat wird voraussichtlich am 28. März die Umwidmung eines Gebäudes der Bundesforste in einen Großbeherbergungsbetrieb besiegeln. Mit dabei aus voller Überzeugung neben FI und den NEOS sind die Grünen. Doch am Ende dürfte das gespaltene Abstimmungsverhalten der SPÖ die Mehrheit im Gemeinderat sichern.

Innsbrucker Wohnungspolitik braucht Paradigmenwechsel

Wohnen Bei der letzten Sitzung brachte die ALI einen Antrag ein mit der Forderung, Maßnahmen gegen spekulativen Leerstand und Kurzzeitvermietung zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen. Dieser wurde nach der Zuweisung an den Stadtsenat ebendort beerdigt. Die Begründung war lapidar: „Wesentliche Inhalte des Antrages“ würden „gegen die bestehende Rechtslage verstoßen“. Das war alles, was der Stadtsenat zur Kurzzeitvermietung zu sagen hat.

Wohnraum ist knapp, weil es die Politik es so will

Wohnen (Leserbrief zum tt-Artikel vom 27.08.2017: „Junge fallen aus dem Markt für Wohnungseigentum“)

All die in diesem Artikel beschriebenen Tatsachen sind sattsam bekannt. Die Politik vermeidet es seit Jahrzehnten, an den wesentlichen Stellschrauben zu drehen. Die Einführung von klaren und verbindlichen Mietobergrenzen für alle Wohnungen wäre längst überfällig, würde den überhitzten Immobilienmarkt abkühlen und in der Folge auch kommunalen Wohnbau billiger machen.

Innsbrucker Planungsstadtrat ist scheinbar nicht mehr ganz dicht

Wohnen Fein, was sich die Herren (und Damen?) in Politik, Gestaltung und Stadtplanung ausgedacht haben, nämlich eine Verdichtung des schon ziemlich verdichteten O-Dorfes. Aber bisher sind die O-Dorf-Bewohner einer Umfrage nach zufrieden mit ihrer Verdichtung. Aber gehts noch dichter?

Tataaa, der Mietzinswurm ist wieder da!

Wohnen Die Wohnkosten auf dem freien Wohnungsmarkt sind weiterhin hoch. Doch auch bei den Mieten, deren Festlegung dem Mietrechtsgesetz unterliegt, sorgt die Bundesregierung dafür, dass die Profite der VermieterInnen nicht geschmälert werden.

"Das ist ja Diebstahl!"- schreit der Dieb

Wohnen Wieder einmal bestätigen Zahlen, dass eine gesetzliche Begrenzung des Mietzinses dringend nötig wäre. Denn die Mieten für Wohnungen, deren Mietzins frei vereinbart werden kann, weil sie nur unter den Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes fallen, steigen seit Jahren eklatant an.

Diskussion ohne Denkverbote!

Wohnen Der TT-Artikel über die „Wohnungsvergabe neu“ macht nur allzu deutlich, wie sehr sich die Stadtregierung von den Bedürfnissen der Innsbrucker Bevölkerung entfernt hat. Anstatt dafür zu sorgen, dass Wohnraum für alle bereitgestellt wird, oder zumindest darum zu kämpfen, dass auch Landes- und Bundespolitik entsprechende Maßnahmen ergreifen, machen die Damen und Herren der ampelfärbigen Stadtregierung weiter wie gehabt. Weiter wie gehabt? Nein, die Wohnungsvergaberichtlinien sollen reformiert werden.

„Wohnungsvergabe neu“ – ein unsolidarisches Projekt?

Wohnen Die Stadt Innsbruck überarbeitet die Vormerk- und Vergaberichtlinien für die Sozialwohnungen der Stadt Innsbruck. Eine Überarbeitung der Vergaberichtlinien zum Vorteil der Wohnungssuchenden wäre schon längst überfällig. Was allerdings bislang nach außen gedrungen ist1, deutet – gelinde gesagt – nicht gerade darauf hin, dass es sich hier um eine Verbesserung handelt. Zumindest dann nicht, wenn man der Ansicht ist, dass es Aufgabe der Stadt ist, leistbaren Wohnraum für alle zur Verfügung zu stellen.

Nach Antrag auf Betriebskostenlegung - Räumung!

Wohnen Der Fall von Frau H. ist in Hinblick auf die Rechtssprechung in Innsbruck ganz besonders befremdlich. Aufgrund zu hoher Wohnkosten brachte die Mieterin Frau H. bei der Schlichtungsstelle einen Antrag auf Betriebskostenlegung ein. Im Zuge des Verfahrens stellte sich heraus, dass die betreffende Wohnung unter den Vollanwendungsbereich des MRG fällt, da die Mieterin nachweisen konnte, dass die Wohnung sich in einem Gebäude befand, welches bereits vor 1945 errichtet wurde. Daher machte Frau H. Rückforderungen in der Höhe von 9000 Euro geltend. Die Mieterin hatte ihre Miete samt Betriebskosten immer pünktlich überwiesen, sodass sie sich in dieser Hinsicht nichts zu Schulden kommen hat lassen.