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Feminismus

Eintragungswoche Frauenvolksbegehren

Feminismus In dieser Woche kann für das Frauenvolksbegehren unterschrieben werden. Vom 1. bis zum 8. Oktober liegt es zur Unterstützung in sämtlichen Gemeindeämtern auf. Alle Menschen, denen Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit ein Anliegen ist, sollten sich ein paar Minuten Zeit nehmen, um auf dem Gemeindeamt zu unterscheiben.

Schwammige Antwort

Feminismus Leider erläuterte die neue Sozial-und Frauenreferentin von den Grünen, Gabriele Fischer, gegenüber der Tiroler Tageszeitung nicht konkret, was ihrer Meinung nach so neu an der Forderung sei, Schwangerschaftsabbrüche in Ambulatorien durchzuführen.

Nicht am Ziel

Feminismus Vieles über die Übergriffe in der Silvesternacht wurde in den letzten Tagen berichtet. Über tagtägliche sexuelle Übergriffe allüberall fällt leider kein Wort. Die sind eben normal (?!). Noch wird gegrapscht am Arbeitsplatz, vergewaltigt in der Ehe, noch gibt es Frauen, die sich verkaufen (müssen), noch gibt es Frauenhandel, etcetera etcetera. Die Ausschreitungen in der Silvesternacht: alles andere als lustig und doppelt frauenfeindlich: zum einen wurden sie ausgeraubt, zum anderen sexuell belästigt. Deutlicher kann man die Missachtung und Deklassierung von Frauen kaum zeigen. Jahrzehntelang wurde für die Emanzipation gekämpft und viel Häme und Diskriminierung seitens der Männerwelt eingesteckt. Noch sind die Frauen nicht am Ziel.

KPÖ verlangt Krankenhäuser für Abtreibung zu öffnen

Feminismus Weder in Tirol noch in Vorarlberg gibt es ein öffentliches Krankenhaus das Abtreibungen durchführt. Somit steht Frau im Westen Österreichs mit einer ungewollten Schwangerschaft vor verschlossenen Türen. „Öffentliche Krankenanstalten werden mit öffentlichen Mitteln finanziert und müssen daher bei allen Nöten zur Verfügung stehen, so auch für Schwangerschaftsabbrüche“, erklärt anlässlich des Internationalen Frauentags, die KPÖ-Sprecherin Rosmarie Thüminger und kündigt diesbezüglich den Start einer Petition an die Tiroler Landesregierung an.

Feuchtgebiete im Kino

Feminismus von: Sylvia Dürr
Schoß/Stoßgebete, Feucht/Sumpfgebiete:

Auf Charlottes Filmpornoklamauk (schüttel)

haben wir klein-Doofis gewartet (hechel),

damit mal wieder klar wird (stöhn),

wer und was ein richtiges Roche-loch ist (grunz),

Und ewig singen die Ziegen (mäh),

Feminismus ade (heul),

Hauptsache, die Kasse klingelt (schnauf),

Sex sells ewiglich (Amen).

Baby ist keine Entschuldigung

Feminismus Ausgerechnet im Institut für Erziehungswissenschaften wurde einer Studentin das Sommersemester nicht angerechnet, weil sie just ein nicht zu versäumendes, hochheilig wichtiges Seminar wegen Geburt leider doch versäumt hatte. Wohl gemerkt haben Professorinnen- WEIBER!!- dies entschieden. Frauensolidarität: ein Fremdwort von annodazumal? Warum kann man im 21. Jahrhundert ein sogenanntes Vollzeitstudium nicht familienfreundlich gestalten? Was passiert, wenn man längere Zeit krank ist oder das Bein gebrochen hat? Fliegt man dann raus? Harte, unfreie und intolerante Zeiten sind an der verschulten Alma Mater angebrochen. Vor dem "Bologna- Prozess" war alles noch ganz anders. Ich kenne Professoren, die seitdem das Handtuch geschmissen haben.<p><Sylvia Dürr

Leserbrief an die TT

Feminismus Das "Ende der Ungleichheit" ist, sehr richtig bemerkt, noch in weiter Ferne, wie überhaupt jegliche Form der "Gleichheit" oder Gerechtigkeit der Löhne. Nicht nur sind die Frauen (im Grunde ALLE!) als das "andere" bzw. das "zweite" Geschlecht (siehe Simone De Beauvoir) immer noch benachteiligt, sondern auch etliche männliche Kollegen. Warum tummeln sich die Gehälter des Dachdeckers, Busfahrers, Bauarbeiters, Altenpflegers etc eher im unteren Gehaltsbereich, obwohl dies alles verantwortungsungsvolle Berufe sind, wobei andere wiederum, die keinen erkennbaren gesellschaftlichen Stellenwert haben, weit höher liegen.

Wir wollen alles und zwar sofort!

Feminismus Die Tiroler Tageszeitung Rubrik Leserbriefe versteht es einmal mehr, mit stumpfen reaktionären Meinungen das Volk zu nerven. Heute ist der männliche Hirnerguss eines Osttirolers dran, der u. a. meint, dass man der Frau daheim ein Gehalt zahlen soll. Und von wem kommt die Kohle? Vom eigenen (Ehe-) Mann. Sozusagen ein Scheingehalt, damit sie die Goschn hält und statt mit den Augen,- befriedigt die Knödel rollt. Weiters bewegt sich das Weib scheinbar in irrationalen Vorstellungen von Beruf und glücklicher Familie. Soweit der Leserbrief. Der ist schon wieder komisch, wenn nicht alles so kotzbrockig und bezeichnend für die hiesige Männer-Meinungswelt wäre.

Tabu: Schwangerschaftssabbruch in Tirol

Feminismus von Rosmarie Thüminger
Im Jahre 1975 hat die linke und autonome Frauenbewegung mit Hilfe der damaligen Staatssekretärin Johanna Dohnal die Fristenlösung durchgesetzt. Das bedeutet nach 97 StGB: "Die Tat ist nicht strafbar, wenn der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Schwangerschaft nach vorhergehenden ärztlichen Beratung von einem Arzt vorgenommen wird..." Das ist Gesetz, doch die Realisierung ist in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich. In Wien, Salzburg oder in Kärnten z.B. können sich die betreffenden Frauen an die öffentlichen Krankenhäuser wenden, in Tirol hingegen gibt es nur drei Privatpraxen, in denen Eingriff gemacht wird - und das zu hohen Kosten. Durch das Tabu, das über das Thema hängt, wissen nur wenige Frauen über dieses eingeschränkte Angebot Bescheid. Das bedeutet, dass die Frauen gegen ihren Willen und gegen ihre eigene Einschätzung ihrer Lebenssituation die Schwangerschaft fortsetzen. Ihre Selbstbestimmung ist dadurch stark eingeschränkt. Aber: Schwangerschaftsabbruch ist eine Aufgabe der Gesundheitspolitik!

Leserbrief an die "Tiroler Tageszeitung"!

Feminismus von Sylvia Dürr
Die Art- Kunstmesse in Innsbruck wirbt in der Tiroler Tageszeitung mit einem weiblichen Akt. In Kunstkreisen "normal"; die Darstellung des nackten Frauenkörpers gehört zur erotischen Phantasie der meist männlichen Maler wie die Semmel zum Frühstück, aber was hat eine nackte Frau als Werbeträgerin in einer Zeitung zu suchen? Wahrscheinlich will die Veranstalterin Johanna Penz, dass dadurch mehr männliche Besucher angeregt erregt in die Messe rennen, in der Hoffnung, auf billige Art und Weise pornoähnliche Bilder zu Gesicht zu bekommen. Mit einem weiblichen nackten Körper zu werben, sei es auch unter dem Deckmäntelchen der Kunst, ist nach wie vor höchst frauenverachtend und sexistisch. Immer wieder das gleiche dumme alte Lied: female Sex sells.