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Sozial

Corona, zum Zweiten..

Sozial Die zweite Corona- Welle ist über uns hereingebrochen, weniger plötzlich und heftig wie ein Tsunami, sondern eher gemächlich wie Ebbe und Flut. Die Ebbe hatten wir sozusagen im Sommer und alle Menschen freuten sich und benutzten hiesige Campingplätze und Ferienwohnungen. Die meisten EuropäerInnen blieben in ihren Ländern. Die Meere erholten sich aufgrund mangelnder Kreuzfahrt-und sonstiger Schiffe. Das Wasser war klar und rein und ist es noch. Am Himmel dieselbe Ruhe und Sauberkeit. Welch eine Erholung, auch im Inntal am ruhigen Innsbrucker Flughafen kein unerträgliches Gedröhne! Leider ist dieses Natur- Aufatmen dem Virus  geschuldet, der alles bisher Erlebte auf den Kopf gestellt hat und immer noch wütet. Wer trägt die Verantwortung? Sind es die Uneinsichtigen, denen die AHA-Regeln fremd oder egal sind? Oder liegt es an der Atemluft in vollgestopften Öffis? Oder an fragwürdigen Testergebnissen, die positiv und negativ sein können bei der gleichen Person? Sind es die weitsichtigen (!) PolitikerInnen, die ihren Winterschlaf im Sommer hielten und sich nicht schon an den kommenden Herbst und Winter orientierten, bezüglich einer eventuellen zweiten Welle? Österreich mit Deutschland soll über eines der besten Gesundheitssysteme weltweit verfügen. Das ist sehr beruhigend, nur leider erfahren wir, dass  die Kapazität an Intensivpflegerinnen und- Betten langsam an ihre Grenzen stoßen. Wen wunderts. Und das nicht nur an Kliniken, sondern auch in Pflegeheimen, was ja schon seit Jahren hinlänglich bekannt ist. Der sogenannte Pflegenotstand hat sich mitnichten verbessert, sondern im Gegenteil, durch den häufigen  Wegfall polnischer und rumänischer Kräfte, schauts in manchen Heimen, aber auch in der häuslichen Pflege düster aus. Die Politik spart seit eh und je an  dringend benötigten und wertvollen Arbeitskräften. Diese werden weder adäquat entlohnt, noch finden sie bezahlbare Wohnungen in Städten wie zum Beispiel Innsbruck, einem megateuren Pflaster. Sie haben 12-Stunden- und Nachtschichten und sind meist im Zeitdruck, was sehr bedauernswert ist, da sie natürlich gerne mehr Zeit hätten für ihre PatientInnen. In diesen Zeiten erkennt man zumindest klar, welche Berufe unnötig, parasitär und welche gesellschaftsrelevant, sinnvoll und nützlich sind. Diese sind aber leider  unterbezahlt. Welch ein Hohn! Wo bleibt die Aufwertung? Da käme ein bedungungsloses Grundeinkommen von mindestens 1700¤ gerade zum richtigen Zeitpunkt. Besonders auch für die vielen guten weiblichen Geister, die  Doppel-und Dreifachbelastungen schultern ohne Ende. Das Geld verführt mitnichten zum Hängemattendasein, wie manche gstopften Arbeitgeber meinen, sondern ist angemessen und gerechtfertigt. Zu allem Überdruss erfährt man, dass es im Gesundheitsbudget betr. Kliniken ab 2021 Einsparungen geben soll. Blöder gehts wohl nimmer? Und nun der Lockdown oder Shotdown PENG! mit kulturellem und psychischem Knockout für ALLE! Die Menschen in Alten- und Pflegeheimen und SchülerInnen haben keine Wahl. Sie sind den Verordnungen quasi hilflos ausgeliefert. Die Einen kriegen seltenst Besuch und verstehen  womöglich die Welt nicht mehr, die Andren sollen school home office mit Mutti und Vati spielen. Und das schon  mit 7Jahren? Adieu Chancengleichheit. Die gabs eh nie. Einige Verbote sind schwer nachvollziehbar. Das ist die Crux: je unlogischer Verordnungen sind, desto schwerer ist es, die Sinnhaftigkeit derer zu erkennen, um sich nicht wie ein Trottel zu fühlen. "Treffen Sie niemanden!" lautet der Slogan unseres  kurzen Kaisers. (Fehlt nur noch die Krone, das Zepter und das Hermelinmäntelchen).  Immerhin darf man noch einsam sporteln im Freien.  Outdoor Einrichtungen sind aber dermaßen spärlich gesät, dass dort schon frühmorgens ein Massenandrang herrscht. Aber diese werden nun auch geschlossen. Früher gabs sogenannte Trimm Dich Pfade und Parcours, die mittlerweile entweder vor sich hingammeln oder ganz verschwunden sind. Körperliche Ertüchtigung an frischer Luft ist eh die beste Medizin, steigert das Wohlbefinden und ist gut fürs Immunsystem. Das bestreitet nicht mal mehr unsere Politikerhoheit und weiß mittlerweile jeder Depp. Außerdem basteln die Labore in aller Welt an wirksamen und ungefährlichen Impfstoffen. Die Börse freut sich und das Rennen macht bisher das Unternehmen BioNTech. Dass aber von diesem Unternehmen der 6x teurere Impfstoff bestellt wurde und nicht von der Konkurrenzfirma AstraZeneca, versteht kein normaler Mensch. Wer begleicht zum Schluss die Corona Rechnung? Dreimal darf man raten! Sind es die SteuerzahlerInnen, die PensionistInnen oder etwa das eine Prozent der Reichsten im Lande, als Solidarbeitrag sozusagen?  Erzwungen vom gebeutelten Volk? Da geht wohl eher ein Babyelefant durchs Nadelöhr. Man schüttelt sein greises Haupt. Der Letzte macht das Licht aus.

 Sylvia Dürr

Soziale Verwerfungen während der Krise

Sozial Die Schließung der Schulen und zahlreicher Kinderbetreuungseinrichtungen führt zu einer massiven Belastung für Eltern, die nicht die Möglichkeit haben, ihren Kindern beim Lernen zuhause Hilfestellung zu leisten.

1. Mai: Virtuell und auf der Straße

Sozial
LIVESTREAM: Freitag, 1. Mai 2020, ab 11:00 Uhr! http://live.kpoe.at
DEMONSTRATION: Freitag, 1. Mai 2020, ab 11:00 Uhr am Landhausplatz in Innsbruck!
FLAHMOB: Freitag, 1. Mai 2020, um 18:00 Uhr mit der "Internationale" für (globale) Solidarität und gegen Corona und Depression. Spielt das traditionelle Lied der Arbeiter*innen­bewegung von eurem Balkon bzw. aus eurem Fenster.


Der 1. Mai 2020 findet unter besonderen Bedingungen statt. Durch die Einschränkungen der Regierung kann der traditionelle Kampf- und Feiertag der Arbeiter*innen­bewegung nicht in der üblichen Form mit Demonstrationen, Kundgebungen und Festen begangen werden. Wir wollen und werden trotzdem demonstrieren und den 1. Mai gebührend feiern! Nämlich auf der Straße und virtuell!

Dahoam bleiben

Sozial "Dahoam bleiben" ist in aller Munde. "Dahoam bleiben" heißt es in den sozialen Medien. "Dahoam bleiben" steht auf den Infoscreens der Innsbrucker Verkehrsbetriebe. Die Menschen werden dazu angehalten, zuhause zu bleiben, um die Verbreitung des Krankheitserregers von Covid-19 einzudämmen. Was aber bedeutet das aber für die Menschen, an die der Appell gerichtet ist? Ist es für alle gleich schwer oder gleich einfach diesem Appell Folge zu leisten?

Schlüsse aus der Corona-Krise

Sozial Die Corona-Pandemie hat tiefgreifende Auswirkungen auf unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. Die Bekämpfung dieser Gesundheitskrise stellt die bisher für unverrückbar gehaltenen Verhältnisse auf den Kopf. Maßnahmen, die noch vor wenigen Monaten als undenkbar galten, bestimmen nun unseren Alltag.

Leserbrief an die TT zu Pensionen: Alles paletti?

Sozial Richtigerweise verweist Bernd Maren auf die bevorstehende Altersarmut aufgrund von Teilzeitbeschäftigung. Richtig auch, dass diese Armutswelle weiblich ist. Mit seinem Lösungsansatz, dem Pensionssplitting kann ich wenig anfangen. Werden die Versichertenbeiträge gesplittet, erhöht sich zwar die zu erwartende Pensionshöhe für den weiblichen Familienpartner, reduziert allerdings im gleichen Ausmaß die der männlichen Familienpartner. In Pension ist das für das Familieneinkommen (ausgenommen der etwas geringeren Lohnsteuer) ein Nullsummenspiel und verringert die Altersarmut nicht.

Solidarität mit den Beschäftigten der Sozialwirtschaft

Sozial Unsere Solidarität gehört den streikenden Kolleginnen und Kollegen im Gesundheits-, Sozial-, und Pflegebereich in ihrem Kampf für die Erleichterung ihrer psychisch und physisch belastenden Arbeitsbedingungen. Das Angebot der Arbeitgeber*innen in Höhe von 2,35 Prozent bei gleichzeitigem Verzicht auf die 35-Stunden-Woche ist inakzeptabel.

Wer schafft die Arbeit? Wer schafft die Arbeit? Wer schafft die Arbeit?

Sozial Verschiedene Arten von Arbeit waren von der von der Sozialministerin gestellten Frage wohl gar nicht erst gemeint: Es gibt genug Arbeit, die von der Wirtschaft sicher nicht geschaffen wird: Da ist einmal die Kinderbetreuung und -förderung, Arbeiten in Haushalt, Pflege von Angehörigen, Arbeit die zur Reproduktion der Arbeitskraft nötig ist (einkaufen, kochen, etc.). Diese Tätigkeiten werden nicht bezahlt. Gemacht werden müssen sie dennoch auf jeden Fall. Zum Großteil werden sie von Frauen erledigt.

Die Lügenmilliarde

Sozial Das österreichische Gesundheitssystem ist im internationalen Vergleich ein gutes. Die Lebenserwartung liegt etwa zehn Jahre über dem weltweiten Durchschnitt. Der Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung ist verhältnismäßig niederschwellig. Gleichzeitig ist das Verwaltungsaufwand relativ gering. Dies ist im Wesentlichen auch der kostengünstigen Verwaltung der Krankenkassen zu verdanken.

Zur Ausweitung des Bettelverbots :

Sozial (die von der „Liste Federspiel“ und den „Freiheitlichen“ beantragt wurde und die, sowohl von der BürgemeisterInnenfraktion als auch von der ÖVP - so wie es aussieht – begrüßt wird): In unserer kapitalistischen Gesellschaft, müssen diejenigen, die keinen Reichtum besitzen, ihre Arbeitskraft verkaufen, um existieren zu können. Das heißt, sie müssen jemanden finden, der bereit ist, ihre Arbeitskraft zu kaufen.