KPÖ Tirol
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Deckelung der Wohnkosten für Mindestsicherungsbezieher_innen aufheben!

PressespiegelMittlerweile wird die Forderung nach Mietobergrenzen auch von SPÖ und Grünen in Wahlkämpfen offensiv vertreten. Und das zu Recht. Allerdings wird bei der Diskussion über die hohen Mietkosten gern vergessen, dass es bereits einen Mietkostendeckel gibt, der aber genau das Gegenteil von dem tut, was ein Mietkostendeckel eigentlich sollte.

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Brave New World 2

PressespiegelWie im Science Fiction Zombiefilm mit Bruce Willis: In der reichen Krupp und Thyssen Stadt mutieren Ausländer, die an die Futtertafel wollen, zu Zombies, weil ihnen Essen in Essen verweigert wird. Ein Hauen und ein Stechen um den besten Platz in der Schlange mit "maßlosen Ansprüchen" (??). Das geht nun gar nicht. Da muss deutsche Ordnung ran. Deshalb dürfen sich nur noch weiße, alte, junge Einheimische am reichgedeckten Reste- Bananen-und Gurkentisch laben. Und sollen froh ob dieser Brosamen sein, die ihnen zugeteilt werden. Die übrig geblieben sind. Danke, liebes deutsches Vaterland! Die Realität ist zynischer als jedes Endzeitepos. Dort gibts wenigstens gar nichts mehr.

Sylvia Dürr

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Brave New World 1

PressespiegelSchwarzbraun ist die Haselnuss
Wer will, dass Volksbegehren nur in Schall und Rauch aufgehen, öffentliche Räume, whatsapp und skype überwacht, Handys und Autoinsassen lokalisiert, Briefe geöffnet, Lufthunderter ausgehebelt werden und weiterhin Millionen LKWs durchs Land donnern dürfen. Wer will, dass bald 12 Stunden am Tag gearbeitet wird, dass Schutzsuchenden das Asylrecht erschwert bleibt, diese im Land "konzentriert" und Menschen ohne Pass ins Gefängnis geworfen werden, ohne eine Straftat verübt zu haben. Wer will, dass bei antisemitischem Liedgut weiterhin mitgesummt werden darf ohne größere Konsequenzen fürchten zu müssen. Wer will, dass Kulturzuschüsse herabgesetzt, Steinzeitschulnoten wieder eingeführt und Medien geknebelt werden. Wer will, dass die Schere zwischen arm und reich bis zum Anschlag geöffnet wird und nur geldgierige und machtgeile Blödiane das Sagen haben, hat nur schwarzblaue Tassen im morschen braunen Schrank.

Sylvia Dürr

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FRAUEN heute

Pressespiegel
Die Frau ist immer noch das andere, das zweite Geschlecht. Der Mann denkt sich ohne die Frau. Sie aber denkt sich nicht ohne den Mann. Simone De Beauvoir

Frauen sind - nicht nur in Innsbruck- die Allrounderinnen der Nation. Sie managen nicht nur Familie und Beruf. Auch in der Pflegearbeit sind sie zu 80% überrepräsentiert.( Wenigstens dort. Ganz im Gegensatz zu anderen lukrativen Tätigkeiten. ) Ehrenamtlich, versteht sich. Dadurch klafft ein Loch im späteren Rentengeldbeutel. Nicht selten führt dies zur Altersarmut, die typischerweise weiblich ist.

Diese Formeln kann man allüberall und auch in Innsbruck herleiten:

Weiblich+ alleinerziehend+ Halbtagsjob= altersarm.

Weiblich+ hausfraulich= altersarm

Weiblich+ verwitwet= altersarm

Maßnahmen gegen Altersarmut!

Trotz zunehmender Erwerbsbeteiligung und obwohl eine Reihe von Diskriminierungsverboten und Gleichstellungsmaßnahmen realisiert wurden, sind Frauen im Berufsleben vielfach benachteiligt, wie Lohndiskriminierung, Arbeitsmarktsegmentierung und Doppelbelastung Beruf/Familie. In Branchen, in denen der Anteil von Frauen besonders hoch ist, wird oft deutlich schlechter bezahlt.

Frauen liegen in allen Qualifikationsstufen unter dem Einkommen ihrer männlichen Kollegen mit gleichem Bildungsabschluss.

Lohnschere schließen!

Kinder bedeuten Einkommensverluste. Eltern in Karenz sind davon betroffen. Dieser Nachteil kann auch in weiterem Karriereverlauf nicht mehr wettgemacht werden.

Nicht erst seit #me too sind an der Innsbrucker Universität, an anderen Ausbildungsstätten und Arbeitsplätzen sexuelle Übergriffe und Mobbing bekannt. Zig Männer und Frauen werden unter Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses belästigt.

Prostitution in Innsbruck ist nach wie vor ein ungelöstes Problem. Die Frauen, meist aus Osteuropa, werden ausgebeutet und bestraft, da sie ihren sogenannten Job illegal ausführen in angemieteten Wohnungen, aber auch auf der Straße. Meist noch minderjährig und unter unwürdigsten Bedingungen lernen sie schon frühzeitig die Macht des Zuhälters, des Freiers und des Staates kennen.

Freier zur Kasse bitten!

Jeder Mensch muss das Recht haben, über seinen eigenen Körper entscheiden zu dürfen. Dies inkludiert das erkämpfte Recht auf Fristenlösung. Auch in Innsbruck sollte es eine adäquate Einrichtung hierfür geben.

Kostenlose Abtreibung an adäquater Einrichtung!

Frauenhäuser in Innsbruck sind übervoll. Hilfen für ebendiese Gewaltopfer sind lächerlich gering.

Frauenhäusermittel aufstocken!

Es fehlen Sprachkurse und Jobs (nicht nur) für Migrantinnen. Weiters Aufklärungsstätten, berufsbildende Maßnahmen, Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen.

Ausbau von Bildungsstätten!

Es fehlen kostenlose Kindertagesstätten. Ein Hohn, dass Eltern, die die Gebühren für die nachmittägliche Kinderbetreuung nicht bezahlt haben, auf einer Sperrliste landen.

Kostenlose Nachmittagsbetreuung und Mittagstisch für alle!

Österreich und Deutschland sind die einzigen Länder weit und breit, die sich aus ideologisch-elitären Gründen die Ganztagesschule ersparen. Auch Innsbruck steht in dieser anachronistischen Tradition.

Zudem ist es hinlänglich bekannt, dass Gesamtschulen Chancen für sozial benachteiligte Kinder erhöhen.

Ganztages-und Gesamtschulen flächendeckend!

Junge, (nicht nur allein stehende) Mütter stehen großteils mit der Versorgung und Betreuung ihrer Kinder allein da. Sie werden weitestgehend im Stich gelassen. Familienhilfen sind mit der Lupe zu suchen.

Mehr Familienhilfen und finanzielle Unterstützung für junge Familien, insbesondere alleinstehende Mütter. Einführung eines Mutterschutzbüros!

Bei Straßen, Wegen und Plätzen sollten auf die Bedürfnisse von Frauen und Männern, von Müttern mit Kinderwägen, älteren Menschen und Jugendlichen Rücksicht genommen werden, um die Verkehrssicherheit der FußgängerInnen und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen. Weniger öffentlicher Raum für verschandelnde Werbeplakate.

Gender mainstreaming: Erhöhung der Sicherheit auf Straßen und Wegen und Aufenthaltsqualität auf Plätzen in Innsbruck!
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DER KAMPF GEHT WEITER!
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Don´t forget: Frauenvolksbegehren!

Sylvia Dürr

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Hauszinssteuer statt Leerstandsabgabe

PressespiegelWie nun die zuständigen Fachdienststellen im Stadmagistrat festgestellt haben, ist eine Leerstandsabgabe so nicht möglich. Das hätte der Innsbrucker SPÖ von vorneherein klar sein können. Allerdings wird vor Wahlen bekanntlich gern heiße Luft produziert.

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Das fortschrittliche Tirol trauert um Dr. Karl Nemec

PressespiegelWenn von der Caritas, über die Ärztekammer bis zur KPÖ die Betroffenheit über den Tod von Karl Nemec groß ist, dann ist selbst das nur ein Hinweis und gibt nur im Ansatz wieder, wie groß der Respekt, wie breit das Spektrum seines Wirkens war, wie tiefgehend die Spuren sind, die er in der politischen und menschlichen Landschaft unseres Landes hinterlassen hat.

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Ein Contra zum "Anti-Raucher-Volksbegehren"

PressespiegelDie Diskussion um das don't smoke Volksbegehren treibt seltsame Blüten, und daran hat auch die Linke ihren Anteil, die nicht wirklich damit umzugehen weiß.

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Mietkosten und die Eigentumsfrage

PressespiegelNach der Anhebung der Richtwertmieten im Frühjahr 2017 dürfen nun auch Bewohner_innen mit sehr alten und günstigen Mietverträgen etwas tiefer in die Tasche greifen:

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Frauen im 19.Jahrhundert und heute

PressespiegelBeim Lesen von Guillaume Apollinaire, einem französischen Autor aus dem 19. Jahrhundert, komme ich nicht umhin, hierzu einige -altbekannte- Gedanken zu formulieren. Man sollte sich den Ärger - wenn möglich- von der Seele schreiben. Denn hinein gefressene Wut ist nicht gerade gesundheitsförderlich.

Frauen im 19. Jahrhundert konnte man in zwei Kategorien einteilen: die Einen waren die Wohlbehüteten, die meist sehr jung verkuppelt wurden, indem sie einem Mann in einer arrangierten Ehe "versprochen" wurden. Die Anderen waren die "Leichtfertigen", die Geliebten, die den Männern aus ihrem sexuellen (vor-) ehelichen Notstand aus der Patsche helfen mussten. Scheinbar bekam die Krone der Schöpfung nicht genug vom Sex und musste sich deshalb außerehelich befriedigen. Einige von ihnen (zB Apollinaire in seinen Schriften) verfielen auf abstruse Ideen wie Polygamie und fanden das Leben der Mormonen mit deren Vielweiberei erstrebenswert. Auch Victor Hugo, Tolstoi und viele andere aus sämtlichen Gesellschaftsschichten goutierten diese Strömung, durchaus mit wohligem Grusel.
Die Romantisierung des Frauenbilds des 19.Jhrds. ist das reinste verlogene Grauen und verkennt die pure Unterdrückung in sämtlichen Lebensbereichen. Ibsens Nora wird im Puppenheim gefangen gehalten, Fontanes Effi Briest , Flauberts Madame Bovary, Balsacs Eugenie Grandet, Dumas´ Kameliendame, usw., alles arme Vögelein, eingesperrt im patriarchalischen System, hoffnungslos herum flatternd auf der Suche nach einem Ausweg.
Egal, ob in der Aristokratie, im Bauern- und ausgebeuteten Arbeiterstand, Frauen hatten nahezu keine Rechte und wurden dazu verdammt, die Gosch zu halten, zu Diensten zu sein, den Haushalt zu führen und Kinder zu gebären. Punkt. Auch in der Künstlerschaft ging es nicht gerade zimperlich zu, hatten die Maler doch ihre Modelle und "Musen", wie sie verharmlosend genannt wurden. Das waren die Mätressen jener Künstler, die von ihnen auf Gedeih und Verderb als Objekte gehalten wurden.
Den einzigen roten Lichtstreif am Horizont vermittelte die sozialistische Bewegung. Und es gab Ausnahmen: einigen Frauen,-Literatinnen, Sozialistinnen wie Rosa Luxemburg oder George Sand und Marie von Ebner-Eschenbach-, gelang es, das Joch der Unterdrückung abzuschütteln. Aber die männliche Vorherrschaft ließ auch nicht die Finger von ihnen.
Obwohl sich heutzutage einiges im Frauendasein geändert hat, ist das alles durchdringende Patriarchat wohl unsterblich.(??) Es wird der Frau nichts geschenkt. Sie muss immer noch um jeden Millimeter kämpfen. Die Prostitution ist geblieben, die Ausbeutung der weiblichen Arbeitskraft, das zweierlei Maß messen in der Gesellschaft. Sexuell ausgenutzt allüberall, nicht nur in Künstlerkreisen. Sich Herausputzen- für wen oder was? (Lustigerweise verhält es sich in der Tierwelt genau anders herum: dort kräht der Gockel kraftvoll aufm Mist und der Pfau schlägt sein buntes Rad. Die Weibchen sind meist unscheinbar.) Den Menschenfrauen hat man jahrhundertelang eingetrichtert, sie sollten ein bisschen dumm und schön sein, solange sie jung und saftig sind wie frisches Obst. Pech, dass sie im Alter aussortiert werden. Plötzlich welkes Fallobst.
In Würde altern? Meist winkt zu (schlechter) Letzt die Altersarmut. Und die ist weiblich.
Nix Amen.

Sylvia Dürr

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FP- Wahlkampfauftakt und Kickl Sager

PressespiegelDer Fascho Wahlkampfauftakt fängt ja schon mal beeindruckend an. Dass es bei der FPÖ langweilig wird, kann man ja nun nicht sagen. Eher lächerlich. Und brandgefährlich. Schwarzgekleidete, sonnenbebrillte, respekteinflößende Bummbumm- Trommler eskortierten im Stechschritt die obersten FPÖ-Mannen in den dicht besetzten Congress- Saal. Ein Schelm, wer da Parallelen zur Vergangenheit sieht. Das wäre nach Drache Strache und dessen Adlatus Abzwerger eine "Verharmlosung des Nationalsozialismus". Ganz schön dreist. Wahlkampfleiter Patrick Haslwanter, Spitzenkandidat von Ibk Land, hatte die famose Idee dieser Inszenierung. Pikanterweise wurde er sogar unter Gerald Hauser aus der Partei ausgeschlossen, da er zu "verhaltensauffällig" war. (Renitente Schüler, die ihre Kollegen malträtieren, nennt man so. Oder Irre, die die braune Vergangenheit lobpreisen).
Der neue FP- Innenminister Kackl Kickl steht dem Scheiß in nichts nach. Auch er möchte verbal nur ein bisschen provozieren und zeigen, wos in den nächsten Jahren für Asylwerber lang geht. Nämlich in Grundversorgungszentren, in denen diese konzentriert werden. Das ließ er in einer Pressekonferenz der Jahresbilanz des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl verlauten. (Fremdenwesen= fremde Wesen= Aliens aus Dreckslochländern).
Konzentrationslager. Schubhaft. Fremdenhatz. Großhirnvergiftung. Bücherverbrennung.....?
Das ist erst der Anfang.

Sylvia Dürr

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