KPÖ Tirol
Webseite der KPÖ Tirol
Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Drei Tage Innsbruck

PressespiegelLangsam kehrt Ruhe ein
nun ist es weg das Schwein und Schwein
und Schwein und Schwein
Es ist vollbracht
nicht mal gekracht
auf Innsbrucks Straßen
derweil die Schweinchen fraßen
im schönen Salzdorf Hall
mehr als 300 an der Zahl
Tatü Eskorte zum Empfang
zu Tirols Schützen, Wein und Gesang.

Zuviele sinds, die quieken,
swird Zeit, dass sie das kriegen,
den Tritt hinaus aufs Meer
da hört Euch niemand mehr.

Drei Tage Innsbruck im Ausnahmezustand. Die Ampeln zum Flughafen ausgeschaltet, damit die Hochwohlgeborenen nicht blöd an der Ampel warten müssen, eskortiert hinten und vorne von Polizisten. Sie, die neobraunen Innen- und Justiz- Ministergestalten mit ihrer Gefolgschaft, sitzen bräsig in riesigen, schwarzen Limousinen und lassen sich wie selbstverständlich von gleichgültigen Sonnenbrillengesichtern chauffieren, in die feinsten Hotels, die Innsbruck zu bieten hat. Da darf kein normaler Schnösel rein. Ins nahe Umfeld sowieso nicht. Die Straßen und Räume, die diese selbsternannte Elite (reimt sich auf Niete) begehen, sind großzügig für das tumbe Volk gesperrt. Man weiß ja nie. Könnte ja ein wildgewordener Mensch von ÄRZTE OHNE GRENZEN mit einem ertrunkenen Kind auf dem Arm auf sie losgehen oder black vermummte people mit Transparenten und faulen Eiern. Das war zu verhindern. Wie kurzweilig war doch das Lärmen drei Tage lang hoch oben am Himmel. Militärflugzeuge und Hubschrauber tummelten sich dort ohne Unterlass laut und nervig. Wo es doch heißt: LÄRM MACHT KRANK. Aber nein, drei Tage sollte mensch das doch wohl aushalten können! Ach ja, und schon wieder eine Polizeisirene. Und noch eine. Ich habe das Gefühl, sie fahren durch meine Wohnung. Und noch ein Flieger. (Wie im Krieg. Ohne Schmarrn! Es fehlen nur noch die Bomben und Sirenen.)
Boah, sind diese Regierungsmenschlein wichtig und groß. (Aber alle haben denselben A....!)
Es ist Freitag, der 13., 16:30, Höttinger Au. Die Hunde und Kaninchen sind so langsam am Durchdrehen. Nicht nur die...
Und immer noch keine Ruh!
Ich rufe jetzt gleich die MÜG an wegen unerlaubter, fortwährender Ruhestörung! Jawoll!

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Zum Treffen der Innen- und Justizminister der EU-Staaten

PressespiegelIn den kommenden Tagen treffen sich die Innen- und Justizminister der EU-Staaten in Innsbruck, um die nächsten Schritte einer menschenverachtenden Politik zu diskutieren. Es geht darum, die Festung Europa noch mehr abzuriegeln. Der Sicherheitsdiskurs, der vielmehr ein Unsicherheitsdiskurs ist, spielt den rechten Kräften in die Hände.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Buchbesprechung: DIE TAGESORDNUNG

PressespiegelERIC VUILLARD: DIE TAGESORDNUNG
Ein schmales Bändchen über die Sauereien hinter verschlossenen Türen. Über den Pakt des Kapitals mit den zunächst finanzschwachen Nazis. Über das Treffen mit Schuschnigg, Papen und Hitler in Berchtesgaden...
Aber der Reihe nach: Am 20. Februar 1933 treffen sich 24 Industriegrößen mit Hitler und Göring zwecks Fundraising. Hitler teilt den mächtigen Charaktermasken aus Finanz und Industrie klipp und klar mit, dass seine Partei Geld braucht. "Es gelte, mit einem schwachen Regime Schluss zu machen, die kommunistische Bedrohung abzuwehren, die Gewerkschaften abzuschaffen und jedem Chef zu erlauben, in seinem Unternehmen ein Führer zu sein."
(!Kommt das uns heute nicht bekannt vor?)
Und alle lauschen andächtig und alle nicken zustimmend: Opel, Krupp, Quandt, Tengelmann, Direktoren von I.G. Farben, etc. 24 "Echsen". (Heute kommen sie smart und durchtrainiert daher.) Sie haben alle "überlebt und sind uns bestens bekannt als BASF, BAYER, AGFA, OPEL, I.G.FARBEN, SIEMENS, ALLIANZ, TELEFUNKEN.
Sie sind hier unter uns, zwischen uns. Sie sind unsre Autos, unsre Waschmaschinen, unsre Reinigungsmittel, unsre Hausversicherung und die Batterie in unsrer Uhr. Sie sind überall, in Gestalt von Dingen und lullen uns ein."
Am 12. Februar 1938 begibt sich Schuschnigg, als Skifahrer verkleidet, nach Berchtesgaden zu einem Treffen mit Hitler. Ein Papier wird unterzeichnet: Es fordert das Bekenntnis zur nationalsozialistichen Weltanschauung in Österreich und die Ernennung des Nazis Seyß-Inquart zum Sicherheitsminister mit unbeschränkter Polizeikompetenz. Außerdem fordert es die Amnestie aller inhaftierten Nazis in Österreich usw. Und Schuschnigg gibt nach. Man begnadigt die Dollfuß-Mörder.
Die österreichische Regierung glaubt, dass die Deutschen den Einfall in ihr Land vorbereiten. Man meint Hitler besänftigen zu können, indem man ihm seine Heimatstadt Braunau offeriert- mitsamt seinen Einwohnern. Die SA marschiert mit großen Fahnen durch Linz. Schuschnigg erschreckt sich ein bisschen spät. Er bittet die seit 4 Jahren verbotenen Gewerkschaften und die sozialdemokratiche Partei um Unterstützung. Er leitet eine Volksbefragung über die Unabhängigkeit des Landes vor. Pustekuchen! Er landet für 7 Jahre im Gefängnis, wird von den Amis befreit und übersiedelt in die USA, um als vorbildlicher Amerikaner Uniprofessor zu werden.
"Währnd die Nazis schon die wichtigsten Machtzentren besetzt haben, während in Wien Szenen des Wahnsinns toben- mörderische Aufständiche, Feuersbrände, Geschrei, Juden, die an den Haaren über trümmerübersäte Sraßen geschleift werden-, während die großen Demokratien nichts zu merken scheinen, England gemütlich schnurrend zu Bett gegangen ist, Frankreich in süßen Träumen schwebt und kein Hahn nach Österreich kräht, ernennt Miklas den Nazi Seyß-Inquart zum österreichischen Bundeskanzler. Die größten Katastrophen kommen oft auf leisen Sohlen".
Das Buch umfasst nur 118 Seiten, ist aber lehrreicher und informativer als manch historischer Schinken. Es kommt als Erzählung daher und charakterisiert schmonzettenhaft die Figuren, die aus Feigheit, Unvermögen, Egoismus und Machtstreben den Anfang vom Ende zugelassen haben.
Flacher Humor ist in dem Buch fehl am Platz. Hinter satirisch- ironisch- zynischem Biss scheint der Ekel auf, der sich über braunschwarzem Abgrund durchs Buch zieht.
Vuillard hat dafür sehr verdient den wichtigsten Literaturpreis Frankreichs bekommen, den Prix Goncourt.
Drück den SchülerInnen im Geschichtsunterricht dieses Buch in die Hand, und sie haben mehr gelernt als in vielen langweiligen und teils geschönten (verlogenen) Geschichtsstunden.

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Sozialkürzungen widerstehen!

PressespiegelDie blauschwarze Bundesregierung plant, die Mittel für Sozialvereine massiv zu kürzen. Davon betroffen sind zahlreiche soziale Vereine.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Zum Ergebnis der Stichwahl

PressespiegelAus der Stichwahl ist Georg Willi mit 52,91% als Sieger hervorgangen. Er erzielte 23791 Stimmen exakt 2620 Stimmen mehr als die Amtsinhaberin. Nur 43,74% der wahlberechtigten Innsbrucker_innen nahmen an der Wahl teil.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

CHARLY FOREVER

PressespiegelIn memoriam 5. Mai 1818/ 5. Mai 2018

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx werden die Österreicher und Deutschen mal wieder allerhand Kitsch und Gedankenmüll über das Marxsche Werk kippen. Der "Prophet mit Bart" wird wahlweise als Vordenker des Stalinismus, als Ökonom, der "mit dem Kapital total daneben lag" (FAZ) oder als "anmaßender, selbstmitleidiger, rachsüchtiger Widerling" (Süddeutsche Zeitung) verhöhnt. "Wer traut sich, endlich auch Marx vom Sockel zu stoßen?" fragt frech die Presse. "Ein Opa als Schreckgespenst" meint der Standard über die ärgerliche Doku auf Arte.
(" IN SEINEM SESSEL BEHAGLICH DUMM/ SITZT SCHWEIGEND DAS DEUTSCHE PUBLIKUM!" Karl Marx)
Aber es gibt zum Glück auch Lesenswertes:
- Dietmar Dath, Karl Marx, 100 Seiten, Reclam Verlag
- Karl Korsch, Marxismus und Philosophie, Schriften zur Theorie der Arbeiterbewegung 1920- 1923, 503 Seiten, Offizin Verlag

Rest in Peace Charly!

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx - eine Hommage

PressespiegelBevor ich Marxens Schriften kennenlernte, entstand in mir der schwerwiegende Verdacht, dass das Unglück vieler Menschen mit der Ökonomie dieser Gesellschaft zusammenhängt – wenn nicht gar dadurch begründet ist. So blieb mir also nichts Anderes übrig, als mich mit eben dieser Ökonomie auseinanderzusetzen – und damit mit den Werken von Karl Marx.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Innsbruck vor der Stichwahl

PressespiegelBei der kommenden Wahl steht Innsbruck vor der Entscheidung, wer letztlich das Rennen um den Innsbrucker Bürgermeister-Posten machen soll. Die bisherige Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Georg Willi stehen noch im Ring.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

ALI ist drinn!

PressespiegelMit dem Einzug der Alternativen Liste Innsbruck ist erstmals seit 1971 wieder eine Fraktion im Gemeinderat vertreten, die von der KPÖ unterstützt wird. Somit ist das Wahlergebnis sowohl für die KPÖ als auch für die gesamte Linke ein Erfolg.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Am kommenden Sonntag gibt es in Innsbruck endlich eine Alternative!

Pressespiegel„In der Linken ist es üblich, sich in die unterschiedlichsten Gruppen und Grüppchen zu spalten. Unter der zweiten Auflage von Schwarz-Blau darf sich die Linke diesen Luxus nicht mehr gönnen, wenn sie verhindern will, dass dieses neoliberale und asoziale Regierungsprojekt die Gesellschaft zerstört.“ Diese Worte von Mesut Onay, dem Spitzenkandidaten der ALI (Alternative Liste Innsbruck), bringen es auf den Punkt: Ein breites gesellschaftliches Projekt ist nötig, um eine Alternative zur herrschenden Politik zu entwickeln und wirksam werden zu lassen.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

KPÖ setzt auf Vorzugsstimmen

PressespiegelDer Wahlkampf der Innsbrucker Gemeinderatswahl geht ins Finale. Nun geht des darum, ob in Innsbruck in den nächsten sechs Jahren eine linke Alternative im Gemeinderat sitzt oder nicht. Dafür zu sorgen, ist die ureigenste Aufgabe der KPÖ. Die KPÖ hat einen Vorzugsstimmenwahlkampf gestartet, um zusätzlich zu ali möglichst viele Menschen zu erreichen und auch eingefleischten KPÖ-Wähler_innen klar zu machen, dass die KPÖ diesmal auch am Stimmzettel ist und zwar unter ALI (Alternative Liste Innsbruck) zu finden ist.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Stadtspaziergang

PressespiegelWenn man Innsbruck durchstreift, fernab von Tourismuspfaden, fallen monströse Betonmachenschaften auf, die ein gesunder Menschenverstand so niemals hinstellen würde.

1. Nehmen wir den Neubau Bienersraße der IIb zum Anlass zu fragen, wie studierte Architekten solch einen unästhetischen Mist planen können? Das ist weder in der Tradition von Bauhaus oder sonstwas, sondern dient nur der billigen Verdichtung. Auf engstem Raum werden Menschen dort bald eingepfercht sein. Auf diese, die auch noch dankbar sein sollen, ist, pardon, geschissen. Der Clou aber ist eine Plane, die dort hängt mit einem Frauentext auf Kreuzstichen. Gar nicht mal so schlecht. Verdeckt immerhin die hässlichen Bienenwaben.

Kotz meets Klotz.

2. Wenn man die Brennerbundesstraße runterdüst, traut man seinen Augen nicht: die einst grüne Ferrariwiese ist zur mondlandschaftsähnlichen BBT-Schutthalde mutiert. Ein immenser Geröllhaufen in der Stadt. Spinnen die Innsbrucker, fragen sich nicht nur die vom Marketing vielgeliebten Touristen, die dort vorbei fahren. Zu 49% hat die IKB ihre Hände im Spiel. Alles genehmigt von der Umweltbehörde (ein Hohn!), von Bgm C & Co. Und solche unseriösen Gestalten wollen bald wieder die Zukunft Innsbrucks verunstalten…

Money meets Lobby.

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Die Bürgermeisterin und die Wohnungsfrage

PressespiegelViel vorgenommen hat sich die Liste „Für Innsbruck“ für die Zeit nach den Gemeinderatswahlen. Die Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ist bestrebt, das Bauamt für FI zurückzuholen, weil die die Grünen damit weniger kompetent umgingen als FI. Es wäre allerdings neu, dass Platzgummer, und Oppitz-Plörer selbst hier Akzente gesetzt hätten, die besser geeignet gewesen wären, um das Wohnungsproblem in Innsbruck wirksam zu bekämpfen.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Debatte um die AUVA nur eine Nebelkerze?

PressespiegelDie von Sozialministerin Hartinger angestoßene Debatte um die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) schlägt hohe Wellen. Bereits am Samstag hat der AUVA-Betriebsrat eine Unterschriftenaktion gegen die angekündigte Auflösung der AUVA angestoßen.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Gedanken zum Weltgesundheitstag (7. April)

PressespiegelGesundheit ist ein Menschenrecht. Dies hält die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 in Artikel 25 unmissverständlich fest:

„Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Lebenshaltung, die seine und seiner Familie Gesundheit und Wohlbefinden einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Betreuung und der notwendigen Leistungen der sozialen Fürsorge gewährleistet; er hat das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität, Verwitwung, Alter oder von anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.[...]“

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Aus für Bogenmeile?

Pressespiegel

Der nexte Saubermann-Coup steht ante portas: man möchte die Bogenmeilen in Innsbruck mundtot machen. Scheinbar zuviel Gewalt, zu laut, zu lustig? Auseinandersetzungen etc. sind allüberal zu finden (meist mit too much alc), aber deshalb solche Konsequenzen ziehen? Nicht nur der freudlose Gemeinderat, sondern nun auch der halbprivate ÖBB möchte ein neues "Image" für die Bogenmeile. Richtung schickimicki solls wohl gehen. Mehr nachmittägliches coffee to go (mit noch mehr Bechermüll?). Die Freiräume für -nicht nur- junge Mitmenschen werden immer rarer. Parkanlagen weitestgehend verboten fürs Abliegen. Die Innenstadtkneipenpreise gehen Richtung Luxusportemonnaie. Jugendtreffs schließen um 21:00. Lachhaft. Quo vadis StudentIn abends? Am Besten daheim (in kaum leistbarer Garconniere) bleiben und fix lernen, damit man den verschulten Studiumszeitplan einhält. Nix feiern. Nix kontemplieren. Nix auf die Straße gehen und sich wehren?? Das wäre doch mal eine Option...
Wenns so weiter geht, mutiert Innsbruck zur spaßfreien Schlafstadt. Und diese ganzen konservativen Gemeinderatsschnarcher wollen wieder ans Ruder. Könnt man verhindern....

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Zum Wohnungsprogramm der Innsbrucker SPÖ

PressespiegelNach Durchsicht des Wohnungsprogrammes der SPÖ-Innsbruck stelle ich fest, dass es viele Forderungen enthält, die durchaus unterstützenswert sind. Bei den Slogans, die die SPÖ plakatiert, könnte der Eindruck entstehen, dass die SPÖ wesentliche Forderungen, die die KPÖ bei vergangenen Wahlgängen vertreten hat, abgeschrieben hat.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Film-und Buchtipp THE GREEN LIE

Pressespiegelhttp://www.wernerboote.com/cms/werner...atside=178

Gibt man Begriffe wie „nachhaltig“ und „sustainability“ in die Suchmaschine ein, erhält man fast 300 Millionen Einträge. Inzwischen ist alles, was erwiesenermaßen umweltschädlich ist, zugleich auch nachhaltig und klimaschonend: Flugreisen, Pelzmäntel, Gentechnik, Kohlekraft, ja sogar Formel I- Autorennen.

Leider hat Mutter Erde von dem grünen Fortschritt überhaupt noch nichts mitbekommen: Der sogenannte Erdüberlastungstag – der Tag, an dem alle Ressourcen der Welt aufgebraucht sind , die binnen eines Jahres ökologisch sinnvoll genutzt werden können – findet jedes Jahr früher statt. Sind all die schönen Erfolgsmeldungen bloße Erfindungen? Und wenn ja, warum werden sie geglaubt?

Kathrin Hartmann: DIE GRÜNE LÜGE – Weltrettung als profitables Geschäftsmodell
ISBN 978-3-89667-609-2

Werner Boote: THE GREEN LIE

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Wer nicht nur alternativ, sondern KPÖ wählen will, gibt Roland Steixner eine Vorzugsstimme

PressespiegelDie Landtagswahl liegt schon einige Wochen zurück. Eine schwarz-grüne Koalition steht fest. Vielleicht gehörst Du zu jenen, die am Wahltag über das Nichtfinden der KPÖ überrascht war. Das undemokratische Wahlrecht mit über 800 notwendigen Unterstützer_innen, das Sammeln in der Weihnachtszeit und der intensive Nationalratswahlkampf waren die Ursachen für den Nichtantritt bei der Tiroler Landtagswahl. Auch bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl wird die KPÖ nicht direkt – aber indirekt am Stimmzettel zu finden sein.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

INNSBRUCK LINKSRUCK

PressespiegelErst eins dann zwei dann drei dann vier
dann stehn die Wahlen vor der Tür.
Draußen von der Straße komm ich her
ich muss Euch sagen, die Slogans sind leer:
Allüberall auf Wände und Ritzen
sah ich tumbe Plakate blitzen.
Leise rieselt der Scheiß
still und starr ruht der Geist.

Innsbruck anno 2018.

Einige Beispiele, die nach Veränderung rufen.
(Hallo, ist da jemand? Ali? KPÖ!)

Geht man mit offenen Augen durch Innsbruck, fallen einem zig üble Plätze und Straßen auf mit teils hässlichem Antlitz. Um mal einige beim Namen zu nennen:
Der Marktplatz dümpelt blöd vor sich hin und darf paarmal im Jahr als Showbühne für diverse Märkte herhalten. Ansonsten tummeln sich dort Skater (why not) auf ödem Betonbelag.
Der Platz Ecke Anichstraße/ Innrain gleicht einer ewigen Baustelle. Immerhin dürfen sich dort Autos ausruhen. Schaut sehr gemütlich aus.
Der Fürstenweg muss nach wie vor als Rennstrecke zum Flughafen herhalten. Und die Anrainer freuen sich über den Lärm.
Und und und....
Die Stadtplaner im Dornröschenschlaf.
Zeit, sie zu wecken.

IVB
Es hat sich scheinbar bei den Gemeinderäten noch nicht genügend herumgesprochen, dass es nicht übel wäre, den Straßenverkehr einzudämmen, weil im Talkessel öfters mal ein kleines bisschen Smog herrscht, der Groß und Klein den Atem raubt. Aber der Mensch hält ja bekanntlich viel aus. Deshalb kostet das Öffi-EinzelTicket 2,40. Selber schuld, wenn man mit dem Bus mal schnell in die Stadt will und es sich nicht lohnt, ein Jahresticket oder eine Monatskarte zu erstehen. (Dann doch lieber mit dem Auto ins Zentrum und für 2,10 parken?!)
Zeit, die Öffis kostenlos zu gestalten.

IKB
Seenlandschaft und Bäder in und um Innsbruck sind entweder in Privat-oder städtischer Hand. Die Preise überall exorbitant. Geh mal mit zwei Erwachsenen, einer Oma, einem Jugendlichen und einem Kind zum Schwimmen ins Tivoli. Schwupp sind 18,60 weg. (Ohne Sonnenschirm und Almdudler...).
Zeit, nur ein Minimum zu verlangen. Zeit, die Seen kostenlos zugänglich zu machen.
Das Nachbarland Bayern kann das. Warum nicht Tirol?
Zeit für einen zweiten öffentlichen Badesee. (Den gabs tatsächlich schon vor vielen Jahren...).

Das Gleiche gilt für Theater-und Museenpreise.
Zeit, diese radikal zu senken bzw. gleich WEG DAMIT!

Zeit wirds!

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Das Wahlprogramm von ali kommt – ein Meilenstein für linke Gemeindepolitik in Innsbruck

PressespiegelDas Wahlprogramm von ali liegt nun vor und muss nur noch beschlossen werden. Im Wesentlichen trägt das Programm auch die Handschrift der KPÖ Innsbruck, die sich vor allem in den Bereichen Wohnen und Gesundheit, aber auch in anderen Bereichen deutlich zeigt.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Vielfalt statt Einfalt – eine Liste für ali

PressespiegelDie Alternative Liste Innsbruck“ (ALI) hat sich für die Gemeinderatswahl am 22. April in der Tiroler Landeshauptstadt den Gemeinderatseinzug als Minimalziel gesteckt. „Wir freuen uns natürlich auch über sieben Mandate, aber wir müssen realistisch bleiben“, sagt Spitzenkandidat der Liste, Mesut Onay. Neben dem Ex-Grünen Onay findet sich auf dem zweiten Listenplatz Tirols Piratin Irene Labner und auf Platz drei, die in einem Jugendzentrum arbeitende 23jährige Diren Cakmak. Oder, auf Platz fünf den „leistbaren Wohnraum-Wanderprediger“ und KPÖler Roland Steixner…

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Deckelung der Wohnkosten für Mindestsicherungsbezieher_innen aufheben!

PressespiegelMittlerweile wird die Forderung nach Mietobergrenzen auch von SPÖ und Grünen in Wahlkämpfen offensiv vertreten. Und das zu Recht. Allerdings wird bei der Diskussion über die hohen Mietkosten gern vergessen, dass es bereits einen Mietkostendeckel gibt, der aber genau das Gegenteil von dem tut, was ein Mietkostendeckel eigentlich sollte.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Brave New World 2

PressespiegelWie im Science Fiction Zombiefilm mit Bruce Willis: In der reichen Krupp und Thyssen Stadt mutieren Ausländer, die an die Futtertafel wollen, zu Zombies, weil ihnen Essen in Essen verweigert wird. Ein Hauen und ein Stechen um den besten Platz in der Schlange mit "maßlosen Ansprüchen" (??). Das geht nun gar nicht. Da muss deutsche Ordnung ran. Deshalb dürfen sich nur noch weiße, alte, junge Einheimische am reichgedeckten Reste- Bananen-und Gurkentisch laben. Und sollen froh ob dieser Brosamen sein, die ihnen zugeteilt werden. Die übrig geblieben sind. Danke, liebes deutsches Vaterland! Die Realität ist zynischer als jedes Endzeitepos. Dort gibts wenigstens gar nichts mehr.

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Brave New World 1

PressespiegelSchwarzbraun ist die Haselnuss
Wer will, dass Volksbegehren nur in Schall und Rauch aufgehen, öffentliche Räume, whatsapp und skype überwacht, Handys und Autoinsassen lokalisiert, Briefe geöffnet, Lufthunderter ausgehebelt werden und weiterhin Millionen LKWs durchs Land donnern dürfen. Wer will, dass bald 12 Stunden am Tag gearbeitet wird, dass Schutzsuchenden das Asylrecht erschwert bleibt, diese im Land "konzentriert" und Menschen ohne Pass ins Gefängnis geworfen werden, ohne eine Straftat verübt zu haben. Wer will, dass bei antisemitischem Liedgut weiterhin mitgesummt werden darf ohne größere Konsequenzen fürchten zu müssen. Wer will, dass Kulturzuschüsse herabgesetzt, Steinzeitschulnoten wieder eingeführt und Medien geknebelt werden. Wer will, dass die Schere zwischen arm und reich bis zum Anschlag geöffnet wird und nur geldgierige und machtgeile Blödiane das Sagen haben, hat nur schwarzblaue Tassen im morschen braunen Schrank.

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

FRAUEN heute

Pressespiegel
Die Frau ist immer noch das andere, das zweite Geschlecht. Der Mann denkt sich ohne die Frau. Sie aber denkt sich nicht ohne den Mann. Simone De Beauvoir

Frauen sind - nicht nur in Innsbruck- die Allrounderinnen der Nation. Sie managen nicht nur Familie und Beruf. Auch in der Pflegearbeit sind sie zu 80% überrepräsentiert.( Wenigstens dort. Ganz im Gegensatz zu anderen lukrativen Tätigkeiten. ) Ehrenamtlich, versteht sich. Dadurch klafft ein Loch im späteren Rentengeldbeutel. Nicht selten führt dies zur Altersarmut, die typischerweise weiblich ist.

Diese Formeln kann man allüberall und auch in Innsbruck herleiten:

Weiblich+ alleinerziehend+ Halbtagsjob= altersarm.

Weiblich+ hausfraulich= altersarm

Weiblich+ verwitwet= altersarm

Maßnahmen gegen Altersarmut!

Trotz zunehmender Erwerbsbeteiligung und obwohl eine Reihe von Diskriminierungsverboten und Gleichstellungsmaßnahmen realisiert wurden, sind Frauen im Berufsleben vielfach benachteiligt, wie Lohndiskriminierung, Arbeitsmarktsegmentierung und Doppelbelastung Beruf/Familie. In Branchen, in denen der Anteil von Frauen besonders hoch ist, wird oft deutlich schlechter bezahlt.

Frauen liegen in allen Qualifikationsstufen unter dem Einkommen ihrer männlichen Kollegen mit gleichem Bildungsabschluss.

Lohnschere schließen!

Kinder bedeuten Einkommensverluste. Eltern in Karenz sind davon betroffen. Dieser Nachteil kann auch in weiterem Karriereverlauf nicht mehr wettgemacht werden.

Nicht erst seit #me too sind an der Innsbrucker Universität, an anderen Ausbildungsstätten und Arbeitsplätzen sexuelle Übergriffe und Mobbing bekannt. Zig Männer und Frauen werden unter Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses belästigt.

Prostitution in Innsbruck ist nach wie vor ein ungelöstes Problem. Die Frauen, meist aus Osteuropa, werden ausgebeutet und bestraft, da sie ihren sogenannten Job illegal ausführen in angemieteten Wohnungen, aber auch auf der Straße. Meist noch minderjährig und unter unwürdigsten Bedingungen lernen sie schon frühzeitig die Macht des Zuhälters, des Freiers und des Staates kennen.

Freier zur Kasse bitten!

Jeder Mensch muss das Recht haben, über seinen eigenen Körper entscheiden zu dürfen. Dies inkludiert das erkämpfte Recht auf Fristenlösung. Auch in Innsbruck sollte es eine adäquate Einrichtung hierfür geben.

Kostenlose Abtreibung an adäquater Einrichtung!

Frauenhäuser in Innsbruck sind übervoll. Hilfen für ebendiese Gewaltopfer sind lächerlich gering.

Frauenhäusermittel aufstocken!

Es fehlen Sprachkurse und Jobs (nicht nur) für Migrantinnen. Weiters Aufklärungsstätten, berufsbildende Maßnahmen, Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen.

Ausbau von Bildungsstätten!

Es fehlen kostenlose Kindertagesstätten. Ein Hohn, dass Eltern, die die Gebühren für die nachmittägliche Kinderbetreuung nicht bezahlt haben, auf einer Sperrliste landen.

Kostenlose Nachmittagsbetreuung und Mittagstisch für alle!

Österreich und Deutschland sind die einzigen Länder weit und breit, die sich aus ideologisch-elitären Gründen die Ganztagesschule ersparen. Auch Innsbruck steht in dieser anachronistischen Tradition.

Zudem ist es hinlänglich bekannt, dass Gesamtschulen Chancen für sozial benachteiligte Kinder erhöhen.

Ganztages-und Gesamtschulen flächendeckend!

Junge, (nicht nur allein stehende) Mütter stehen großteils mit der Versorgung und Betreuung ihrer Kinder allein da. Sie werden weitestgehend im Stich gelassen. Familienhilfen sind mit der Lupe zu suchen.

Mehr Familienhilfen und finanzielle Unterstützung für junge Familien, insbesondere alleinstehende Mütter. Einführung eines Mutterschutzbüros!

Bei Straßen, Wegen und Plätzen sollten auf die Bedürfnisse von Frauen und Männern, von Müttern mit Kinderwägen, älteren Menschen und Jugendlichen Rücksicht genommen werden, um die Verkehrssicherheit der FußgängerInnen und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen. Weniger öffentlicher Raum für verschandelnde Werbeplakate.

Gender mainstreaming: Erhöhung der Sicherheit auf Straßen und Wegen und Aufenthaltsqualität auf Plätzen in Innsbruck!
--
DER KAMPF GEHT WEITER!
--
Don´t forget: Frauenvolksbegehren!

Sylvia Dürr

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Hauszinssteuer statt Leerstandsabgabe

PressespiegelWie nun die zuständigen Fachdienststellen im Stadmagistrat festgestellt haben, ist eine Leerstandsabgabe so nicht möglich. Das hätte der Innsbrucker SPÖ von vorneherein klar sein können. Allerdings wird vor Wahlen bekanntlich gern heiße Luft produziert.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Das fortschrittliche Tirol trauert um Dr. Karl Nemec

PressespiegelWenn von der Caritas, über die Ärztekammer bis zur KPÖ die Betroffenheit über den Tod von Karl Nemec groß ist, dann ist selbst das nur ein Hinweis und gibt nur im Ansatz wieder, wie groß der Respekt, wie breit das Spektrum seines Wirkens war, wie tiefgehend die Spuren sind, die er in der politischen und menschlichen Landschaft unseres Landes hinterlassen hat.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Ein Contra zum "Anti-Raucher-Volksbegehren"

PressespiegelDie Diskussion um das don't smoke Volksbegehren treibt seltsame Blüten, und daran hat auch die Linke ihren Anteil, die nicht wirklich damit umzugehen weiß.

(mehr)

Artikel an einen Freund schicken Druckfähige Version anzeigen

Mietkosten und die Eigentumsfrage

PressespiegelNach der Anhebung der Richtwertmieten im Frühjahr 2017 dürfen nun auch Bewohner_innen mit sehr alten und günstigen Mietverträgen etwas tiefer in die Tasche greifen:

(mehr)

Themen

  • Home
  • Standpunkte (68)
  • Pressespiegel (320)
  • Wahlen (89)
  • Bücher (4)
  • Kommunal (17)
  • Bildung (9)
  • Sozial (67)
  • Feminismus (20)
  • Frieden (11)
  • Wohnen (19)
  • Antifa (32)
  • Verkehr u. Umwelt (21)
  • Partei (27)
  • Tivoli

    2015: 27/28/29
    2013: 23/24/25/26
    2012: 22/21/20/19
    2011: 18/16
    2010: 14/13
    2009: 12/11/10/9
    2008: 8/7a/7/6/5
    2007: 4/3/2/1/0

    INNSBRUCKER RUNDSCHAU

    2006: 3/2/1/0