Von Rosmarie Thüminger
Vor hundert Jahren schlug die Sozialistin und spätere Mitbegründerin der KPD, Clara Zetkin, auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Bereits am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und in der Schweiz der erste Frauentag mit Demonstrationen durchgeführt. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter der Frauentages hervorgehoben werden:
Der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848 und auch die Pariser Commune hatte im März 1871 begonnen.
Von Sylvia Dürr
Fakten: Frauen in Tirol verdienen im Schnitt 843 Euro weniger als Männer.
Trotz zunehmender Erwerbsbeteiligung und obwohl eine Reihe von Diskriminierungsverboten und Gleichstellungsmaßnahmen realisiert wurden, sind Frauen in vielf
Hurra? Playboy-Bunny wird 50. Das sind genau 50 Jahre zuviel. Welch eine
Klatsche ins Gesicht jeder Frau, die auf Häschenniveau degradiert wird. Soll
das süß, witzig und erregend sein, die Öhrchen, Fellpuschel am Hintern und
hochgepushten Busen?
Von Sylvia DürrFrage: Warum wird die Asyldebatte in den Medien dermaßen hoch gepuscht (anstatt die Fluchtgründe eindeutig darzustellen)?
Gretchenfrage: Warum erscheint es dem Inländer derart unangenehm, Flüchtlinge zu sehen, gar mit ihnen in Kontakt zu treten?
Preisfrage: Warum steckt man nicht einmal die gesamte Politikerriege in ein "Kompetenzzentrum für aufenthaltsbeendende Maßnahmen"?
KPÖ verweist auf NS-Vergangenheit Obenfeldners
„Die Not und das Elend und der Wille meiner Eltern daraus herauszukommen, haben mich schon in meiner Jugendzeit in die sozialistische Ideenwelt eingeführt“, beginnt die SPÖ-Presseaussendung zum kürzlich im Kyrene-Verlag erschienen Biographie Ferdinand Obenfeldners. Bei der Buchpräsentation, würdigte der Mitautor des Buches „Ferdinand Obenfeldner – Tiroler und Sozialist“ Obenfeldner als demokratischen Sozialisten, der in der Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse eine Verbesserung der Lebensqualitäten der Menschen sah.
Ich habe Johanna Dohnal bei einer von ihr organisierten Veranstaltung zum Thema "Frausein in Tirol", zu der sie auch den Bund Demokratischer Frauen eingeladen hatte, kennengelern
von Josef Stingl...wirbt ein schwedisches Möbelhaus. In Tirol müsste es bereits mit "Wohnst du noch, oder lebst du schon auf der Straße" werben, denn in Tirol gilt Wohnen ein als „Luxusartikel“. In keiner Landeshauptstadt ist Wohnen so teuer wie in Innsbruck. In Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt beträgt die durchschnittliche Miete einer 70 Quadratmeter-Wohnung 460 Euro, in Innsbruck um 60 Prozent mehr, nämlich 750 Euro. Nur mehr in der „Stadt der Reichen und Schönen“, in Kitzbühel lebt es sich noch teurer als in unserer Landeshauptstadt.
Traurig aber wahr, dass in diesem Land immer an der falschen Stelle
gespart oder gestrichen wird, sei es in der Bildung, zB an der Uni mit der
famosen Idee der Wiedereinführung von Studiengebühren, sei es nun bei der
Streichung von Deutschkursen für Migrantinnen. AsylwerberInnen sollen
weggesperrt werden, zu Beginn ihres Aufenthalts und am Ende, vor der
Abschiebung. Dazwischen sollen sie sich gefälligst "integrieren", gescheit
deutsch lernen, was natürlich auch sinnvoll wäre. Nun wird eben diese Förderung
gestrichen. Besonders Frauen trifft es hart. Sich einbeziehen und anständig
leben in einem fremden Land ohne fundierte Sprachkenntnisse ist kaum möglich.
KP-Ausserfern begrüßt Oberers Kandidatur
Erfreut haben wir zur Kenntnis genommen, dass der ehemalige "Plansee"- Betriebsratsvorsitzende Luis Oberer nicht nur auf der Liste Team "Leben in Reutte" kandidiert, sondern auch als Bürgermeisterkandidat antritt. Es ist begrüßenswert, dass sich neben einem Unternehmer und einem Adeligen auch ein langjähriger Arbeitnehmervertreter um den Bürgermeistersessel bewirbt.
Mit Oberer könnte frischer Wind in die Gemeindepolitik kommen, ist er doch im Gegensatz zu Wiesenegg und Kohler, die sich ja beide in der letzten Gemeinderatsperiode nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, nicht negativ vorbelastet.
Mit einer gutbesuchten Feier startet die KP-Ausserfern ins neue Jahr
Zahlreiche Genossen aber auch Sympathisanten und Freunde unserer Bewegung sind gekommen. Trotz schwieriger Verhältnisse ist unsere Bewegung am Wachsen und wir haben uns inzwischen im Ausserfern einen Namen gemacht.Damit ist der Jahresauftakt der KP-Ausserfern gelungen und wir können uns auf ein schwieriges aber hoffentlich erfolgreiches Jahr 2010 einstellen.
Von: Rosmarie Thüminger
In Tirol leben cirka 10.000 SozialhilfeempfängerInnen. Meine Freundin Barbara ist eine von ihnen. Sie hat, nachdem ihre zwei Kinder das Schulalter erreicht hatten, stundenweise in verschiedenen Hotels und Gasthäuser geputzt, alles was gerade anfiel, Fremdenzimmer, Küchen, Toiletten, hat zusätzlich Geschirr gespült und Backöfen gescheuert.
von Josef StinglIm Jänner 2012 sind in Innsbruck die ersten Weltjugendspiele (Youth Olympic Games – YOG). Sie werfen bereits Schatten: Das 15-Millionen-Euro-Budget ist bereits auf rund 20 Millionen geklettert und seit der Fußball-EM wissen wir, dass dies noch nicht die Bergspitze sein muss. Innsbrucks Stadtführung zögert daher mit der endgültigen Zusage, auch ein Gipfeltreffen mit ÖOC-Präsident Karl Stoss brachte keine endgültige Entscheidung. Der Rüffel von LH Günther Platter folgte zugleich: „Ich halte nichts davon, wenn wir Erbsen zählen beginnen!“
Frage: Warum wird die Asyldebatte in den Medien dermaßen hoch gepuscht (anstatt
die Fluchtgründe eindeutig darzustellen)?
Gretchenfrage: Warum erscheint es dem Inländer derart unangenehm, Flüchtlinge zu
sehen, gar mit ihnen in Kontakt zu treten?
Preisfrage: Warum steckt man nicht einmal die gesamte Politikerriege in ein
"Kompetenzzentrum für aufenthaltsbeendende Maßnahmen"?
Welch ein wunderbar verschönender Ausdruck für das schnöde Wort Schubhaft.
Nun haben 70% der Steirer in Vordernberg für ein Gefängnis, das 230 Menschen bis
zu ihrer Abschiebung aufnehmen kann, gestimmt. Eine Verbesserung der
Infrastruktur, Mehreinnahmen und 150 neue Arbeitsplätze werden erhofft. Die
Flüchtlinge bekommt man nicht zu Gesicht, da sie ja weggesperrt sind und somit
keinen Unfug draußen im gastfreundlichen Land Österreich treiben können. Dafür
wird mit ihnen ein hübsches Geschäft gemacht. Wenn die Flüchtlinge drinnen das
wüssten, würde ihnen die Abschiebung dadurch eventuell erleichtert. Die sind eh
schon einen Schritt weiter im Gegensatz zu jenen, die ihr Asylverfahren erst
vor sich haben.
Lernhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund
Ein großes Lob an Monika Himsl. Wie sie am 21. Jänner berichteten tut sie, wovon manche gutgesinnte PolitikerInnen nur reden. Dadurch, dass sie mit ihrem Projekt "Lernclub Telfs" konkrete Lernhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund anbietet, schafft sie es, dass diese SchülerInnen in der Schule positiv abschneiden und Freude am Lernen gewinnen, sie legt mit ihren regelmäßigen Besuchen bei den betroffenen Familien den Grundstein für ein freundschaftliches Miteinander der verschiedenen Kulturen.
Unterstützung aus kommunistischer Seite bekommen Tirols Arbeiterkammer und Grüne bei ihrer Forderung auf Verzicht der Richtwertmietzins-Erhöhung seitens der Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG). „Ja, die Erhöhungen der Mieten würde für viele Menschen eine weitere oft unzumutbare Belastung sein und ist daher striktes abzulehnen“, erklärt der landespolitische KPÖ-Sprecher Josef Stingl.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und FreundeIm Vorjahr meinte der Tiroler WKO-Präsident Dr. Jürgen Bodenseer bei seiner Neujahrsansprache, dass die weltweite Finanzkrise uns in Tirol nur sehr abgeschwächt trifft. Wörtlich orakelte er: „..., dass die wirtschaftlichen Turbulenzen mehr Chancen als Gefahren für den Standort Tirol bringen werden.“ Heute, ziemlich genau ein Jahr später, wissen wir, dass seine Neujahrswünsche nur für ganz wenige – wie beispielsweise dem Swarovski-Clan – zugetroffen sind. Der kann sich wirklich freuen, weist doch die aktuelle Forbes-Liste einen zehnprozentigen Vermögenszuwachs auf 2,2 Milliarden Euro aus.
Von Erich Hackl (Die Presse)
Adele Stürzl: 1892 in Wien geboren, Magd, Kommunistin, Widerstandskämpferin. Mit 51 Jahren starb sie unter dem Fallbeil. Rosmarie Thüminger zeichnet mit Empathie die Geschichte dieser „vollständigen Frau“ nach.
Auch dieses Jahr findet die alljährliche Pelzdemo des VGT in Innsbruck statt. Gesetzlich ist die Tötung von Tieren zur Pelzgewinnung seit 1998 bereits verboten. Dennoch gibt es noch immer Geschäfte, die Tierpelze verkaufen. Daher muss auch der Verkauf von Tierpelzen endgültig verboten werden, damit dieses Geschäft mit dem Tierleid ein Ende hat.
"Die Tiroler Arbeitslosenraten entwickelen sich kontinuierlich nach oben. Der Tiroler Paradebetrieb Swarovski hat in den letzten Jahren viel für diese Entwicklung beigetragen", kritisiert der landespolitische Sprecher der KPÖ-Tirol. Josef Stingl. Die öffentliche Hand, sprich Bund und Land seien für Gegenstategien gefordert. Stingl erwarte sich daher Widerstand gegen die sich häufenden Kündigungswellen bei Swarovski.
“Sie sind auf der Suche nach einem freien Heimplatz in Tirol? Sie können herausfinden, in welchem der über 80 Wohn- und Pflegeheime in Tirol derzeit ein freier Platz (gestaffelt nach Kurzzeit- Übergangs- und Langzeitpflege) angeboten werden kann“, bewirbt die Plattform aller Tiroler Wohn- und Pflegeheime - ARGE Tiroler Altenheime ihre begrüßenswerte Homepage www.heimplaetze.at. Beim meinem heutigen Versuch auf besagter Homepage einen Pflegeplatz ausfindig zu machen, musste ich feststellen, dass weder für die Kurzzeit- noch für Langzeitpflege auch nur ein einziger Pflegeplatz in ganz Tirol zu finden ist.
Von Roland SteixnerJubel bei den Kirchen: Der Vertrag von Lissabon, der mit 1. Dezember in Kraft tritt, „bedeutet für die Christen einen doppelten Fortschritt“ so der Integrationsbeauftragte im Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz, Diakon Prof. Franz Eckert, im Gespräch mit "Kathpress". Einerseits, weil sich die EU „zu einer Wertegemeinschaft“ entwickle, andererseits weil mit dem Lissabon „die Seele Europas“ im Recht festgeschrieben werde.
Von Roland SteixnerErnst Strasser hatte laut einer Aussendung der APA vom 26.11.2009 als einer der ersten EU-Parlamentarier einen Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments für die Beibehaltung von Kruzifixen in öffentlichen Gebäuden unterschrieben.
1,5 Prozent und einmal 32 Euro extra für kleine PensionistInnen sind der PensionistInnenindex? Von Josef Stingl
„Die Statistik spricht klare Worte: So sind etwa 34 Prozent der AlleinerzieherInnen armutsgefährdet und 23 Prozent der Einpersonenhaushalte. An nächster Stelle folgen TirolerInnen mit Pflichtschulabschluss ohne Lehre und Menschen über 65 Jahre“, so die „TT“ am 25.11.2009. Laut besagten Artikel setze SP-Soziallandesrat Gerhard Reheis bei der Armutsbekämpfung auf das soziale Netz.
Die Koalition zum Erhalt der Kruzifixe ist breit. Sie reicht von Strache bis Faymann und vom Dalai Lama bis zum Völkerrechtler Karl Zemanek. Dieser meinte am 22.11.2009 gegenüber „Die Presse“: „Die Vorstellung, man kann Religionsfreiheit auch verstehen als Abwesenheit von Religion, halte ich für absurd. Sie können ja nicht die Kirchen und Moscheen niederbrennen.“
Von Roland SteixnerNicht nur Redout, die lesbisch-schwule Parteigruppe der KPÖ, sondern auch die erzreaktionäre Lobby der SchwulengegnerInnen, die sich unter dem Namen "Christliche Partei Österreichs" (CPÖ) formiert, steht dem geplanten "Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft" kritisch gegenüber - wenn auch aus anderen Gründen. So starten die Christen demnächst eine Briefaktion an katholische PolitikerInnen mit der Bitte, das geplante Gesetz zu verhindern. Hier eine Blütenlese der darin vorgebrachten Argumente1: "Wussten Sie, dass bereits jetzt heterosexuelle und homosexuelle Lebensgemeinschaften vor dem Recht gleichgestellt sind? Das Zivilrecht bietet schon heute die Möglichkeit, nichtehelichen Partnern Sicherheit zu geben."
Kommentar von Roland SteixnerSeit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, wonach Kruzifixe nicht in Schulklassen hängen dürfen, weil damit das Recht der Schüler auf Religionsfreiheit verletzt werde, ist nicht nur in Italien sondern auch in Österreich eine neue Kruzifixdebatte entbrannt.
Grünes Licht für Rotlicht in ZirlSuper Idee von Herrn Luis Kröll, die bisher nicht rentable Raststätte am Zirler Berg in ein Bordell umzuwandeln. Auch ist nun der Gemeinderat mit einer Stimme Mehrheit trotz Ablehnung des Raumordnungsausschusses überzeugt, dass der Standort zu begrüßen sei, weil isoliert und weitab von nachbarschaftlicher Bebauung. Somit werden Anwohner nicht belästigt und sehen auch nicht die Misere der 20 Beschäftigten, denen man großzügig einen Arbeitsplatz vermittelt hat.
Die Debatte von Rektor Töchterle mit den StudentInnen in der besetzen Sowi-Aula der Universität Innsbruck war beeindruckend. Dabei wurden grundlegende Fragen über den Auftrag einer Universität erörtert. Töchterle lobte die BesetzerInnen damals dafür, dass sie es geschafft haben, eine Bildungsdebatte zu initiieren, und sein Spruch, dass das, was im besetzten Hörsaal stattfindet, "Universität im besten Sinne" sei, stand in allen Zeitungen.
Von Josef StinglInnsbruck, wir schreiben das Jahr 1941: Im Stadtteil Reichenau errichtet die Gestapo ein Anhaltelager zur „Disziplinierung“ ausländischer ZwangsarbeiterInnen, die dann im Reichsgau Tirol und Vorarlberg eingesetzt wurden. Auch andere Häftlingsgruppen, zumal politisch missliebige Personen, fanden „Heimat“ in diesem Straflager. 1948 verurteilte ein französisches Militärgericht die Innsbrucker Gestapo-Chefs und -handlanger zu langjährigen Haftstrafen.
die von Ihnen initiierte Räumung des Hörsaales der Universität Münster macht betroffen. In Österreich protestieren StudentInnen bereits seit Wochen gegen unzumutbare Studienbedingungen. Tatsache ist, dass nicht nur in Österreich die Mittel für Lehre und Forschung knapp sind und dass die Verschlechterung der Studienbedingen nicht nur in Österreich eine Folge von Bologna sind.